Schnoor *****

20.08.2014

Der Schnoor ist der älteste Stadtteil Bremens, früher haben hier hauptsächlich Fischer und Seeleute gewohnt. Heute ist es eine bunte Mischung aus kleinen Theatern, Galerien und Museen, viele Kunsthandwerksbetriebe, Antiquitätengeschäfte und Läden mit Dingen, die nur Touristen brauchen.

Im Schnoor verlangsame ich automatisch meine Schritte, hier ist die Zeit scheinbar stehen geblieben. Ich setze mich in den nächsten Gasthof, schaue den vorübergehenden Menschen zu und lasse mich langsam in die Vergangenheit gleiten.
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Ich gehe gedanklich auf eine Reise in die Vergangenheit und stelle mir vor, wie es vor ein-, zweihundert Jahren wohl war. Dort eine Hutmacherin und daneben ein Geschäft für Schiffszubehör. An den Wänden hängen Taue und Seekarten und es riecht nach Teer und Tabak. Da vielleicht eine Apotheke mit Regalen voller Flaschen und Tiegel mit geheimnisvollen Inhalten.
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Hier könnte einmal eine kleine Schankstube gewesen sein, aus deren offener Tür der Geruch von Schweinbraten und Bier wehte und Stimmen durcheinander redeten und lachten.
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Durch die engen Gassen gehen Seeleute, die mit ihren Holzschuhen über das Pflaster schlurfen.
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Dann tauche ich wieder in der Realität auf und bin von Touristen umgeben.
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In einem der winzigen Restaurants esse ich Bratkartoffeln mit frischem Matjes oder doch lieber mit Bremer Knipp (so etwas wie Grützwurst).
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Und zum Nachtisch eine Tasse Tee und Pflaumenkuchen mit Sahne. In der ersten Etage ist es gemütlich eng und voll und die Teller mit Kuchen werden von Tisch zu Tisch weitergereicht.
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Meine Wertung: ***** unbedingt ausprobieren
Schnoor (so heißt die Straße)
Bremen

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