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WoMo Balkanroute

Tag 56

Ausflug nach Feldirchen

 

 

Tag 55

Weiter Richtung Heimat.
An der kroatischen Grenze wurden wir genau kontrolliert. Ein Zöllner kam ins Auto und schaute in unsere Vorratskiste. Oh, oh, ganz eindeutig zu viel Alkohol an Bord. Gegen die Zusicherung, das wir keine Kamera im Auto haben und die Hergabe eine Dose Bier (schwupps verschwand sie in der Tasche) durften wir dann weiterfahren.

In der Nähe von Feldkirchen in Österreich, am Maltschacher See finden wir einen schönen Campingplatz.

 

Tag 54

fauler Tag am Fluß, irgendwo da in den Bäumen steht das WoMo

 

Tag 53

Uns zieht es weiter nach Norden, wir wollen in den Una-Nationalpark.

Unterwegs kommt unser Auto an seine Grenzen: die Strasse ist eine Schlagloch-Schotterpiste!

Der Weg führt durch eine einsame Landschaft mit verlassenen Häusern unter einem tiefen Himmel.

Bis zu unserem nächsten Campingplatz an der Una, ein kleines Paradies!

 

 

Tag 52

Ab in die Natur, an den See Ramsko jezero, mitten in Bosnien-Herzegowina. Die Landschaft hat sich inzwischen sehr verändert und erinnert an Österreich…

 

 

Tag 51

Der Campingplatzbesitzer bietet an, mit dem Taxi nach Mostar zu fahren. Das nehmen wir gerne an und werden mitten in der Altstadt abgesetzt. Der Ort ist zurecht Weltkulturerbe! Die Stadt ist in der Folge des Bosnien-Krieges schwer zerstört worden, das Wahrzeichen der Stadt, die ´Stari Most` ist inzwischen wieder aufgebaut.

Die Koski Mehmet Pasha Moschee aus dem 17. Jhd. liegt mitten in der Altstadt.

Man darf nicht nur den schönen Innenraum, sonder auch das Minarett besichtigen und besteigen. Das muss man sich aber trauen, der Aufstieg ist sehr eng und sehr steil.

Dafür wird man mit einer unglaublichen Aussicht belohnt!

Auf der Stari Most gibt es eine Tradition: junge Männer springen vom Geländer in die Neretva. Inzwischen lassen sie sich das natürlich bezahlen; sobald 50€ zusammen gekommen sind, springen sie. Wir haben bei unserem Besuch allerdings keine gesehen!

 

 

Tag 50

Vom Campingplatz sind es nur 2 – 3 km mit dem Rad zum islamischen Kloster Tekija Blagaj. Erbaut wurde es im 16. Jhd. für einen Derwisch Orden direkt in den Fels.

 

 

Tag 49

Unsere Route führt weiter nach Blagaj. Auf dem Weg kommen wir an dem historischen Ort Počitelj, einem osmanischen Steindorf aus dem 14. Jhd., vorbei.
Über dem Fluss Neretva thront die historische Festung

Die Moschee darf man gerne auch von innen besichtigen.

Nach dem kurzen Abstecher steuern wir unseren Campingplatz in Blagaj an – er liegt direkt am Fluß Buna.

 

Tag 48

Nach dem kleinen Abstecher nach Kroatien, um uns Dubrovnik anzusehen, geht es jetzt zurück nach Bosnien-Herzegowina. Unser nächstes Ziel sind die Kravica Wasserfälle.

Wir sind schon frühmorgens los, da auch hier im Laufe des Tagrs Busladungen mit Touristen eintreffen. Es ist wunderschön, der See ganz grün, man kann darin schwimmen. Für wanderfreudige geht ein Weg am Fluss entlang.

 

Tag 47

Weiterfahrt zu den Kravica Wasserfällen in Bosnien Herzegowina

 

 

Tag 46

Und da ist auch schon die nächste Grenze, dieses mal die kroatische. Kurz darauf haben wir einen fantastischen Blick auf Dubrovnik.

Unser Campingplatz liegt nahe der Altstadt, wir fahren mit dem Bus einige Stationen und sind gleich mittendrin.

Über der Altstadt thront die trutzige Burg.

Den Gang über die Stadtmauer sparen wir uns wegen der Hitze, flanieren ein Stück über die elegante Hauptstraße,

suchen in den zahlreichen Kirchen Kühle

und flüchten in die engen Gassen, die schön beschattet und kühl sind.

Bis wir am alten Hafen auskommen, der noch einmal einen schönen Blick auf die Kulisse der Altstadt bietet.

 

 

Tag 45

Die berühmte Tara-Brücke über die Tara-Schlucht wollen wir uns natürlich gerne ansehen, gehört sie doch zu DEN berühmten Bauwerken am Durmitor-Nationalpark.

Leider wird sie gerade renoviert und ganz offensichtlich wird hier kundgetan, von wem. China hat Montenegro etliche Darlehn, Baumaschinen und Personal gestellt. Die chinesischen Bauarbeiter leben in einem Camp neben der Baustelle und haben offensichtlich überhaupt keinen Kontakt zur montenegrinischen Bevölkerung.

Wir wagen noch einen Blick in die Tara-Schlucht, nach dem Grand Canyon in Amerika ist sie mit 1300 m die zweittiefste Schlucht der Welt.

Auch hier ein gehöriger Touristenrummel und da wir nicht in die Schlucht hinunter wandern wollen, machen wir uns bald auf zu unserem nächsten Ziel, Dubrovnik in Kroatien. Ein Stückchen geht es dafür durch Herzegowina; der Grenzübergang geht auch hier zügig. Auf der Strecke nach Dubrovnik finden wir einen malerischen Campingplatz, wieder direkt am Fluss.

Wir hören abends einfach noch den Fröschen zu.

 

 

Tag 44

Der Berg ruft, wir wollen zum Durmitor Nationalpark – wie schon viele Ziele vorher ist die Landschaft Weltkulturerbe. Immer höher schrauben sich die Serpentinen am Berg hoch und dann stehen wir auf einer beeindruckenden Hochebene in ca. 1600 m Höhe und haben einen fantastischen Blick auf die umliegenden Gipfel.

 

Tag 43

Heute ist Pooltag und außer Vogelgezwitscher ist NICHTS zu hören!

 

 

Tag 42

Unser heutiger Ausflug für uns zum Kloster Ostrog. Hoch in den Bergen, auf 900 m Höhe, hat hier im 17. Jhd. der heilige Vasilje ein Kloster gegründet als Bollwerk gegen die türkischen und katholischen Einflüsse.

Der Weg für die Pilger und Touristen führt über viele Stufen den Berg hinauf. Warum auch immer, am Geländer entlang des Weges sind immer wieder Socken und Tücher angeknotet.

Uns empfängt ein Vorplatz, bei dem schon das Eingangstor mit Mosaiken verziert ist. Dieses Gebäude wurde erst Anfang des 19.  Jhds. als Verwaltungsgebäude und Pilgerunterkunft errichtet.

Das Kloster ist teilweise in den Berg hinein gebaut.

Im Kloster finden sich viele wunderschöne Wandmosaike, die von vielen Gläubigen verehrt und geküsst werden.

Die Kapelle ist über und über mit Wandmalereien verziert.

 

Tag 41

Mit der Fähre geht es heute Vormittag über die Bucht von Kotor

Dann geht es bergauf und wir erhalten nochmal einen schönen Blick auf die Bucht von Kotor.

Vorbei am Slano See

Finden wir in der Nähe des Ostrog-Klosters einen schönen Campingplatz

Ganz in der Nähe gibt es ein kleines Restaurant direkt am Fluss gelegen.

 

 

Tag 40

Auf den Kuk im Lovćen Nationalpark führt eine Seilbahn von Kotor auf 1348 m.

Schon während der Fahrt ist die Aussicht beeindruckend

Wie überall in Kotor, ist auch hier der Augenmerk voll auf Touristenbelustigung gerichtet. Auf dem Gipfel gibt es eine Sommerrodelbahn, eine Achterbahn ist im Bau, Der Restaurantbetrieb ist gigantisch und wird laut mit Musik beschallt – aber wir werden mit einer fantastischen Aussicht belohnt!

 

 

Tag 39

Über die schmale Uferstraße radeln wir Richtung Kotor, vorbei an Minihäfen für das eigene Boot, kleinen Podesten mit Treppen für die Badefreunde und netten Restaurants mit Blick auf das Wasser.

Die Altstadt von Kotor ist, wie erwartet, schon gut mit BesucherInnen gefüllt. Wir sind extra früh los, weil in der Bucht täglich Kreuzfahrtschiffe anlanden und ihre Passagiere zum Stadtbummel ausladen. Die Gassen sind malerisch, die Kulisse atemberaubend.


Die Festung Sveti Ivan liegt über 260 m hoch. Bis dorthin wurde die Festungsmauer gebaut. Wer die fast 1400 Stufen hinauf steigt,

wird mit einem herrlichen Ausblick über Kotor belohnt.

 

 

Tag 38

Wir machen uns auf nach Kotor, die Stadt ist Unesco-Weltkulturerbe. Der Weg über einen kleinen Pass ist mittendrin gesperrt, aber auch wenn wir umkehren und einen neuen Weg finden müssen – die Aussicht ist den Umweg wert!

Entlang geht es auf der einspurigen Straße um die Bucht von Kotor, wo wir unseren Stellplatz mit Blick auf die Bucht finden. Zum ersten mal ist ein Platz in der aktuellen Vorsaison sehr voll, wir bekommen die letzte Lücke.

 

 

Tag 37

Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir auf, um Montenegros größte Höhle, die Lipa Höhle, zu besichtigen. Dafür müssen wir tatsächlich am Parklplatz vor der Ticketstation in ein Bimmelbähnchen steigen, das uns zum Höhleneingang bringt. Wir wurden vorgewarnt, in der Höhle ist es sehr kalt. So schlüpfen wir in dicke Jacken, und tatsächlich weht uns am Eingang ein kalter Wind entgegen.

Innen treffen wir auf fantastische Formationen, die in in der 6 Mio Jahre  alten Höhle entstanden sind.

Nach der kühlen Temperatur in der Höhle freuen wir uns über den warmen Sonnenschein draußen und genießen unser kühles Getränk mit toller Aussicht.

 

Tag 36

Entlang der Panoramastrasse fahren wir Richtung Budva. Unterwegs haben wir einen schönen Blick auf die kleine Insel Sveti Nikola, auf der eines der exklusivsten Hotels Europas beheimatet ist. Ein Zimmer kostet ab 1500 Euro pro Nacht. Den Steg zur Insel darf man begehen, die Insel selber ist für Besucher gesperrt.

Weiter geht´s nach Budva, hier hätten wir gerne die Altstadt besichtigt. Sie liegt malerisch auf einem Landzipfel vor der Stadt. Aber: wir fahren durch Hotelschluchten, der Strandabschnitt ist komplett mit Hochhäusern zugebaut, für uns die bisher unattraktivste Stadt am Meer. Die Parkplätze vor der Altstadt sind voll; für uns ist klar – wir sparen uns die Altstadtbesichtigung!

Die Straße zur Lipa-Höhle, unser nächstes Ziel, schlängelt sich immer höher die Berge hinauf, bis wir unter uns den Blick auf den Shkodra-See und die schneebedeckten Gipfer der albanischen Alpen haben.

Inmitten der fantastischen Bergwelt haben wir einen schönen Stellplatz gefunden.

Hier gibt´s eine kleine Gastronomie, die uns ein bisschen an urige Almhütten erinnert.

 

 

Tag 35

Wir bleiben doch noch einen Tag, das Meer ist so blau!

 

 

Tag 34

Ausflug nach Stari Bar, der Altstadt von Bar

Und die Ruine der alten Stadt

 

 

Tag 33

fauler Tag am Meer

 

 

Tag 32

Aus dem versteckten Tal, in dem Theth liegt, müssen wir erneut über den Llogara Pass fahren, über den wir auch hierher gekommen sind.

Die Bergwelt zeigt sich noch einmal im Sonnenschein von ihrer fantastischen Seite.

Wir sagen tschüss, Albanien, heute geht es nach Montenegro. Einige Reiseberichte lauten von schwieriger Einreise, die gestaltet sich aber total problemlos.

Die Landschaft verändert sich sehr, die Berge werden niedriger, die Gegend trockener, es gibt große Weinplantagen. Nur Campingplätze, wie in Albanien in jedem Garten, finden wir auf unserer Strecke in Montenegro nicht so leicht. In dem Ort Bar sind die im Netz genannten gar nicht vorhanden, deshalb landen wir in Utjeha-Busat. Der Platz liegt nun wunderschön unter uralten Olivenbäumen

und direkt am Meer.

Abends erleben wir einen traumhaften Sonnenuntergang.

 

 

Tag 31

In den Bergen oberhalb von Thet haben wir einen Stellplatz auf einer Wiese gefunden. Der neue Tag begrüßt uns mit Sonnenschein.

Auch hier im Norden gibt es ein ´Blue Eye`, zu dem wir heute wollen. Es ist allerdings nicht so leicht zugänglich wie das bei Permet.

Auf dem ersten Stück des Weges ist die Straße noch asphaltiert,

bis zum Parkplatz kann man mit dem Auto fahren.

Ab hier geht es über einen steilen Schotterweg,

und dann wird gekraxelt und geklettert.

Das Büdchen lädt zu einer kleinen Pause im Café am Ende der Welt

und von oberhalb blickt man auf das ´Blue Eye`, das hier vom Gletscherwasser gespeist wird.

 

 

Tag 30

Die Berge rufen, von Shkodra geht es über die einspurige Passstraße hoch auf den Llogara Pass. Auf 1700 m liegen noch etliche Schneereste.

Wir sind von der Wahnsinns-Aussicht total überwältigt.

Bergab geht es über enge Serpentinen zum Dorf Theth.

Die dicken Regenwolken bleiben in den Bergen hängen und sorgen für ein dramatisches Panorama.

 

Tag 29

Entlang des Shkodra Sees führt ein gut ausgebauter Radweg, über den fahren wir zum alten Fischerdorf Shiroka.

Das Wasser des Sees ist wunderbar türkisgrün, am Ufer können wir etliche Vögel beobachten.

Auf einer kleinen Landzunge steht das Skelett eines Hauses. Auf Nachfrage beim Cafébetreiber erfahren wir, dass das eines der vielen Kriegshinterlassenschaften ist. Hier hat die ungarische Armee ein (Kriegs-?)Schiff torpediert und dabei das Hotel getroffen.

Spannend, in diesem ´Lost Place` ein bisschen herumzukrabbeln!

Das Fischerdorf Shiroka entpuppt sich als eine Ansammlung von Restaurants und Anlegestelle für Bootsfahrten. Dann aber entdecken wir tatsächlich Fischer, die am Strand ihren Fang in Plastiktüten sortieren und ihre Boote an Land ziehen.

Der Ort fügt sich sehr schön in die Seelandschaft mit Gebirge ein.

 

Tag 28

Das Wetter ist sonnig und schön, wir schwingen uns auf die Räder und fahren in das Zentrum von Shkodra. Auch hier überall rege Bautätigkeit, aber es gibt bereits über eine längere Strecke einen Radweg.

Schon von weitem sehen wir die Xhamia Ebu Beker Moschee im Zentrum, schauen sie von außen an und werden am Eingang von einem freundlichen Menschen hereingebeten.

Eine Straße weiter steht die Orthodoxe Kathedrale der Geburt des Herrn. Von unserem Campingplatz können wir abwechselt den Ruf des Muezzin und die Kirchenglocken hören – hier scheint das Miteinander gut zu funktionieren!

Durchs Zentrum verläuft die Fußgängerzone, wo sich Restaurant an Bar an Café an Eisdiele reihen

In den Seitenstraßen sieht es allerdings etwas anders aus. Auch hier gibt es hübsche Cafés und Restaurants, aber auch heruntergekommene Häuser, eingezäunte Schlaglöcher und, wie an vielen Ecken, Müll.

Dann haben wir ein tolles Museum besucht, das

 

 

Tag 27

Unser WoMo mochte die letzte ´Rappeltour` mal so gar nicht und hat prompt mit Fehlermeldungen reagiert. Also haben wir uns in Shkodra zuallererst eine Werkstatt gesucht, die den Motor gestreichelt hat und mithilfe des Computers alles wieder in Ordnung gebracht hat.

Und wir haben derweil den Ausblick auf die Burgruine oberhalb von Shkodra genossen.

Unser Campingplatz ist dieses mal ein bisschen luxuriös, es gibt einen Pool und ein schönes Restaurant mit großem Garten, an dem wir unter einer Jasminlaube gegessen haben. Schade, dass es keine Riechfotos gibt, dort duftete es ganz wunderbar!

Am Abend sind wir auf den Aussichtsturm geklettert, um den tollen Ausblick zu genießen

und den Pool von oben zu betrachten.

 

Tag 26

Über die Holperstrecke der Hinfahrt an den Komansee müssen wir wieder zurück, um nach Shkodra zu gelangen, unser nächstes Ziel – und wir sind wieder von der tollen Aussicht begeistert.

Unterwegs nehmen wir in einem engen, völlig zugestellten „Supermarkt“ ein paar Vorräte an Bord.

In Shkodra angekommen! Wir ´gönnen` uns dieses mal einen Campingplatz mit Pool…

 

Tag 25

Wir haben uns wirklich einen malerischen Stellplatz ausgesucht. Oberhalb des Flusses Drin frühstücken wir, während der Hahn kräht und die Hühner gackern.

Vom Campingplatz werden wir mit dem Taxi abgeholt und zur Anlegestelle für die Ausflugsboote auf dem Komansee gebracht. Wir erreichen die Anlegestelle durch einen einspurigen Tunnel voll ins Parkchaos hinein: Reisebusse, Taxen, Motorräder stehen kreuz und quer auf dem Platz, dazwischen die Passagiere, die Tickets für die unterschiedlichen Boote haben. Wir haben Glück, unser Taxifahrer ist auch der Kapitän unseres Schiffs. Wie durch ein Wunder finden alle Touristen ihr Boot, der Platz leert sich und los

Und dann waren wir nicht sicher, ob wir wirklich in Albanien, oder nicht doch durch Norwegen schippern! Diese wilde, romantische Landschaft mit schroffen Felsen, Höhlen und Wasserfällen, wir wissen gar nicht, wo zuerst hingucken!

Am Ende einer Bucht landen wir dann nach zweistündiger Fahrt an. Hier ist man auf Touristen eingestellt, es gibt Restaurants, Liegestühle und die Möglichkeit, sich bei einer kleinen Wanderung das Ganze von oben anzusehen.

Wie bisher fast überall in Albanien, ist auch hier einiges improvisiert. Der Steg zum Restaurant ist eine wackelige Angelegenheit!

 

Tag 24

Das Wetter ist trüb und regnerisch, ein guter Tag zum Weiterfahren.

Einen Zwischenstopp wollen wir am Kap Rodon einlegen, eine Landzunge die weit ins Meer hineinreicht. Der Weg ist abenteuerlich

Aber kurz vor dem Ziel ist es so stürmisch, das wir uns entscheiden nicht weiterzufahren.

Dann geht es weiter zum Koman Stausee. So langsam gewöhnen wir uns an die albanischen Straßen,

bis wir gestoppt werden, weil ein hölzerner Arm des Strommastes abgebrochen ist und das Kabel in geringer Höhe über der Straße hängt. Wir warten wie die anderen Fahzeuge, geduldig, bis der Mast erklimmt und das Stromkabel befestigt ist. Ein kleines Intermezzo auf Albaniens Straßen!

Die Aussicht auf die tiefen Täler, die der Fluss Drin in die Bergwelt geschnitten hat, entschädigt allerdings für jede Wartezeit!

Die ´Campingplätze` in der Nähe der Staumauer des Komani Sees sehen alle wie der Hinterhof der jeweiligen Bauernhäuser aus. Wir landen auf einem Hof direkt unter der Brücke über den Drin und bekommen quasi im Wohnzimmer der Familie unser Abendessen. Links die Oma, rechts die Raki-Fässer – und serviert wird Fisch aus dem Drin.

Wir stellen uns mit unserem WoMo direkt an den Fluss und haben eine tolle Aussicht.

 

Tag 23

Wir werden bei strahlendem Sonnenschein wach und beschließen, noch einen Tag am Meer zu verbringen. Nach dem Frühstück ist es Zeit für einen langen Strandspaziergang.

Ganz in der Nähe ist ein schönes Fischrestaurant. Die Gäste und die Bewirtung scheinen sich zu kennen, auch hier sind wir aktuell die einzigen Touristen. Wir genießen das leckere Essen.

Auf dem Rückweg am Strand entlang erleben wir den wunderschönen Sonnenuntergang.

 

Tag 22

Wir sind an einen weiteren Strandabschnitt gefahren. Vorbei an den üblichen Baustellen für neue Ressorts, durch Straßen, an denen kräftig mit großen Maschinen gewerkelt wird, erreichen wir den schönen Sandstrand von Plazhi San Pietro. Die Liegestühle stehen schon in Reih´ und Glied, es ist aber noch keine Saison und wir haben den Strand für uns.

Auch in der Strandbar sind wir die einzigen Gäste.

Unser Stellplatz ist sehr idyllisch unter Bäumen mit Blick auf´s Meer – auch hier sind wir die einzigen Gäste.

 

Tag 21

Morgens werden wir unter einem bewölkten Himmel wach, es ist aber nach wie vor warm. So machen wir die Räder startklar, packen vorsichtshalber die Regencapes ein und radeln über einen schön angelegten Radweg nach Berat, der Stadt der 1000 Fenster – und wieder Weltkulturerbe. Die Stadt empfängt uns mit zig Cafés, Restaurants, Obstgeschäften – und mit dem Blick auf die Stadtteile Mangalem auf der einen Seite des Flusses Osum und Gorcia auf der anderen.

Wir setzen uns von dem trubeligen Teil der Altstadt ab und kraxeln wenige (allerdings sehr steile) Schritte den Berg hoch – und schon sind wir ziemlich allein in den schönen Gassen.

Hier finden wir ein kleines Restaurant

mit einem ´Rooftop` Restaurant und einem wunderschönen Dachgarten davor, hoch über den Dächern von Berat mit einer tollen Aussicht.

Die 3. Altstadt, die Burg oberhalb Berats, sparen wir uns nach einem kurzen Blick auf die völlig überfüllten Gassen und posenden Touristen.

 

Tag 20

Wir fahren weiter nach Berat
An einem der vielen Stände am Straßenrand stoppen wir wegen der schönen Aussicht und um frische Erdbeeren einzukaufen.

Von der Baustellen-Abbruchkante haben wir eine gute Aussicht auf die große Hafenstadt Vlora.

Wir fahren Richtung Logan Pass und wie überall wird auch hier gebaut. Kein Problem, es geht einfach an riesigen Baufahrzeugen und -arbeitern vorbei!  Statt über den Pass geht es jetzt durch einen niet- und nagelneuen Tunnel.

Am Nachmittag erreichen wir Berat. Die Berge ringsherum haben eine Schneehaube, aber wir lassen den Tag mit Blick auf den Fluss Osum bei 27 Grad ausklingen. Unser Stellplatz liegt direkt an einem Restaurant. Hungrig schauen wir in die Speisekarte, verstehen aber die einzelnen Gerichte nicht – und lernen, wie in Albanien die Gänge serviert werden! Wir bekommen einen Salat, kurz darauf eine Portion Pommes frites, dann kommt das Fleisch- oder Fischgericht. Ahnungslos haben wir eine große Portion Fisch und ein ganzes Hähnchen bestellt! Den Begriff ´Doggy bag` nehmen wir dieses Mal wörtlich: Um das Lokal herum streunt ein sehr hungriger Hund, dem wir ein köstliches Mahl servieren.

 

Tag 19

Über dem Strand von Livadh Beach erhebt sich die Ruine der Burg von Himara

Über enge, wildromantische Gassen geht es vorbei an teils bewohnten, teils verfallenen Gebäuden.

Und dann stehen wir in der byzantinischen Kapelle aus dem 11. Jhd., mit eben so alten Wandgemälden, völlig ungeschützt der Witterung preisgegeben.

Wir folgen dem Hinweis zum ´Butterfly Café` und gelangen über die schmalen Gassen zu dem pittoresken Lokal mit einer Terrasse mit herrlichem Ausblick.

Hier lassen wir uns die selbstgemachte Limonade schmecken!

 

Tag 18

Wir sind an der Küste in Höhe Livadh Beach angekommen. Das Wasser ist wunderbar klar, wir genießen ein paar faule Tage.

 

Tag 17

Es regnet noch immer. Davon lassen wir uns aber nicht abhalten und besuchen die Ali-Pascha-Hängebrücke in Permet. Das ist schon ein Abenteuer, sie zu begehen! Marode oder gar nicht vorhandene Holzstege, rostige Drahtseile, zum Teil einfach zusammen geschweißt – aber wir haben es überlebt und machen uns auf in Richtung Meer.

Unsere Route führt uns durchs Gebirge entlang des Flusses Drino.

Die Straße ist nagelneu, sie taucht im Navi noch gar nicht auf. Einspurig, über 700 Höhenmeter, mit vielen Serpentinen und durch eine atemberaubende Berglandschaft.

Durch Wolken –

oder mit natürlichen Tempobegrenzer,

aber immer sehr spektakulär.

Bis wir unser Ziel am Meer erreicht haben.

 

Tag 16

Der erste Tag in Albanien, der mit dicken Wolken, Sturm und heftigem Regen startet. Wir finden einen gemütlichen Stellplatz oberhalb der Vjosa und verbringen den Tag mit Lesen, Faulenzen und Spielen.

 

Tag 15

Entlang des türkisfarbenen Flusses Vjosa fahren durch eine atemberaubende Landschaft nach Permet. Rechts und links ragen steile Berge hoch und der Fluß gräbt sich immer wieder durch Schluchten, bis er dann in einem breiten Kiesbett erneut zu sehen ist. Von Weitem haben wir immer wieder einen Blick auf die schneebedeckten Berge.  Permet ist ein kleiner, unscheinbarer Ort, deshalb fahren wir gleich weiter nach Benje, um in den heißen Quellen baden zu gehen.

Auf dem sehr urigen Campingplatz mit großem Garten werden wir von den InhaberInnen mit Essen aus dem eigenen Garten verwöhnt. Dann laufen wir los, über die berühmte Kadiut Brücke zu den Quellen. Auf dem Weg ist wie an vielen anderen Hotspots, rege Bautätigkeit. Hier entsteht ein schön angelegtes Resort, auch für Wohnmobile. Ob das in Zukunft das Aus für die beiden privaten Stellplätze ist?

Um die warmen Quellen tummeln sich viele TouristInnen, die in den verschiedenen Becken baden gehen. Soo warm ist das Wasser nicht, wer aussteigt, kümmert sich schnell darum, in seine Kleider zu schlüpfen. Es ist aber wohl sehr gesund, in dem schwefelhaltigen -Wasser zu baden!

Unser Stellplatz ist auf einem kleinen Bauernhof zwischen Salat und Lauchzwiebeln, der Bauer zeigt uns den Weg.

In der „guten Stube“ gibt es Salat frisch aus dem Garten und Bohnensuppe.

 

Tag 14

Gestern haben wir sie nur von unter bestaunt, die Burg Kalaja e Gjirokastrës, die hoch über Gjirokastra wacht.

Die ersten Grundmauern stammen aus dem 3-4. Jahrhundert vor Christi, errichtet wurde sie vor allem durch die Byzantiner im 12. Jahrhundert.

Von hier oben hat man einen herrlichen Überblick über die Stadt und das Umland.

Bis hin zu den Schneebedeckten Gipfeln des 2482 mtr hohen Maja e Papingut.

 

Tag 13

Manchmal vergisst man bei der Reiseplanung ein winziges, aber entscheidendes Detail. In unserem Fall war es der Beiname von Gjirokastra: Die Stadt der tausend Treppen. Und wir? Wir dachten, es sei eine gute Idee, die Stadt mit dem Fahrrad zu erkunden.

Die Fahrt von unserem Stellplatz etwas außerhalb war zunächst wie aus dem Bilderbuch. Auf der Landstraße rollten wir entspannt dahin, genossen den Blick auf die Berge und den Fahrtwind. Doch an der Stadtgrenze zur Altstadt wendete sich das Blatt.

Was auf der Karte wie eine normale Straße aussah, entpuppte sich als ein Labyrinth aus steilen, extrem engen Gassen, gepflastert mit glattem Kopfstein. Nach nur wenigen Minuten brannten die Waden, die Reifen rutschten auf dem antiken Stein – und wir mussten einsehen: Gjirokastra gewinnt. Wir ließen die Räder stehen und setzten den Weg zu Fuß fort. Ein beschwerlicher Aufstieg, der uns ordentlich ins Schwitzen brachte!

Oben angekommen, wurden wir für die Mühen belohnt. Gjirokastra gehört völlig zurecht zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Zugegeben: Die Altstadt besteht heute fast ausschließlich aus Souvenirläden und Restaurants. Und doch versprüht dieser Ort einen ganz eigenen, fast schon magischen Charme. Wenn man zwischen den massiven Steinhäusern mit ihren silbrigen Steindächern steht und den Blick über das Tal schweifen lässt, spürt man die jahrhundertealte Geschichte bei jedem Schritt.

Es ist touristisch, ja – aber auf eine Weise, der man sich kaum entziehen kann. Vielleicht schmeckt der erste kühle Drink nach diesem Aufstieg aber auch einfach nur besonders gut.

 

Tag 12

Nach der Geschichte Butrints stand Natur pur auf unserem Programm. Unser Ziel: Syri i Kaltër, das berühmte „Blaue Auge“. Das Navi hatte Probleme, den Weg zu unserem geplanten Ziel zu finden, war die Hinfahrt entlang eines kristallklaren Flusses und durch eine wilde, beeindruckende Gebirgslandschaft beeindruckend.

Das Blue Eye ist eine tiefblaue, unterirdische Quelle, die wie eine riesige Pupille aus der Erde leuchtet. Die Zahlen hinter diesem Spektakel sind fast so beeindruckend wie der Anblick selbst:

• Unergründliche Tiefe: Taucher sind bisher bis in 50 Meter Tiefe vorgedrungen, doch das Ende der Quelle hat noch niemand erreicht.

• Enorme Kraft: Pro Sekunde schießen etwa 6 m³ Wasser (6.000 Liter!) an die Oberfläche. Der Strömungsdruck ist so gewaltig, dass es physikalisch unmöglich ist, bis zum Grund abzutauchen.

• Eisige Erfrischung: Das Wasser sprudelt mit einer konstanten Temperatur von 12,75 °C hervor – perfekt für eine Abkühlung, wenn man mutig genug ist!

Dieses Naturwunder ist ein Ort, an dem man die rohe Kraft der Natur nicht nur sieht, sondern förmlich spüren kann.

Nach der erfrischenden Kühle des Blue Eye führt uns die Reise weiter in das Landesinnere. Unser Ziel ist eine Stadt, die man schon von Weitem an den Berghängen thronen sieht: Gjirokastra 

 

Tag 11

Wir machen einen Ausflug in das nahe gelegenen Butrint, einer malerisch an der Küste gelegenen antiken Stadt. Sie wurde von griechischen und römischen Einflüssen geprägt, aber auch viele andere Völker fanden sich hier ein. Butrint zählt heute zu den beliebtesten Touristenzielen Albaniens und zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes. 1992 wurde sie von der UNESCO zum Weltkurlturerbe ernannt. 

Wer Albanien bereist, kommt an einem Ort nicht vorbei: Butrint. Diese malerische Ruinenstadt im Süden des Landes ist weit mehr als nur eine Ansammlung alter Steine – sie ist ein lebendiges Geschichtsbuch unter freiem Himmel.

Spektakulär auf einer Halbinsel zwischen dem Ionischen Meer und dem Butrintsee gelegen, zieht die Stadt uns sofort in ihren Bann. Hier verschmelzen die Epochen: Von den massiven Mauern der Griechen über die prachtvollen Bauten der Römer bis hin zu Spuren der Byzantiner und Venezianer. Es ist diese einzigartige Mischung der Kulturen.

Die UNESCO hat Butrint bereits 1992 zum Weltkulturerbe ernannte.

 

Tag 10

Es geht weiter nach Albanien. Die Grenzkontrollen sind unproblematisch und es dauert nur ein paar Minuten.

Ab jetzt heißt es: Digital Detox von der EU! Deutsche SIM aus, Balkan-eSIM an – denn in Albanien können Telefonate und mobiles Internet sonst schnell das Urlaubsbudget sprengen.

Das Abenteuer beginnt bereits auf der Straße. Hier herrscht eine ganz eigene Dynamik: Man fährt, wie es einem gerade gefällt. Unser Ziel, der Stellplatz in Ksamil, setzt fahrtechnisch noch eins obendrauf: Eine steile, sehr enge Schotterpiste führt uns bergauf, doch die Mühe lohnt sich. Zur Begrüßung gibt es Eiskaffee und Kekse – albanische Gastfreundschaft vom Feinsten!

Auch wenn der direkte Meerzugang fehlt, stört uns das wenig. Zum Baden ist es ohnehin noch zu frisch, also genießen wir einfach den fantastischen Ausblick.

 

Tag 09

Wir haben einen schönen Stellplatz gefunden. Unser Wohnmobil steht keine fünf Meter von der Wasserlinie entfernt, direkt am feinsandigen Strand. Es gibt kaum ein schöneres Geräusch als das sanfte Rauschen der Wellen direkt vor der Tür. Auch wenn sich die Sonne heute ein wenig hinter den Wolken versteckt, blitzt sie immer wieder hervor und gibt uns die Möglichkeit, in die Badesachen zu schlüpfen.

 

Tag 08

Nach einer erholsamen Nacht und einem gemütlichen Frühstück verbringen wir den Tag bei netten Gesprächen mit anderen Reisenden an Bord. Gegen 15:00 Uhr erreichen wir schließlich unser Ziel: Igoumenitsa.

Nach dem Anlegen sind es nur noch ein paar Kilometer, bis wir unseren Campingplatz erreichen. Leider spielt das Wetter momentan noch nicht ganz mit, aber wir bleiben optimistisch. Wir sind gespannt, was uns in und um Igoumenitsa erwartet, sobald sich die Sonne wieder zeigt.

 

Tag 07

Wir müssen früh starten, da der Check-in bereits bis 09:00 Uhr erfolgen soll. Zum Glück sind es vom Campingplatz bis zum Fährhafen nur wenige Kilometer. Vor Ort heißt es dann erst einmal Geduld haben, denn die Fähre legt erst um 12:30 Uhr ab.

Dafür haben wir eine schöne Bugkabine mit Fenster ergattert und können während der Überfahrt den direkten Blick auf das Meer genießen

 

Tag 06

Heute lassen wir einfach mal die Seele baumeln. Es ist faszinierend, den gewaltigen Schiffen zuzusehen, wie sie fast zum Greifen nah durch den Canale dei Petroli an uns vorbeigleiten.

 

Tag 05

Obwohl Freiburg zu unseren absoluten Lieblingsorten zählt, zieht es uns heute weiter. Kaum haben wir die Schweizer Grenze überquert, zeigen sich am Horizont bereits die ersten schneebedeckten Gipfel.

Ursprünglich wollten wir in der Schweiz noch einen Zwischenstopp einlegen, aber da wir uns noch fit und munter fühlen, fahren wir direkt bis Venedig durch. Jetzt sind wir in Fusina auf dem Festland – direkt gegenüber der Insel Venedig – und haben einen fantastischen Blick auf die historische Altstadt.

 

Tag 04

Sonnenschein pur in Freiburg! Endlich warm genug, um draußen zu sitzen. Der große Eisbecher darf dabei natürlich nicht fehlen.

 

Tag 03

Es geht weiter Richtung Süden nach Freiburg.

 

Tag 02

Wir verbringen einen schönen Tag in Darmstadt.

 

Tag 01

Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen starten wir heute in unser nächstes großes Abenteuer! In wenigen Tagen wollen wir Venedig erreichen, um von dort mit der Autofähre nach Griechenland überzusetzen. Danach geht es auf dem Landweg quer durch den Balkan zurück in Richtung Heimat. Wir sind wahnsinnig gespannt auf all die Eindrücke und Erlebnisse, die vor uns liegen.

Auf geht’s …

Todtnau – Hängebrücke Blackforestline ****

Januar 2026

Eigentlich sollte es ein Ausflug in den Schwarzwald werden um schöne Spaziergänge im Schnee zu machen, aber leider hat das Wetter nicht mitgespielt, es war schön sonnig und es gab nur noch Reste von Schnee. Alternativ haben wir einen Ausflug nach Todtnau gemacht um auf der großen Hängebrücke Blackforestline einen kleinen Adrenalinkick zu bekommen.

In Todtnauberg spannt sich eine 450 mir lange Hängebrücke über das Tal. An der höchsten Stelle sind es 120 mir Höhe bis zum Talgrund.

Einen kleinen Kick bekommt man wenn man merkt, das die Brücke bewusst so konstruiert ist, das sie unter der Bewegung der Besucher ein bisschen schwankt. Am Eingang nicht spürbar, aber je weiter man über die Brücke läuft merkt man die Schwingungen.

Wenn man die Mitte der Brücke erreicht hat sieht man unter sich den tosenden Todtnauer Wasserfall.

In der Ferne kann man die Wolken beobachten, die das Tal bedecken. Hier oben schein di Sonne, aber unten in Todtnau ist es bedeckt und trübe.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Besucherzentrum Todtnauberg
Außer Ort 38
79674 Todtnauberg

Darmstadt – Krippenspiel im Kuhstall ****

Dezember 2025

 

Weihnachten dort, wo alles begann: Das Krippenspiel im Kuhstall

Der Überlieferung nach liegt die Geburt Jesu nun über 2000 Jahre zurück – ein Ereignis, das in einem einfachen Stall zwischen Schafen, Eseln und Kühen stattfand. Was liegt also näher, als das traditionelle Krippenspiel genau dorthin zurückzuverlegen, wo die Geschichte ihre Wurzeln hat? Auf dem Hofgut Oberfeld bei Darmstadt kann man dieses Geschehen jedes Jahr hautnah und unverfälscht miterleben.

Ein Erlebnis für alle Sinne

Inmitten eines großen Laufstalls, umgeben von sichtlich entspannten Kühen, wird die Weihnachtsgeschichte lebendig. Besonders auf die Kinder übt diese Kulisse eine fast magische Faszination aus: Gebannt verfolgen sie die Aufführung, während der Duft von frischem Heu und die wohlige Wärme der Tiere den Raum erfüllen.

Neugierige Zuschauer auf vier Pfoten

Doch nicht nur die Menschen sind hingerissen – auch die tierischen Bewohner schauen sich das Spektakel mit großer Neugier an. Hin und wieder mischt sich ein zustimmendes Muhen unter die Lieder, und das eine oder andere Kalb hüpft vor lauter Aufregung durch das Stroh. Es ist diese ungezwungene Lebendigkeit, die das Krippenspiel auf dem Hofgut zu einem unvergesslichen Erlebnis für die ganze Familie macht.

 

Meine Wertung: ***** sehenswert
Hofgut Oberfeld Landwirtschaft AG
Erbacher Straße 125
64287 Darmstadt

 

Bedburg-Hau – Schloss Moyland – Weihnachtsmarkt ***

13.12.2025

Schloss Moyland kennt man vor allem wegen des Joseph-Beuys-Archivs. Unser Ziel war an diesem Adventswochenende jedoch ein ganz anderes: der Weihnachtsmarkt rund um das Schloss.

Bei schönem Wetter schlenderten wir entspannt an den zahlreichen Ständen entlang, die großzügig rund um das Schloss verteilt waren. Am Nachmittag war es noch angenehm ruhig – genau die richtige Stimmung, um in aller Ruhe zu stöbern. Erst später fuhren mehrere Busse mit Besuchern vor, und der Weihnachtsmarkt füllte sich spürbar.

Neben den klassischen Düften von Bratwurst und Glühwein entdeckten wir auch einige besondere Spezialitäten. Besonders schön: Der Markt bietet Künstlern und Hobbykünstlern eine Bühne für ihre Arbeiten. Zwischen den liebevoll dekorierten, bunten Ständen gab es viel zu sehen – von handgemachten Kunstwerken bis zu kleinen Unikaten, die zum Verweilen, Staunen und natürlich auch zum Kaufen einladen.

 

Meine Wertung: ***** nett, aber 10 Euro Eintritt finde ich teuer
Museum Schloss Moyland
47551 Bedburg-Hau

Dortmund – Depot – World Press Photo

10.11.2025

Es gibt eine neue, wieder sehr beeindruckende Ausstellung der besten Fotos von Pressefotografen World Press Photo.

Wieder in Dortmund im Kulturort Depot.

Verstörende Bilder aus den Kriesengebieten dieser Welt die sehr zum Nachdenken anregen.

 

23.06.2018

Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts die Dortmunder  Pferdebahnen elektrifiziert wurden, entstand hier 1915 eine Wagenhalle mit Zentralwerkstatt für die neuen elektrischen Straßenbahnen. Bis 1996 wurden hier Straßenbahnen gewartet und repariert.

Seit 2001 wird die Halle als Kulturort Depot genutzt und beherbergt unter anderem Ateliers und Designerstudios, sowie eine große Ausstellungs- und Veranstaltungshalle.

Der World Press Photo Award wird jährlich vergeben und zeichnet in unterschiedlichen Kategorien Pressefotografen für ihre Arbeiten aus. Die Siegerfotos werden im Depot ausgestellt.

Die Präsentation ist ein wenig lieblos, die Fotos jedoch sind absolut sehenswert und verbreiten eine sehr große Betroffenheit. Es sind Fotos von zerstörten Landschaften, leidenden Tieren, aus Krisengebieten, von Anschlägen und Katastrophen und dem Leid das den Menschen widerfährt.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Kulturort Depot
Immermannstr. 29
44147 Dortmund

Boston

Oktober 2025

Wir waren schon in vielen Staaten und Städten der USA, aber von der Ostküste haben wir bisher nur New York besucht, aber diesmal geht es nach Boston. Und soviel schon vorab: die ‚Grand Old Lady‘ hat viel zu bieten und ist eine Reise wert!

 

Frankfurt – New York – Boston

Vormittags geht es in Frankfurt los. Die Condor Maschinen erinnern an die Biene Maya!

Zwischenlandung in New York, wo es durch Zoll und Immigrations-Behörde geht. Allen negativen Erwartungen zum Trotz waren alle Beamten freundlich und wir sind reibungslos durchgekommen.

Landeanflug auf Boston, andere Flugzeuge in Sichtweise.

 

Cambridge

Hier wohnen wir in den nächsten Tagen, in Cambridge

nur wenige Meter vom Charles River entfernt.

 

Boston – Public Garden

Mitten in Boston liegen die beiden wunderschönen alten Parks, der Public Garden als ältester botanischer Garten der USA (angelegt im Jahr 1837) und der Common Garden, als ältester öffentlicher Park bereits 1634 angelegt. Wir bummeln entspannt durch beide Parks, hier sind viele Familien unterwegs und auf den Wiesen haben es sich junge Menschen gemütlich gemacht und genießen den warmen Herbsttag. Dort macht gerade jemand einen Heiratsantrag, hier ist ein Fotograf mit einem posenden Paar beschäftigt, Jogger trainieren für den nächsten Halbmarathon, zwei ältere Menschen sitzen schweigend Hand in Hand auf einer Bank, eine junge Frau liegt dösend in der warmen Sonne, spielende Kinder toben auf den Spielplätzen und Eichhörnchen sind allgegenwärtig.

 

Boston – Beacon Hill

Mit seinen alten Kopfsteinpflaster-Strassen, kleinen Läden, stylischen Cafés und Restaurants ist Beacon Hill eines der malerischsten Viertel Bostons. In den steilen Straßen findet man Backsteinhäuserzeilen im Federal Style und aus viktorianischer Zeit, die von alten Laternen beleuchtet sind.

 

Boston – Skyline

Am Ufer des Charles River sitzen und dem Sonnenuntergang zuschauen.

 

Cambridge – Lamplighter Brewery

Es gibt eine große Anzahl Brauereien in Boston und Umgebung, die ein sehr umfangreiches Angebot an Bieren haben. Es lohnt sich, eine Bierprobe zu machen.

 

Boston – Freedom Trail

Unterwegs auf dem Freedom Trail, entlang der roten Backsteinmarkierung vorbei an 16 historischen Stätten des Amerikanischen Freiheitskampfs. Auf den 4 km erfahren wir einiges über die Bostoner Stadtgesellschaft, die sich nicht nur die Unabhängigkeit vom englischen König, sondern auch viele Rechte für ihre Bürger erkämpft hat.


 

Boston – Sowa

Der Art & Design District ist ein Freiluftmarkt, der sich über mehrere Häuserblöcke im südlichen Teil der Stadt erstreckt. Hier findet man viele Restaurants, Studios von Künstlern, kleine Läden mit Einrichtungsgegenständen und Mode. Wir wollten gerne auch auf den großen Food-Market, aber der war leider wegen des schlechten Wetters geschlossen.
Halloween ist übrigens allgegenwärtig.
 

 

Boston – Public Library

Vom modernen Haupteingang der Bibliothek darf man sich nicht täuschen lassen, denn hinter der modernen Fassade verbirgt sich ein wunderschönes Gebäude von 1848 mit einem Innenhof wie ein Kreuzgang. Boston war in vielen Dingen Vorreiter: es war die erste öffentliche Bibliothek, die Bücher verlieh, die erste mit einer Zweigstelle und die erste mit einem Kinderzimmer.

Durch dieses Treppenhaus kommt man in den großen Lesesaal. Trotz der vielen BesucherInnen herrscht hier Stille, hier wird gearbeitet! Und obwohl es in einer Bibliothek doch um Bücher geht, sitzen hier alle vor ihren Tablets oder Notebooks.

 

Boston – WNDR Museum

Das WNDR (WoNDeR – Wunder) ist ein interaktives Kunstmuseum mit Installationen, die von den BesucherInnen beeinflusst werden können. Ein Spiel mit skurrilen Objekten, mit Tönen und Lichtern.

Fußböden, die bei jedem Schritt eine wildes Farbenspiel erzeugen

Töne und Licht dirigieren

Verwirrende Spiegelräume

Spiel mit Iris-Fotografie (das bin ich)

 

Ipswich

Ein Ausflug ans Meer. Wir fahren wenigen Minuten durch bunt gefärbte Wälder und schon sind wir am Badestrand.

Im Hintergrund ist die Skyline von Boston erkennen.

Das Wetter lädt allerdings nicht zum Baden ein …
 
… und das ist auch gut, denn hier gibt es Haie, gesehen haben wir jedoch keinen.

 

Salem

Die Hexenstadt Salem hat eine unrühmliche Vergangenheit. 1692 bis 1693 fanden hier 141 Hexenprozesse statt Es wurden zwar keine Frauen auf dem Scheiterhaufen verbrannt, jedoch wurden 19 vermeintliche Hexen gehängt und 55 unter der Folter zu Falschaussagen gezwungen.
Heute ist aus der ‚Witch-City‘ eine Touristenatraktion geworden und das ganze Jahr wird Haloween gefeiert.

Mancheiner irrt Kopflos herum oder hat sich vielleicht verflogen

Sie, schon ganz grün vor Ärger (ob das wohl ihr Chauffeur ist?) ist noch auf der Suche nach einem geeignetem Parkplatz für ihren Besen … ja, ja, das Problem, einen freien Parkplatz zu finden, gibt es auch hier

 

Ipswitch – Russell Orchards Farm Market

Indian Summer und Kürbisse und Haloween gehören irgendwie zusammen, wir machen einen Abstecher zu einer Farm. Hier gibt es Kürbisse und Äpfel zum Selberpflücken


und natürlich Indian Summer.

 

Ipswitch – Diner

Am Straßenrand entdecken wir einen Diner, Fisch und Meeresfrüchte stehen auf der Karte.

Wir probieren Shrimps und Tintenfisch und natürlich Hummer.

 

Cambridge – Harvard University

Der Theologe John Harvard hat 1636 die erste Universität der USA gegründet, sie gilt heute als eine der angesehensten der Welt. Mehr als 35.000 junge Menschen studieren hier Rechtswissenschaften, Betriebswirtschaft, Medizin, Informatik und einiges mehr. Die Studiengebühren betragen ca. 50.000 Dollar pro Jahr.

 

Boston – Mapparium

Das Mapparium ist ein dreistöckiger Globus, der von innen durch eine 9 Meter lange Brücke aus Glas besichtigt werden kann. Er steht in einer der Bibliotheken von Bosten und wurde 1935 gebaut. Er repräsentiert die politische Weltkarte zu dieser Zeit. Eigentlich sollte er an die Veränderungen der Welt angepasst werden, aber dann kam der 2. Weltkrieg mit so vielen Grenzänderungen, dass das Mapparium als ´priceless work` (also unbezahlbare Arbeit) angesehen und nicht mehr aktualisiert wurde.

 

Boston – Christian Science Church

Die ´Christian Science Society` wurde 1879 in Boston gegründet. Mitglied durfte werden, wer wissenschaftlich forschte und dabei auf biblische Werte vertraute. 1879 wurde dann diese Kirche gebaut.

 

Boston – Speakeasy Bar

Speakeasies stammen aus der Zeit der Prohibition, des Alkoholverbots. Hinter unscheinbaren Eingängen versteckten sich Bars, in denen Alkohol ausgeschänkt wurde. Wir sind tatsächlich drei mal daran vorbeigelaufen! Als wir endlich durch den Eingang traten, dachten wir, wir wären in einem Frisörgeschäft gelandet, 2 große Spiegel und Frisiersessel an der Wand. Wir wurden jedoch an der Rezeption empfangen und zu unserem Tisch geleitet…


 

Boston – Opera House

Wir hatten Glück und Karten für die Oper bekommen. Hier gastiert die New Yorker Broadway Company mit dem Musical „Hamilton“. Mit Hip-Hop, Jazz und R&B über das Leben des Alexander Hamilton (1755-1804), einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten.

 

Gloucester

Zuerst fahren wir heute mit dem Auto nach Gloucester ans Cape Ann. Dort erwartet uns ein Schiff, mit dem wir aufs Meer hinausfahren wollen um Wale zu sehen.
 
Über eine Stunde sind wir damit auf´s offene Meer hinausgefahren, bis plötzlich unter lautem ‚ahhh‘ und ‚ohhh‘ und ‚dahinten‘ die ersten Wasserfontänen und Schwanzflossen zu sehen waren.

Nicht nur wir auf dem Schiff freuten uns, die Wale zu sehen, anscheinend hatten die Wale auch Spaß an uns. Gerade taucht 10 Meter neben dem Schiff eine riesige Schwanzflosse aus dem Wasser und alle Passagiere laufen über das schwankende Schiff auf die eine Seite.

Schon taucht sie wieder ab, nur um kurz danach auf der anderen Seite mit einer 2 Meter großen Seitenflosse zu winken. Unter Freudenrufen laufen alle wieder auf die gegenüberliegende Seite.

Und so ging es abwechselnd weiter, mal rechts, mal links. Nach einer Stunde waren alle Speicher voll fotografiert und die Wale verloren ihr Interesse an uns. Da warf der Skipper die Motoren wieder an und wir fuhren zurück.

 

Bosten – Museum of Fine Arts

Regenwetter und ein Museumsbesuch gehören irgendwie zusammen. In dem wunderschönen Gebäude sind alle großen Maler dieser Welt vertreten, aber der Funke springt nicht über.


Die Kisten hat nicht der Hausmeister vergessen, sondern es ist ein Kunstwerk!

 

Cambridge – Nachtleben

Zu Fuß unterwegs in Cambridge finden wir diese gemütliche, urige Bar mit leckerem Bier und kleinen Snacks.

 

Boston – Tea Party Museum

Es ist weniger Museum als eine Show. Das alte Handelsschiff von 1773 liegt am Kai und ist Schauplatz des Widerstandes gegen die britischen Kolonialherren. Schauspieler begleiten das Spektakel und wer mag, kann auch eine Kiste Tee ins Hafenbecken werfen. Im Gebäude gibt es weitere multimedial aufbereitete Informationen zur Geschichte.

Noch liegt der Tee der East India Company wohlbehütet im Lagerraum des Schiffes,

aber im nächsten Moment fliegen 342 Kisten Tee ins Hafenbecken.

 

Boston – Brattle Book Shop

Der wohl skurrilste Buchladen den wir je gesehen haben. Wer gerne ein Schnäppchen macht, oder nach einer Rarität sucht, oder einfach nur gerne in alten Büchern stöbert, wird hier bestimmt glücklich.

 

Boston – Beacon Hill Books & Cafe

Das krasse Gegenstück befindet sich nur ein paar Straßen weiter im Herzen von Beacon Hill. Im Tiefparterre (Achtung, Kopf einziehen) befindet sich ein kleines Café/Restaurant mit sagenhaft gutem Kuchen.


Über eine schmale Stiege klettern wir in den Buchladen in der ersten Etage. Er besteht nur aus einem einzigen Raum und ist mit 5 Menschen schon voll!

 

Boston – Quincy Market

Der Quincy Market ist ein Komplex von 3 Markthallen, in denen sich über hundert Shops befinden. In der mittleren Markthalle, die 1824 von Joshia Quincy erbaut wurde, bieten über 50 Restaurants und Bars und Marktstände für jeden Geschmack etwas.

Hier probieren wir die Bostoner Spezialität ‚Clam Chowder‘, eine Muschelsuppe aus großen Venusmuscheln zubereitet und in einem Brotlaib serviert.

 

Boston – Samuel Adams

Ganz in der Nähe vom Quincy Market liegt Bostons bekannteste Brauerei.

 

Cambridge – Black Sheep

Angeblich gibt es hier die besten Bagels in Bosten und Umgebung.

Deviled Egg Salad Toast                       Avocado Toast
 

 

Boston – Frankfurt

Und schon wartet unser Biene-Maya-Flieger wieder auf uns, um uns nach Hause zu bringen.

 

 

 

Bochum – Shakespeare im Park ****

Auch in diesem Jahr packen wir den Picknickkorb, eine Decke, etwas zu knabbern und eine Flasche Rotwein ein; wir radeln in den Weitmarer Schlosspark zu „Shakespeare im Park“. Die Schauspielstudierenden im 3. Studienjahr der Folkwang Universität der Künste Essen führen in diesem Jahr Romeo und Julia auf, die tragische Liebesgeschichte zweier junger Liebender aus Verona.

Schon lange vor Beginn der Aufführung macht sich Picknickstimmung im Park breit. Viele BesucherInnen haben sich Decken mitgebracht und sitzen schwatzend auf dem Boden. Das ältere Publikum hat lieber die Klapp- oder Campingstühle mitgebracht, da sitzt es sich etwas bequemer. Nach und nach füllt sich die Wiese vor der improvisierten Bühne unter den großen alten Bäumen des Schlossparks. Hier und da ploppt ein Weinkorken oder es zischt eine Bierflasche, die geöffnet wird. Nüsse, Chips oder Lunchboxen mit Salat oder Nudeln werden ausgepackt. Die Stimmung ist sommerlich fröhlich und ausgelassen.

Die 10 jungen SchauspielerInnen spielen in diesem Jahr zum ersten mal auf der neuen, kleinen Bühne aus Stahlrohren, die sogar den obligatorischen Balkon hat.


Die bunte, internationale Truppe hat das Stück spannend inszeniert mit einer wilden Party zu Beginn..


Spannenden Tanzeinlagen,

dramatischen Kämpfen mit dem Degen

und natürlich herzzerreissende Liebesbekundungen
 

 

Meine Wertung: ***** tolle Veranstaltung, erlebenswert
Schlosspark Weitmar
Hattinger Strasse

44795 Bochum

Norwegen

so sah die Planung aus

 

Tag 1

Urlaub ist ja fast wie Weihnachten. Erst kommt es einem unheimlich lang vor, bis es soweit ist, und dann sind die letzten Tage vor Abfahrt da und man muss noch tausend Sachen vorher erledigen. Aber wir haben es geschafft und sitzen endlich im Wohnmobil, auf dem Weg in den Norden. Wie immer wenn es in diese Richtung geht, machen wir einen Zwischenstopp in Bremen.

 

Tag 2

Bremen ist immer wieder einen Besuch wert. Ein bisschen durchs Schnorr bummeln, irgendwo nett essen gehen und im Viertel noch etwas trinken und dem multikulturellen Leben zuschauen.

 

Tag 3

Unser heutiges Ziel ist der Fährhafen in Hirtshals im nördlichsten Zipfel von Dänemark. Nach der langen Tour von Bremen aus kommen wir am späten Nachmittag an und übernachten direkt am Meer, bevor es morgen Abend auf die Fähre nach Norwegen geht.

 

Tag 4

Das Meer ist liegt dunkel und aufgewühlt vor uns, über Nacht ist es stürmisch und regnerisch geworden.

Wir bummeln einmal durch das niedliche Örtchen Hirtshals und verbringen den Rest des Tages mit Tee, Keksen und Lesen.

Am späten Nachmittag reihen wir und dann in die Warteschlange vor der Fähre ein und bald geht es dann auch los.

 

Tag 5

Am frühen Morgen erreichen wir Stavanger und eine halbe Stunde später sind wir auch schon auf dem Campingplatz in der Nähe der Stadt. Wir nutzen das schöne Wetter und machen sofort einen kleinen Stadtbummel.

Im Hafen liegt das Ausflugsboot in den Lysefjord abfahrbereit an der Hafenmauer und ob des guten Wetters fahren wir spontan mit.

Vorbei an rauschenden Wasserfällen

bis hin zum Highlight der Tour, dem Preikestolen, der berühmten Plattform in 600 mtr Höhe über dem Fjord, auf der die Mutigsten die Beine über die Kante baumeln lassen.

 

Tag 6

Es ist schön, durch Stavanger zu bummeln und die vielen schneeweißen Häuser zu bewundern. Es sieht alles sehr gepflegt und -ja, sehr wohlhabend aus! Große Rasenflächen vor den Häusern der Außenbezirke, frisch gestrichene Fassaden, glänzende Dächer..

Der krasse Gegensatz dazu sind jedoch die „Colored Streets“ mit ihren vielen bunten Häusern.

Und natürlich mussten wir hier auch die berühmten Cinnamon Buns (Zimtschnecken) ausprobieren.

 

Tag 7

Leider hat unsere Windschutzscheibe einen dicken Steinschlag abbekommen. Also verbringen wir den Tag damit, eine Werkstadt zu finden und die Scheibe reparieren zu lassen. Zum Glück bekamen wir einen Termin und konnten auch darauf warten.

 

Tag 8

Heute verlassen wir Stavanger und fahren durch den Ryfylketunnelen, 300 mtr unter der Wasseroberflache und 20 km lang, unter dem Horgafjord her. Unser Ziel ist der Preikestolen, den wir schon von unten gesehen haben. Jetzt wollen wir ihn auch besteigen.

Es gilt, 500 Höhenmeter und 4 km Wanderweg zu bewältigen. Dafür benötigt man aber mindestens 2 Stunden hinauf und dann noch einmal 2 Stunden wieder zurück zum Preikestolen Base Camp.

Der Weg ist wirklich eine Herausforderung, aber da der Preikestolen das zweitbeliebteste Ausflugsziel in Norwegen ist, war es auch entsprechend voll.

Der Weg ist steil, häufig über dicke Felsbrocken, da heisst es eher klettern als wandern. An einigen Stellen wird er sehr schmal und daneben geht es steil bergab.

Die Mühen lohnen sich, man hat eine fantastische Aussicht auf den Lysefjord. An der Kante zu stehen und 604 mtr senkrecht in die Tiefe schauen zu können, macht schon einsehe prickelndes Gefühl!

 

Tag 9

Weiter Richtung Norden.

Unterwegs schauen wir uns Petroglyphen an, alte Wickingerzeichnungen, oder, genauer, Ritzungen im Fels, aus der Bronzezeit vor ca. 3500-4000 Jahren. Leider muss man sehr viel Fantasie mitbringen um die Ritzungen überhaupt zu erkennen.
So soll es einmal ausgesehen haben

und das kann man heute noch erkennen.

In Glasskjellaren haben wir eine Künsterlin besucht, die aus Bruchglas neue Kunstwerke erschafft.

Unsere erste Fjordfähre führt uns über den Hjelmelandsfjorden.

Der Weg ist das Ziel – so kommt es uns bei dieser wunderbaren Landschaft unterwegs vor.

Schließlich sind wir in Sand angekommen und haben einen Stellplatz direkt am Wasser mit Blick auf das Örtchen und den Fjord bekommen.

 

Tag 10

Heute sind wir in Sand geblieben, es ist hier sehr ruhig und idyllisch, außerdem regnet es den ganzen Vormittag.

Am Nachmittag machen wir eine Wanderung zur Brücke Høse Brua die über den Fluss Suldalslågen führt. Im Reiseführer wird sie als Kunstwerk mit Meditationsraum bezeichnet… na ja.

Ganz in der Nähe ist ein kleiner Wasserfall, hier gibt es eine Lachs-Beobachtungs-Station. Ab Mitte Juni kann man die Lachse durch eine Glasscheibe beobachten, wie sie den Wasserfall hinaufspringen, um zu ihren Laichgründen flussaufwärts zu gelangen. Da müssen wir in 14 Tagen wohl noch einmal hierher kommen!

 

Tag 11

Wir machen uns auf Richtung Røldal. Auf der S13 ist der Weg das Ziel,
der erste Stopp ist die alte Wassermühle Kvednahol.
Das Wasser rauscht zwar immer noch, aber die alte Wassermühle klappert schon lange nicht mehr.

Auch das alte Dorf Kolbeinstveit ist nur noch ein kleines Freilichtmuseum. Hier stehen eine Handvoll Häuser aus der Zeit um 1850.

Heutzutage kann man sich gar nicht vorstellen, dass unsere Vorfahren so ärmlich gelebt haben. Außer einer Feuerstelle und zwei Schlafstellen gab es nichts in den kargen Häuschen.

Der See Suldalsvatnet wird an einer Stelle von zwei Bergen eingeengt der Suldalsporten. (Zum Glück nicht geeignet für Kreuzfahrtschiffe)

Unser letzter Stopp auf der Strecke ist am Wasserfall Flesefossen. Unterwegs haben wir zwar immer wieder dünne Rinnsale von den Bergen herunter kommen sehen, aber dieser Wasserfall ist bisher der gewaltigste.

Für heute haben wir unser Tagesziel erreicht. Inzwischen regnet es aus dicken Wolken, wie eigentlich immer im Laufe der letzten Tage, aber wir hoffen morgen erneut auf Sonnenschein!

 

Tag 12

Gestern sind wir in Røldal angekommen, ja, bei Regen, das tut es heute früh immer noch. Die Temperatur ist über Nacht auf 5 Grad gefallen. Gut, dass wir eine leistungsfähige Heizung haben! Vom schlechten Wetter lassen wir uns aber nicht abhalten und machen uns auf den Weg, um in Røldal die Stabkirche aus dem Jahr 1250 anzusehen. Diese Kirchen heißen „Stabkirche“, weil sie auf senkrechten Holzbalken, den Stäben, aufgebaut sind. Die gesamte Kirche besteht ausschließlich aus Holz.

Wir fahren durch eine wilde Berglandschaft. Selbst jetzt im Juni sind die Kuppen der Berge noch mit Schnee bedeckt.

Man sollte schon Regenjacken dabei haben, wenn man den Låtefossen Wasserfall besichtigt. An gleich zwei Wasserfällen stürzt das Wasser tosende aus 165 mtr Höhe über mehrere Kaskaden in die Tiefe.

 

Tag 13

Heute besuchen wir den vielleicht bekanntesten Wasserfall Norwegens, den Vøringsfossen, an der Westseite der Hardangervidda. Es gibt einen spannenden, befestigten Rundweg um die Schlucht. An etlichen Stellen ragen Balkone über die Kante und lassen einen Blick von fast 200 mtr senkrecht in die Tiefe zu. Der Höhepunkt des Wanderwegs ist eine Stufenbrücke, die direkt über die Schlucht führt.


 

Tag 14

Mittags um 12:00 Uhr sind wir an der Fähre von Kinsarvik nach Utne, genau zur Mittagspause des Kapitäns! Die Zeit nutzen wir, um im gegenüber liegenden Supermarkt einzukaufen, denn es folgt das Pfingswochenende – das nutzen auch viele Norweger für einen Kurzurlaub. Um 15:00 Uhr geht´s dann los nach Utne.

Die Fähre ist recht klein, sie kann gerade mal fünf Autos transportieren.

Ein sehr ruhige und entspannte Überfahrt, denn die Fähre fährt elektrisch.

Utne ist ein hübsches kleines Dörfchen. Übernachten können wir hier aber nicht, der Campingplatz ist geschlossen und einen Stellplatz gibt es nicht.

Also fahren wir auf der wunderschönen Landstraße am Hardangerfjord entlang, bis wir nach ein paar Kilometern einen schönen Platzdirekt am Wasser und mit Aussicht auf den Fjord finden.

Hier bleiben wir und genießen den restlichen Tag mit frischem Fisch, genießen die Ruhe und das Plätschern der Wellen.

Es ist schon fast 23:00 Uhr, als uns noch ein fantastischer Sonnenuntergang beschert wird.

 

Tag 15

Nach eine ruhigen Nacht und gemütlichem Frühstück am Wasser steht die nächste Fährfahrt an, dieses Mal von Jondal nach Nordheimsund.

Der Steinsdalsfossen Wasserfall ist unser heutiges Ziel.

Nicht so gewaltig und mächtig wie der letzte Wasserfall, aber er hat eine Besonderheit, man kann nämlich hinter dem Wasserfall herlaufen.

 

Tag 16

Raus aus der Natur, hinein ins Stadtleben! Bergen, der zweitgrößte Stadt Norwegens, mit 300.000 EinwohnerInnen, ist sicher eine Großstadt. Trotz Hochhäusern und Straßenbahnen hat Bergen aber mit den umgebenden Bergen und dem Nordmeer typisch norwegisches Flair. Was Bergen besonders attraktiv macht, sind die alten Kontorhäuser am Hafen aus dem 17. und 18 Jahrhundert. Auch wenn Bergen keine Hansestadt war, war sie trotzdem ein wichtiges Handelzentrum für die Hanse.

Hinter den schmucken Fassaden verbirgt sich das alte Handelsviertel Bryggen mit Häusern, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen. Rauchen ist hier strengstens verboten, denn alles ist aus Holz.

Zur Stärkung gehen wir anschließen noch auf den Fischmarkt und bewundern und probieren die reichhaltige Auswahl an Fisch und Meeresfrüchten.

 

Tag 17

Genug vom Stadtleben, uns zieht es wieder in die Natur.

Während wir uns von Bergen entfernen und weiter in nordöstlich Richtung fahren, verändert sich die Landschaft und wird sanfter und lieblicher. Unser Ziel ist das 15.000 Seelen Örtchen Voss am Vangsvatnet-See.

 

Tag 18

Der Skjervsfossen ist schon außergewöhnlich, aber ein zusätzliches Highlight ist die öffentliche Toilette. Hier kann man gemütlich sitzen und durch die großen Fenster in Wand und Boden dem rauschenden Bach zuschauen, der kurz darauf donnernd ins Tal rauscht.

An der oberen Ebene des Skjersvossen haben wir geparkt

und sind dann über einen sehr steilen Abstieg zum unteren Ende herunter abgestiegen.

Uiih, ist das etwa eine Trollhöhle?

Wir kommen ganz nah an den Wasserfall heran, sehr beeindruckend, wie die Wassermassen aus 150 mtr Höhe herabstürzen. Das Wasser spritz und schäumt und stäubt – wir wurden ganz schön nass!

Anschließend sind wir mit den Rädern zum Voss-Freilichtmuseum hoch auf den Berg hinauf gefahren, ein großer Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert.

Das Haupthaus bestand aus der Stube und der Küche.

Von hier oben haben wir einen traumhaften Blick auf die schneebedeckten Berge und den See unter uns.

 

Tag 19

Unterwegs von Voss nach Stalheim. Und immer wieder atemberaubende Wasserfälle, hier der Tvindefossen.

In Stalheim machen wir eine Pause im Nobelhotel Stalheim (dessen Glanz bereits etwas verblasst ist), aber die Aussicht auf die Berge vor dem Sognefjord ist unglaublich!

Jetzt sind wir mitten im UNESCO Weltnaturerbe und eine wirklich atemberaubende Landschaft umgibt uns.

Ein paar Kilometer fahren wir noch, dann haben wir unser Tagesziel Gudvangen erreicht.

 

Tag 20

Nur ein paar Minuten sind es mit dem Fahrrad, dann erreichen wir das Wickinger-Dorf in Gudvangen.

 

Tag 21

Mit der Flåmsbana fahren wir über eine der schönsten Bahnstrecken der Welt.

Durch eine wildromantische Landschaft geht die Fahrt zum nur 20 km entfernten Myrdal. Aber dorthin sind 800 Höhenmeter zu überwinden und es geht durch 40 Tunnel. Wir sehen tiefe Schluchten und endlos viele Wasserfälle, tiefe Schluchten,

ab und zu kleine Dörfchen

und nähern uns der Schneegrenze.

 

Tag 22

Wir fahren hoch in die Berge, um die Aussicht auf den Fjord aus luftiger Höhe zu genießen. Die Straße ist als besonders eng angekündigt. Nicht einmal Motorräder kommen auf der einspurigen Straße an uns vorbei.

Die Stagastein Aussichtsplattform liegt auf 650 Meter Höhe. Über einen 30 mtr langen Steg kommt man an die Glasscheibe, die vom Abgrund trennt!

Die Aussicht ist spektakulär.

Weiter geht es über die Passstraße Aurlandsfjellet Nasjonale Turistweg. Meterhoher Schnee rechts und links der Strasse, und das bei ca. 20 Grad C.

Der Weg zurück ins Tal ist von immer wieder von Aussichten auf tiefe Schluchten, Wasserfällen – hier der Vardahaugselvi, und steilen Wiesen, auf denen Schafe grasen, geprägt.

 

Tag 23

Bei unserer Fahrt entlang des Fjærlandsfjorden halten wir immer wieder wegen der fantastischen Aussicht an.
 

Wir entscheiden uns spontan, in Fjærland zu bleiben und das Gletscher-Museum zu besuchen.

Hier wird anschaulich mit spannenden Installationen und Filmen über die Entstehung, das Wachsen und Abschmelzen der Gletscher berichtet. Insbesondere das riesige Gletschergebiet des Jostedalbreen, das hier vor der Haustür liegt, findet im Museum Betrachtung.

 

Tag 24

Entlang des Innvikfjorden

geht es in den Jostedalsbreen Nasjonalpark, der mit 500 qkm der größte Gletscher auf dem Europäischen Festland ist.

Unser Ziel ist der Briksdalsbre, ein leicht zugänglicher Gletscher, an dem man früher bis an die Gletscherzunge herankam.
Der Weg dorthin ist von von vielen Wasserfällen gesäumt.

Leider werden wir kein Gletschereis für den Whiskey im Wohnmobil mitnehmen können, den in den letzten Jahren ist der Gletscher aufgrund der Klimaveränderung immer weiter zurückgewichen.

 

Tag 25

Heute bleiben wir in Briksdalsbre und genießen einfach nur die Aussicht und das Nichtstun.

 

Tag 26

Noch ein verregneter Tag, der bietet sich zum Weiterfahren an.Im Städtchen Stryn bummeln wir durch den Ort und genießen beim Weiterfahren die Landschaft.

 

Tag 27

Überraschung: auf dem Weg nach Geiranger entpuppt sich die Fähre als eine eineinhalbstündige Schifffahrt durch den Geirangerfjord. Wie schön!

In Geiranger angekommen, haben wir gleich den Blick auf ein großes Kreuzfahrtschiff. Darauf ist das Örtchen eingestellt, sehr trubelig, auf die 250 Einwohner kommen bis zu 4000 Besucher je Schiff, in Summe 300.000 Kreuzfahrer pro Jahr. Wir sind direkt durchgefahren! Über eine einspurige Straße geht es in etlichen Haarnadelkurven hinauf zur Aussichtsplattform Ørnevegen. Von hier oben haben wir den Blick auf den Fjord sehr genossen!
 

 

Tag 28

Über den atemberaubenden Djupvatnet-Pass geht es weiter.

Die meist einspurige Straße windet sich in Serpentinen hinauf auf über 1000 mtr (hoffentlich kommt uns kein Reisebus entgegen).

Hier liegt auf dieser Höhe überall noch Schnee. Wer wohnt in dieser unwirtlichen Gegend?

In 1016 mtr Höhe erreichen wir die Passhöhe mit dem Djupvat-See.

Im See schwimmen immer noch Eisschollen.

Von nun an geht es bergab, die raue Landschaft weicht und die Berge werden sanfter und lieblicher, das wilde Norwegen ist vorbei.

 

Tag 29

Hinunter von den kalten, schneebedeckten Bergen sind wir in Lillehammer angekommen – und es ist warm und sonnig! Von den hier  1994 ausgetragenen olympischen Winterspiele ist oberhalb des Ortes noch die Sprungschanze und die Piste zu sehen, aber jetzt ist Sommer. In der kleinen Stadt geht es recht trubelig zu, die Menschen genießen den warmen Sonnentag, flanieren durch die Stadt oder sitzen in einem der vielen Straßencafes oder Restaurants. Mancherorts ist Livemusik zu hören, es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Ganz das Gegenteil von dem, was wir in den letzten kalten und regnerischen Tagen aus den Orten an den Fjorden und in den Bergen erlebt haben.

 

Tag 30

Bei unserem nächsten Ziel, Oslo, überlegen wir schon während der Fahrt, ob wir überhaupt Lust auf Großstadt haben. Wir fahren ins Zentrum, drehen ein paar Runden und stellen fest, dass es uns einfach lieber in die Natur zieht.

Tschüss, Norwegen, tschüss, rote, gelbe und grüne Holzhäuser, tschüss, Fjorde, tschüss, gemähte Wiesen allüberall, tschüss, Lupinenfelder, tschüss, wilde, ungezähmte Landschaft wie von Slartibartfaß mit der Faust geschaffen, tschüss, atemberaubende Wasserfälle.

Nach einigen Kilometern erreichen wir die Grenze nach Schweden und schon wenig später sind wir im Kosterhavet Nationalpark. Es ist der erste schwedische Meeres-Nationalpark und verfügt über ein Kaltwasser-Korallenriff. Das können wir vom Ufer aus zwar nicht sehen, aber die friedliche Stille, nur von Vogelgeschrei unterbrochen, wirkt!

 

Tag 31

Aus einem Regentag wird ein Waschtag – der Wäschekorb quillt über.

Nachmittags wird das Wetter wieder trocken und wir fahren mit den Rädern nach Strömstadt und machen eine kleinen Bummel durch das 15000 Einwohner zählende Örtchen.

Den Rest des Tages genießen wir ruhig und entspannt in Bjälveröd am Kosterfjord.

 

Tag 32

Da ist sie, die Sonne und leuchtet von einem blauem Himmel! Da bleiben wir doch bis zum späten Mittag und genießen den Sonnenschein.

Dann geht es weiter Richtung Kopenhagen. Kurz hinter Helsingborg bleiben wir in Råå Vallet.

 

Tag 33

Weiter geht es in Richtung Heimat. Mit der Fähre setzten wir von Helsingborg in Schweden nach Helsingør in Dänemark über. Nach kurzer Zeit sind wir auch schon in Kopenhagen.

Ein Muss ist natürlich die kleine Meerjungfrau am Langelinje-Kai, die von Touristen heiß umlagert ist, jeder will ein Foto mit ihr machen. Die Skulptur besteht aus Bronze und Granitstein und ist inspiriert von Hans Christian Andersens Märchen über die Meerjungfrau, die alles opfert, um mit dem jungen, schönen Prinzen an Land vereint zu sein.

Danach fahren wir noch in den historischen Hafen Nyhavn. Viele historische Segelschiffe liegen hier vor der malerischen Kulisse der bunten Häuser.

 

Tag 34

Über die Storebæltsbroen, die Große Belt Brücke über den Belt, eine Meerenge in Dänemark, geht es heute weiter. Die Brücke ist insgesamt 18 km lang und bis zu 254 mtr hoch.

Durch Zufall werden wir auf das Trapholt Museum of Modern Art and Design in Kolding aufmerksam, eine gute Gelekenheit für eine kleine Pause. Aber die Überraschung ist groß, es ist ein super fantastisches Museum.


Am beeindruckendsten fanden wir die Tücher, die in einem Windhauch tanzten wie zwei Tänzer:innen
 
Video

 

Tag 35

Nachdem wir den Stau vor, in und um Hamburg geschafft haben sind wir wieder gut zuhause angekommen.

Bad Neuenahr – Unterwegs auf dem Rotweinwanderweg

Mai 2025

 

Vor Jahren habe ich einen kullinarischen Krimi gelesen, der auf dem Rotweinwanderweg spielte (Carsten Sebastian Henn – Vinum Mysterium). Nicht anspruchsvolles aber ganz amüsant und irgendwie hat er mir Appetit gemacht, auch einmal auf dem Rotweinwanderweg zu wandern. Optimal wäre der Herbst und die Zeit der Weinlese, aber auch der Mai ist sehr gut geeignet.

Wir wollten keine Streckenwanderung machen, sondern haben uns einen Standort ausgesucht und von dort aus Wanderungen unternommen. Bad Neuenahr erschien uns sehr geeignet und so buchten wir hier ein Hotel, direkt an der Ahr, aber Citynah um Abends noch ein wenig ausgehen zu können.

 

Tag 1

Am ersten Tag nahmen wir den Zug von Bad Neuenahr nach Walporzheim. Von dort ging es erste einmal auf einem schmalen, steilen Pfad direkt durch die Weinberge hoch zum Rotweinwanderweg.

Der mühsame Aufstieg wurde durch einen schönen Ausblick belohnt. Jetzt im Mai sehen die Weinberg teilweise noch sehr kahl aus.

Mal geht der Weg über Hochebenen mit schlanken hohen Weinreben,

mal entlang der Steil- und Steilstlagen mit kleinen knorrigen Reben und einem schönen Blick in Tal.

Am frühen Nachmittag erreiche wir unser Tagesziel das Weingut Kloster Marienthal.

Hier ist es nicht nur schön, sondern es gibt auch sehr leckeren Flammkuchen und natürlich Rotwein vom eigenen Weinberg.

Leider mussten wir uns irgendwann auf den Heimweg machen.

 

Tag 2

Der zweite Tag führte uns nach Dernau und von dort wieder auf den Rotweinwanderweg.

Leider sind, nach der schlimmen Hochwasserkatastrophe 2021,  immer noch sehr viele Häuser zu sehen die renoviert oder gar abgerissen werden müssen. Es ist erschreckend die Markierungen an manchen Häusern zu sehen, wie hoch das Wasser der Ahr stand – kaum vorstellbar.

Auch der Bahnverkehr ist hoch lange nicht wieder hergestellt. Wir konnten nur ein kurzes Stück mit der Bahn fahren und musste dann auf den Schienenersatzverkehr, also Busse, umsteigen. Aber nach einigem Fragen und Suchen kamen wir dann doch in Dernau an und konnte wieder auf dem Rotweinwanderweg weiterlaufen.

Da der Weg zu dieser Jahreszeit nur am Wochenende bewirtschaftet wird, haben wir uns auf ein Picknick vorbereitet und uns eine Flasche Wein und Baguette und Käse besorgt. Am frühen Nachmittag machen wir dann eine Pause.

Und da es sehr warm war, durfte es auch ein schön kalter Weißwein sein, denn hier wird nicht nur Rotwein sondern auch Weißwein angebaut.

Gestärkt geht es weiter mit einem Blick ins Tal und auf die Weinberge.

Auf dem Weg liegt hoch oben auf einem Berggipfel die Burgruine Are, die im Jahre 1121 erstmals urkundlich erwähnt wird.

Der Aufstieg lohnt sich, wir haben einen schönen Ausblick ins Ahrtal. Allgegenwärtig sind jedoch auch die großen Baustellen auf denen immer noch die Schäden des Hochwassers behoben werden. Hier links im Bild wird die Trasse der Eisenbahn neu gebaut.

Den Abend verbringen wir am Ufer der Ahr mit Blick auf das Steigenberger Hotel und natürlich einem Glas Rotwein.

 

Tag 3

Heute geht es zum Kloster Kalvarienberg. Das Ursulinen-Koster wurde 1630 gebaut, jedoch 2017 geschlossen und beherbergt heute ein Internat und lässt sich daher nur von außen besichtigen.

In der Nähe befindet sich der Regierungsbunker. Das geheimste und teuerste Bauwerk der Bundesrepublik Deutschland (Baukosten 3 Milliarden DM, ein VW Käfer kostete damals 3400 DM, hochgerechnet auf heutige Verhältnisse sind das ca. 10 Milliarden Euro). Er wurde 1962 gebaut, 1989 außer Betrieb genommen und erhielt 2008 die Auszeichnung „Europäisches Kulturerbe. Hier verbirgt sich unter den Weinbergen des Ahrtals ein riesiger Atomschutzbunker aus der Zeit des kalten Kriegs (1945-1991). Hier sollte im Ernstfall die Handlungsfähigkeit der Bundesregierung gesichert werden. Die Anlage erstreckt sich über 17,3 km in einem Tunnelsystem. Von Tonnenschweren Eingangstoren geschützt hätten hier 3000 Regierungsmitarbeiter überleben und arbeiten können. Sie wären einen ganzen Monat von der Außenwelt abgeschlossen überlebensfähig, mit eigener Luft, Wasser und Lebensmittelversorgung.
Ab 1966 probte die Nato alle zwei Jahre den Ernstfall.

Mittlerweile ist hier ein Museum eingerichtet worden. Es lassen sich zwar nur 200 mtr der riesigen Bunkeranlage besichtigen, aber die sind schon sehr beeindrucken und beklemmend.

Der ursprüngliche Bunker war gut im Wald versteckt. Wer aufmerksam durch die Weinberge und Wälder wandert, kann ab und zu noch Lüftungsschächte erkennen.

Meterdicke Mauerwerke sollten den Bunker vor atomarer Strahlung schützen.

Ein Rolltor aus Stahl und Beton schließt den Bunker in Sekunden hermetisch ab.

Die Schlafräume waren sehr spartanisch eingerichtet und für jeweils 4 Menschen ausgelegt. Das sind keine Familienzimmer, sondern für 4 Regierungsmitarbeiter.

Lediglich der Bundeskanzler hatte das Privileg einen Einzelzimmers (für seine Frau war kein Platz vorgesehen).

Die Büros hatten natürlich, wie alle anderen Räume im Bunker auch, keine Fenster.

Die Kommunikationszentrale (wer alt genug ist erkennt hier noch die analoge Technik wie zum Beispiel Fernschreiber mit Lochstreifen).

Die Komandozentrale, von hier wird die gesamte Bunkeranlage überwacht und gesteuert.

Zum Glück musste er nie benutzt werden. Ob die jetzige Regierung aktuell über eine vergleichbare Bunkeranlage verfügt ist natürlich streng geheim.

 

Meine Wertung: ***** Ein entschleunigter schöner Wanderurlaub
Bad Neuenahr im Ahrtal

 

Essen – Ruhrmuseum

Januar 2025

 

Ein Besuch der Zeche Zollverein in Essen lohnt sich immer. Sehr empfehlenswert ist übrigens eine Führung durch die Anlage, bei der man sehr viel Interessantes und Spannendes erfährt.

Zur Zeit steht hier noch eine Nachbildung des Brandenburger Tors, das im Rahmen der KI (Künstliche Intelligenz) Biennale 2024 durch den Künstler Super*me aus 37 Frachtcontainern aufgebaut wurde.

Immer wieder beeindruckend ist die Fahrt mit der Rolltreppe

Dort oben ist der Eingang in das Ruhrmuseum, das innerhalb der Zeche untergebracht ist. Hier findest man Ausstellungen zu Natur, Kultur und Geschichte des Ruhrgebiets.

Diesmal war unser Ziel eine Sonderausstellung über die Fotografin Marga Kingler. Sie war 40 Jahre Pressefotografin für die WAZ. In einer Sonderausstellung wird ein Teil ihrer Arbeiten zwischen 1951 und 1991 präsentiert. Sie hat berühmte Politiker bei Staatsbesuchen fotografiert, Künstler bei Ihren Auftritten in der Grugahalle, Polizeieinsätze bei Demonstrationen, Modells bei Modeschauen und ganz viel „Normales“ aus Essen und dem Ruhrgebiet.

 

Meine Wertung: ***** kleine Ausstellung aber sehr sehenswert
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

 

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