Katwijk ***

April 2022

 

Katwijk an Zee

Bei schönstem Sonnenschein geht´s nach Katwijk, einer kleinen Küstenstadt in Südholland direkt an der Nordsee, etwa 20 km nördlich von Den Haag. Wir genießen das Strandleben am breiten Strand mit quirligen Strandcafes. Mit dem Fahrrad können wir nicht nur durch die weitläufigen Dünen radeln, sondern auch über das gut ausgebaute Fahrradwegenetz nach Scheveningen, die von lauter Kanälen durchzogene Stadt Leiden oder auch der Keukenhof mit seinen riesigen Tulpenfeldern erreichen. 

 

Meine Wertung: ***** die südlicheren Orte wie Domburg oder Oostkapelle haben einen noch weitläufigeren Strand und sind oft mit schönen Waldgebieten verbunden. Hier finden sich ruhigere Gegenden mit nicht ganz so vielen Touristen.

Lago d‘Orta

April 2022

 

Lago d‘Orta

Direkt hinter den Alpen liegen die schönen italienischen Seen. Wie Perlen sind sie nebeneinander gereiht: ganz im Osten der Lago di Garda, westlich daneben der kleinere Lago di Iseo, dann folgt der Lago die Como, der zum Teil in der Schweiz liegende Luganersee See und weiter im Westen der Lage Maggiore. Ganz aus dem Blick fällt häufig der kleine Bruder, der Lago d‘Orta. Wir kannten ihn bis vor Kurzen noch nicht und so geht es wohl den meisten, denn der See ist touristisch noch nicht überlaufen. In den Bars und Restaurants wird kein Deutsch gesprochen!

Wir sind durch einen Zufall auf den Ortasee gestoßen. Vor einiger Zeit haben wir ein Krimi-Hörbuch von Giulia Conit gehört, ‚Lago Mortale‘, der den Ortasee mit so vielen schönen Worten beschreibt, dass wir unbedingt einmal hierhin wollten.

Da die Saison noch nicht so richtig begonnen hat, finde wir problemlos einen Stellplatz direkt am See. Und ab morgen soll die Sonne scheinen und es richtig schön warm werden.

 

Omegna

Der neue Tag beginnt mit strahlendem Sonnenschein und guter Laune. Leider ist es noch zu frisch, um schon draußen am See frühstücken zu können, aber frische Brötchen und Kaffee schmecken auch drinnen.

Dann geht es auf die Räder und wir fahren an das nördliche Ende des Sees, nach Omegna. Wir hatten schon im Reiseführer gelesen, das Omegna eher eine von der stahlverarbeitenden Industrie geprägte Stadt ist als ein romantisches Dörfchen. Einige der bekannten Hersteller von italienischem Küchenzubehör findet man hier, Espresso-Kannen von Bialetti, Zuckerdosen und Kessel von Alessi oder Töpfe von Lagostina.

Radfahrer sind leider auf die einzige Straße angewiesen, die auf der Ostseite des Sees die Orte miteinander verbindet, Radwege gibt es leider keine. Zum Glück ist die Straße nicht sehr viel befahren und die wenigen Autos machen einen großen Bogen um uns.

Neben den Hochhäusern, die an der Uferstraße stehen, gibt es auch ein paar schöne Straßen in der kleinen Altstadt zu entdecken.

Nach der gemütlichen Rückfahrt erwartet uns ein romantischer Sonnenuntergang hinter den Bergen am See.

 

Orta San Giulio

Noch müssen die ‚Capitani‘ am Hafen von Orta auf Fahrgäste warten. Jetzt, in der Vorsaison, ist die Piazza Mario Motta eher leer und etwas verschlafen.

Von den gemütlichen Bars, Cafés und Restaurants rings um den Platz können wir die wenigen Passanten und den Hafen beobachten und

haben einen wunderschönen Blick auf die Isola San Guilo.

Bei unserem Streifzug durch den Ort stoßen wir auf steile Treppen und schmale Gassen, Fassaden mit verblassenden Fresken, aber auch immer wieder auf abbröckelnden Putz, zerbrochene Fensterscheiben und verwilderte Gärten.

Wo wir es am wenigsten erwartet haben, werden an einer kleinen Bar gerade die Tische abgeputzt und bei einigen Sonnenstrahlen, die mittags in die Gasse fallen, werden uns leckere Köstlichkeiten serviert!

 

Pella

Heute geht es mit dem Fahrrad um den See zum gegenüberliegenden westlichen Ufer, dort liegt der kleine Ort Pella. Der Ortasee ist nicht unbedingt ein Radfahrer-Paradies, es geht bergauf und bergab überwiegend über Haupt- und Nebenstraßen, aber die sind nicht stark befahren. Vorbei geht es an wenig touristischen Flecken, einige Firmengebäude stehen rechts und links der Straße, die Wohnhäuser sind mit schmiedeeisernen Toren versehen, aber ab und zu gibt es auch einen schönen Blick auf den See.

Und plötzlich war da eine kleine Bar direkt am Seeufer, die zu Kaffee und Brioche einlud.

Pella ist ein hübscher, kleiner Ort mit einem ebenso kleinen Hafen und ein paar Restaurants – angeblich kann man hier besonders gutes „Gelati“ bekommen.

Für den Rückweg haben wir uns dann eins der kleinen Boote gechartert und waren 15 Minuten später wieder in Orta.

 

Sacro Monte d‘Orta

400 m über Orta San Giulio erhebt sich der Sacro Monte d‘Orta, seit 2003 Unesco Weltkulturerbe. Wir laufen den spiralförmigen, Kieselstein gepflasterten Weg entlang an 20 Kapellen, die allesamt dem Leben des Hl. Franziskus von Assisi gewidmet sind. Die großzügigen Fresken zeigen Episoden aus seinem Leben. Besonders beeindruckt haben uns aber die Terrakotta Figuren in den Kapellen, die ebenfalls Szenen aus Franziskus Leben abbilden. Vorbild waren jeweils Menschen aus der hiesigen Umgebung oder Persönlichkeiten der damaligen Zeit. Die Arbeiten stammen aus dem 16.-18. Jahrhundert.

Immer wieder blitzt zwischen den Bäumen der glitzernde See hervor. Von hier oben haben wir eine fantastische Aussicht und Rundumsicht über den See.

 

Ameno

Mit dem Rad die jetzt schon vertraute Strecke zum Kreisverkehr vor Orta und dann den Fußweg am Sportplatz vorbei – ein Radweg ist das nicht, aber wir kämpfen uns über den Schotterweg! Vorbei an den Häusern, die mit großen Graffitti an vielen Häuserwänden. Weiter, immer bergauf, über sonnenbeschienene, verschlafene Straßen, an Natursteinmauern entlang. Ab und an eine alte Villa, ein schönes Haus mit schmiedeeisernem Tor, alte Häuser mit großen Gärten.

Weiter oben am Berg haben wir eine fantastische Aussicht über den See mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Der Frühling ist nur am See angekommen!

Und dann, ca. 250 mtr oberhalb des Lago d‘Orta, liegt das kleine 1000 Seelen Dorf Ameno. Die jungen Leute sind wohl weggezogen, um in den Städten Arbeit zu finden.

Jetzt herrscht im Ort Sonntagsruhe, nach einigem Suchen finden wir eine kleine Bar und sitzen in der Sonne. Im kleinen Park nebenan finden wir ein Eishaus, das früher vor der Erfindung des Kühlschranks, zur Aufbewahrung von Lebensmitteln benutzt wurde.

Direkt daneben einen Turm mit trompe lóeil Bemalung (die Fenster sehen aus wie echt, sind aber nur aufgemalt).

 

Isola San Giulio

Heute geht es von Orta San Giulio aus mit dem Schiff zur Isola San Giulio. Die Insel liegt direkt vor der Halbinsel Orta San Giulio mitten im See, die Überfahrt dauert nur ein paar Minuten.

Die Stufen führen in die Basilika, die über und über mit Fresken bemalt ist. Wer glaubt, Comics seien eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, sollte sich unbedingt die Geschichten, die hier erzählt werden, ansehen!

 

Von der Basilika führt der ´Weg der Stille`einmal durch die engen Gassen der Insel um das Kloster der Benediktinerinnen herum. Sinnige Sprüche begleiten auf Tafeln die Touristen, die hier (zumindest außerhalb der Saison) in den malerischen Gassen Ruhe und Einkehr finden.

 

Meine Wertung: ***** sehr entspannter Urlaub mit ein paar schönen Ausflügen
Orta San Giulo
Lago d’Orta
Camping Orta, Via Domodossola 28, Orta San Giulio

Dortmund U / Düsseldorf K20 – Kunst aus Ghana

Februar 2020

 

Ghana haben wir vor einigen Jahren bereist, wir haben unsere Tochter besucht, (Besuche bei unserer Tochter), die dort gearbeitet hat. Während dieser Aufenthalte haben wir das Land bereist. Ghana ist kein typisches Urlaubsland, Pauschaltouristen haben wir gar keine gesehen. Unsere Reiseroute und Unterkünfte haben wir direkt vor Ort geplant und gefunden. Wir haben immer wieder wir Guides gefunden, die uns zu den Stätten der kolonialen Vergangenheit geführt haben, aber auch eine abwechslungsreiche, wundervolle Landschaft und Menschen, die uns sehr freundlich gesonnen waren. Nach wie vor sind wir sehr interessiert an Themen, die mit dem Land zu tun haben.

 

EFIE. The Museum as home

Dortmunder U

10. Dezember 2021 – 6. März 2022

Identität, Kolonialismus, Raubkunst – aktuelle Themen, denen sich auch Künstler aus Ghana stellen. Nana Oforiatta Ayim möchte die Exponate aus den ehemals kolonialisierten Staaten zurück in ihre Ursprungsländer bringen. Heraus aus den Völkerkundemuseen, wo die Objekte häufig in ethnologischen Sammlungen landeten, in die Kunstmuseen als Kunstobjekte.

 

In Accra, Ghana, hat Nana Oforiatta Ayim ein „mobiles Museum“ aufgebaut, in dem zeitgenössische ghanaische Kunst ausgestellt wird.

Im Dortmunder U habe ich mir die von Nana Oforiatta Ayim kuratierte Ausstellung „EFIE. The Museum as home. Kunst aus Ghana“ angesehen. Hier werden zeitgenössische Arbeiten und historische Artefakte aus deutschen Museen gezeigt.

Für Königin und König der jeweiligen ghanaischen Region wurden vor ihren Palästen diese Schirme aufgespannt

 

Zeitgenössische Künstler*innen verwenden in ihren Kunstwerken Farben, Materialien und Symbole ihrer ghanaischen Heimat

Meine Wertung: unbedingt mit der Wertung afrikanischer Kunst beschäftigen. Holt die Exponate aus den Völkerkundemuseen!
Dortmunder U,
Zentrum für Kunst und Kreativität
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

 

 

Nkyinkyim Museum, Ada, Ghana

Kwame Akoto Bamfo

Vor Kurzem bin ich dann auf den ghanaischen Künstler Kwame Akoto Bamfo gestoßen, der seine Skulpturen im Nkyinkyim Freilichtmuseum in Ada, Ghana, ausstellt. Die teils aus Terrakotta gefertigten Skulpturen erzählen die Geschichte der afrikanischen Sklaven, ihre Angst, ihren Schmerz, ihre Furcht.

 

Meine Wertung: Bei der nächsten Reise nach Ghana direkt vom Flughafen Accra nach Ada reisen. Eine Eco-Lodge aussuchen, paradiesische Tage verbringen und das Freilichtmuseum unbedingt besuchen!
Nuhalenyim
Ada
Ghana

 

 

Fliegen im Verbund mit der Nacht

Lynette Yiadom-Boakye

16.10.2021 – 13.2.2022

Museum K20

Die junge Künstlerin lebt in England, hat jedoch ghanaische Wurzeln. Für ihre Portraits hat niemand Modell gesessen, sie entstanden aus Fotografien, Sammlungen gefundener Bilder, oder schlicht aus dem Leben.

Meine Wertung: fantastische Portraits! Unbedingt die nächste Ausstellung der Künstlerin besuchen, da im K20 die Zeit leider abgelaufen ist.
K20
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Bochum – Planetarium ****

Februar 2022

 

Es sieht ja fast aus wie ein UFO und eigentlich ist es das ja auch. Man steigt in das „Raumschiff“ ein, setzt sich in einen bequemen Sitz und fliegt durch die unendlichen Weiten des Weltalls. Und das alles gerade um die Ecke herum im Planetarium in Bochum.

Unter dem Zeltdach aus Metall befindet sich die riesige Kuppel für die 360 Grad Projektion.

In der Mitte steht der modernste Sternenprojektor der Welt. Mit ihm können genauso viele Sterne projiziert werden, wie das menschliche Auge unter optimalen Bedingungen sehen kann, 3000 bis 5000. Dafür müsste man allerdings fernab der „Umweltverschmutzung“ durch das Licht unserer Städte sein. An abgelegenen Orten wie den Sternenparks ist das bei guter Sicht möglich. Besonders fantastisch ist der Blick im Outback Australiens, wo ich vor Jahren die Möglichkeit hatte, den Sternenhimmel zu bewundern. Hier ist Ähnliches wohl nur im Planetarium möglich.

Es gibt unterschiedliche Programme, aber alle haben Bezug zum Weltall. Die verschiedenen Programme dauern ca. eine Stunde und sind nicht nur fantastisch anzusehen, sondern auch sehr informativ.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Zeiss Planetarium Bochum

Castroper Str. 67
44791 Bochum
parken kann man direkt hinter dem Planetarium 

Wuppertal – Visiodrom ****

Januar 2022

 

Es regnet, nein, es schüttet aus Kübeln, es ist ungemütlich und kalt. Das ist doch eine gute Gelegenheit für einen Museums- oder Ausstellungsbesuch. Aber Achtung, es gibt Ausstellungen, in denen ist es zwar trocken, aber drinnen genauso kalt wie draußen. Also dicke Socken und eine warme gemütliche Jacke nicht vergessen und dann geht es nach Wuppertal ins Visiodrom.

Das Visiodrom ist in einem ehemaligen Gasspeicher der MAN-Werke untergebracht. Von 1952 bis 1997 wurde von hier aus Wuppertal mit Erdgas versorgt. Mit einer Höhe von 47 mtr und einem Durchmesser von 38 mtr konnten hier 60.000 Kubikmeter Gas gespeichert werden.

Heute findet man im Inneren die mit 6.100 qm größte 360 Grad Projektionsfläche in Europa. 29 Projektoren mit einer Gesamtleistung von 60 Mio Pixel sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis. Der Kubus in der Mitte mit der Projektorbühne obenauf, sieht auf den ersten Blick störend aus, wird aber sehr gut in die Show mit einbezogen. Rundherum sind an den Wänden, wie in einem Amphitheater, ein paar Reihen großer Stufen gebaut. Dort gibt es gemütliche Sitz-/Liegesäcke, von denen aus man eine entspannte Sicht über einen Großteil des Innenraums hat. Die besten Plätze sind meines Erachtens links, mittig gegenüber des Kubus´ (auf der rechten Seite stört die beleuchtete Tür zur Toilette) und vergesst nicht, eine der am Eingang ausgelegten Decken mitzunehmen.

 

Die aktuelle Show bis Mitte Mai ist

HUMANS –  Im Einklang mit der Natur – seit Jahrtausenden“

Die Show zeigt die letzten indigenen Völker, die oft ganz bewusst fernab von unserer Zivilisation und Industriegesellschaft auf diesem Planeten leben, versteckt im Regenwald oder auf einsamen Steppen. Es werden ihre Bräuche und Riten und ihr Lebensumfeld gezeigt.

 

Der Countdown läuft, gleich geht es los …

Die Show startet mit einem glühenden Sonnenball und einer Reise  durch das Sonnensystem.

Dann folgen in schneller Reihenfolge beeindruckender Bildern und Videos von Landschaften und Menschen, riesengroß rundherum an die Kesselwände projiziert.


   

Das Dach des Kessels schaut wie ein riesiges Auge herab.

Wir haben uns die Show gleich zwei mal angesehen, so schnell konnten wir die vielen Bilder gar nicht verarbeiten! Die Fotoausstellung auf der unteren Ebene machte die Ausstellung vollständig. Die großformatigen Fotos sind ähnlich brillant wie die Videos und mit vielen Informationen über die Fotografen und die von ihnen besuchten Menschen.

Nach der Show haben wir uns im Restaurant Asposto, im Gasometer, aber abgeteilt vom wirklich kalten Inneren und wunderbar geheizt, aufgewärmt bei leckerer Pizza und Pasta.

Draußen stürmt und regnet es immer noch, aber der Ausflug hat sich gelohnt.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Mohrenstraße 3
42289 Wuppertal

 

Winterberg – Bob Race *****

Januar 2022

Während es unten im Tal in Winterberg trübe, grau und nebelig ist, scheint die Sonne hoch auf dem Kahlen Asten vom blauen Himmel auf jede Menge Schnee.


Im Ort schieben sich die Touristen durch die Straßen, an den Skihängen ist das Gedrängel groß ist, aber etwas abseits der vollgeparkten Straßen und Parkplätzen finden wir einsame Wege für einen Waldspaziergang. Der Schnee glitzert, immer wieder rutscht von den Tannen eine kleine Schneelawine.

Der nächste Tag ist wolkenverhangen und regnerisch. Vorsichtig bewegen wir uns morgens auf der spiegelglatten Straße. Von der Fahrt auf der Bob-WM-Strecke hält mich das diesige Wetter aber nicht ab, und bald beginnt es sogar zu schneien. Die Bob-WM-Strecke ist 1600 mtr lang und zwischen Start und Ziel liegen 110 mtr Höhenunterschied. Der Bahnrekord liegt bei 54,54 Sekunden, das entspricht ungefähr 140 km/h. Die Kühlanlage, die die Bahn eisig hält, entspricht ungefähr 2675 Haushaltskühlschränken.

 

Meine Wertung: ***** tolles Erlebnis
Buchenweg 52
59955 Winterberg

Neujahr auf dem Blauen ****

Neujahr 2022

Ach, wie schön! Am späten Neujahrsmorgen sind wir bei sonnigem Wetter, bei einem Spaziergang im Schwarzwald, im Berggasthof auf dem Blauen (1165 mtr) gelandet. Bei Kaffee und Kuchen und warmer Wintersonne haben wir einen fantastischen Fernblick über die mit Nebel gefüllten Täler des Schwarzwald bis hin zu den Schweizer Alpen.

 

Meine Wertung: ***** toller Ausflug
Hochblauen 1
79418 Schliengen

Dortmund – Westfalenpark – Parkleuchten ***

Dezember 2021

Heeee, du gehst in die falsche Richtung,
zum Parkleuchten im Westfalenpark geht es dort lang …

Eine visuelle Bühne für kleine Tänzer*innen

Das hat mich sehr beeindruckt, ein leuchtendes Kornfeld mit Ähren aus LEDs

Man kann während einer gemütlichen Gondelfahrt die Lichterpracht von oben genießen

oder mit der Bimmelbahn durch den Park fahren (leider führt der größte Teil der Strecke durch den unbeleuchteten dunklen Teil des Parks)

 

Meine Wertung: ***** schön für einen abendlichen Spaziergang
(Aber Achtung, merkt euch gut woher ihr gekommen seit, wir haben uns im dunklen Park verlaufen und sind kreuz und quer geirrt, bis wir den Parkplatz wiedergefunden hatten) 
An der Buschmühle 3
44139 Dortmund

Hattingen – Henrichshütte – Lumagica **

Dezember 2021

 

Im Hattingen Industriemuseum, der Henrichshütte, war ich schon einige Male. Aber jetzt wird sie magisch illuminiert, das möchte ich mir gerne ansehen.

Unter dem Motto „Das Land des Feuers in neuem Licht“ verspricht der Veranstalter, aus dem ehemaligen Stahlwerk mit seinem Hochofen, einen magischen Lichterpark zu machen.

Der Eintritt in Höhe von 15 Euro plus 2 Euro Vorverkaufsgebühr scheint mir schon sehr ambitioniert, aber in dieser dunklen Jahreszeit ist eine Lichtinstallation sicher ansehenswert.

Die chinesische Pagode am Eingang, bei der in einer Endlosschleife ununterbrochen die gleiche chinesische Musik abgespielt wird, ist allerdings weniger ˋmagisch´ als kitschig. Vorbei an einigen kleineren und größeren Objekten aus Lichterketten erreiche ich ein Feld mit bunt strahlenden Kugeln, die im Takt der Musik aufleuchten. Das hat mir am Besten gefallen.

Der Fahrstuhl auf den Hochofen war defekt, so dass man nur über schmale Treppen den Hochofen besteigen kann. Die Aussicht lohnt sich, aber der Aufstieg über schmale Metallstiegen ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, besonders im Dunkeln.

In Summe fand ich den Besuch eher enttäuschend.

Da ich mir nicht sicher bin ob ich die die Lichtobjekte hier darstellen darf, beschränke ich mich auf ein Bilder vom Hochofen.

 

Hattingen

Meine Wertung: ***** kann man, muss man aber nicht
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen

Müngstener Brücke *****

Oktober 2021

 

Wir wollten das schöne Wetter und den goldenen Oktober nutzen und noch ein bisschen Entspannung und Abenteuer finden. Unser Ziel war gar nicht so weit entfernt, die Müngstener Brücke in der Nähe von Solingen. Und da drängt sich schon die Frage auf, was ist an der Müngstener Brücke so besonders. Zum einen ist sie die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands und zum anderen kann man sie seit ein paar Wochen besteigen. Das hört sich spannend an.

Wir sind mit dem Wohnmobil gefahren und haben einen schönen Stellplatz in Solingen – Glüder gefunden. Sehr schön an der Wupper gelegen, leider waren die Stellplätze direkt am Fluß, ob des Hochwassers von ein paar Wochen, noch nicht nutzbar.

So haben wir es uns gewünscht, ein schöner Stellplatz, Sonnenschein und Morgennebel über der Wupper.

 

Schloss Burg

Einen schönen Tag muss man einfach mit einer schönen Radtour krönen. Wir fahren einfach los, soweit es geht, direkt an der Wupper entlang. Es gestaltet sich teilweise ein wenig schwierig, da einige Uferweg noch unter den Folgen des Hochwassers leiden und nicht befahrbar sind. Wir fahren ohne bestimmtes Ziel los, der Weg führt durch den herbstlichen Wald und plötzlich sind wir in Unterburg. Ein kleines verschlafenes Örtchen mit einer Besonderheit, eine alte kleine Seilbahn führt über die Wupper hinauf nach Schloss Burg.

Schloss Burg ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, man kann die Burg besichtigen, Kunsthandwerk und für die Kinder Holzschwerter kaufen. Es gibt ein paar Restaurants, die die berühmte Westfälische Kaffeetafel“ anbieten, eine Kombination aus Pumpernickel und butterweichem Stuten mit Schinken und Käse und Marmelade, aber auch Kuchen Torte und jede Menge Kaffee gehören dazu. Das war mit entschieden zu viel und so begnügte ich mich mit einer Waffeln mit Kirschen, Sahne und Milchreis.

 

Müngstener Brücke

Mit 107 mtr ist sie die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, überspannt mit einer Länge von 465 das Tal der Wupper und verbindet die beiden Städte Solingen und Remscheid. Die Müngstener Brücke wurde 1897 fertiggestellt und ist ähnlich wie der Pariser Eifelturm eine reine Stahlkonstruktion. Über 5.000 Tonnen Stahl wurden verbaut und zusammengehalten wird sie durch über 950.000 Nieten. Die letzte Niete die eingeschlagen wurde war angeblich eine goldene. Bis heute hat sie niemand gefunden.

Eigentlich wollten die deutschen Ingenieure ja nur beweisen, das sie es besser können als die Franzosen, die 1889 den Eifelturm mit 324 mtr Höhe gebaut haben. Einfach nur höher war ihnen jedoch zu einfach, deshalb entstand die Idee zu dieser beeindruckenden Brücke.

Seit einigen Wochen gibt es den Brückensteig über den man die Brücke besteigen kann, angeseilt, über Leitern und Treppen und immer gut gesichert.

Nach dem Check In und einigen Sicherheitshinweisen gingen wir zum „Einkleiden“, jeder bekam einen professionellen Klettergurt mit Klettersteigausrüstung und einem besonderen Sicherheitskarabiner.

So ausgerüstet und einem Sturzhelm auf dem Kopf ging es noch 10 Minuten durch den Wald, begleitet von neugierigen Blicken der entgegenkommenden Wanderer.

Am Fuß des Brückenbogens mussten wir noch über eine paar Leitern klettern und dann hatten wir den Startpunkt erreicht. Mit dem Spezialkarabiner klinkten wir uns in das Sicherheitsseil ein, und dann ging’s los!

Über extrem steile Stiegen und Treppen ging es Stufe für Stufe den Brückenbogen hinauf. Bei dem tollen Wetter und der herbstlichen Färbung der Wälder, war die Aussicht über das weite Tal sehr spektakulär. Ab und zu brauste eine S-Bahn über die Brücke, man hörte es laut rumpeln und spürte eine leichte Vibration.

Am obersten Punkt des Brückenbogens in über 100 mtr Höhe war es beim Blick nach Unten schon ein beruhigendes Gefühl angeseilt zu sein.

Hier kam der spektakulärste Punkt der Tour, denn zum Abstieg musste man auf die andere Seite der Brücke wechseln. Es gab eine kleinen Übergang und man musste über ein nach unten durchsichtiges Gitterrost „entspannt“ auf die andere Seite gehen. Für die ganz mutigen gab es einen 15 cm breiten Stahlträger über den man die Seite wechseln konnte. Solange man nach vorne schaut, sieht es gar nicht so schlimm aus, aber wenn man den Blick nach unten wendet, ist es schon atemberaubend.

Und dann ging es leider auch schon wieder Bergab oder treffender Brückab.

Ein tolles spannendes Erlebnis und nach dem Ablegen der Kletterausrüstung gab es im Restaurant nebenan eine wohlverdiente Stärkung.

 

Meine Wertung: ***** top … wenn man keine Höhenangst hat
Müngstener Brückenweg 71
42659 Solingen
Parkplätze sind aus allen Richtungen ausgeschildert
Ein Fußweg von gut 8 Minuten führt von den Parkplätzen bis zum Haus Müngsten.

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