Witten – Zeche Nachtigall ***

28.06.2014

Die Wiege des Ruhrbergbaus.

Anfang des 17. Jahrhunderts fing hier alles an, an den Ufern der Ruhr wurden die ersten Löcher in die Hänge des Hetberg gegraben um in handwerklicher Arbeit Kohle aus dem Berg zu holen. Es dauerte fast hundert Jahre, bis die Kohle industriell abgebaut wurde und sich die Zeche Nachtigall zu einer der seinerzeit leistungsfähigsten Zechen des Reviers entwickelte. Doch bereits Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Zeche wieder geschlossen, sie konnte sich gegenüber den Großzechen nicht behaupten.

Die Zeche Nachtigall war eine typische Stollenzeche, das heißt, es wurden Stollen waagerecht in Berg hineingebaut, um so an die Kohlenflöze zu gelangen. Das setzt natürlich voraus, dass die Lagerstätten der Kohle nicht zu tief liegen. Die meisten Zechen im Ruhrgebiet sind Schachtzechen, bei denen über einen Förderturm, wie mit einem Fahrstuhl, in die Erde gefahren wird, um dort über Stollen zu den Kohleflözen vorzudringen.

Hier geht es in den Berg hinein.
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So sieht es im Schacht aus.
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Nach der Schließung der Zeche wurden auf dem Zechengelände zwei Ringöfen errichtet in denen Tonziegelsteine gebrannt wurden. Beheizt wurden die Öfen natürlich mit Kohle.

Tonsteine aus dem Steinbruch
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wurden mit solchen Steinmühlen
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zu feinem Staub zermahlen und dann mit hohem Druck in Form der Ziegelsteine gepresst. Die gepressten Steine wurden dann im Ofen aufgestapelt und bei 900 Grad gebacken.
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Der Ofen wird von unten mit den Ziegeln bestückt und von oben, durch Öffnungen, mit Kohle beheizt.
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1963 wurde dann auch die Ziegelei endgültig geschlossen.
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Meine Wertung: ***** gut
Nachtigallstraße 35
58452 Witten

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