Author Archives: vaneerd

NL Elkersee

Juli 2018

Jetzt geht es endlich los, die erste kleine Tour mit dem neuen Wohnmobil.

Die Grundeinrichtung, Töpfe, Teller, Gläser, Bettwäsche und noch Vieles mehr ist bereits verstaut, die letzten Vorbereitungen sind schnell erledigt. Ein bisschen Wäsche, ein paar T-Shirts und vielleicht etwas Warmes für abends sind flott aus dem einen Schrank (in der Wohnung) in den anderen Schrank (im Wohnmobil) geräumt. Ein paar Lebensmittel noch und innerhalb einer Stunde bin ich abfahrbereit. Genau so habe ich es mir vorgestellt.

An das Fahren mit dem großen Auto habe ich mich schnell gewöhnt, ich sitze sehr komfortabel in meinem Cockpit-Sitz und schaue von oben auf den Verkehr herab. Kurze Zeit später bin ich auf der Autobahn Richtung Holland. Südholland, die Scheldemündung, Scharendijke, Elkersee ist mein Ziel. Freunde haben mir einen kleinen und sehr schönen Campingplatz bei einem „Kartoffelbauern hinterm Haus“ empfohlen.

In der Nähe des alten Hühnerstall gibt es einen ruhigen Stellplatz.
Ab ins süße Nichtstun …
 
Zeit für lange Strandspaziergänge, für faul im Sand liegen, für Matjes und Kippeling und Frikandel Spezial; und Abends vorm Wohnmobil sitzen und während die Sonne untergeht und der Abend kühler wird, den Tag ausklingen lassen.

Wohnmobil

Januar 2018

Ich habe Einiges von der Welt gesehen und jetzt, als Rentner, möchte ich nicht die Füße hochlegen und bestenfalls ab und zu den Rasen mähen.
Ich brauche ein neues Abenteuer! Also tue ich, was zur Zeit sehr viele tun, gerade Menschen in meiner Lebenssituation.

Ich habe mir ein Wohnmobil bestellt.

Angefangen hat es mit der Idee, einen alten VW-Bus selber auszubauen, da ich genügend Zeit habe und handwerklich nicht ganz unbegabt bin. Werbefotos versprachen die große Freiheit an einsamen Orten, die untergehende Sonne vom Strand aus beobachten mit einem Glas Rotwein vor dem Campmobil, so meine Vorstellung von künftigen Ausflügen. Tagelang habe ich nach gebrauchten und neuen Bussen und nach entsprechenden Ausbausätzen geschaut. Das war sehr ernüchternd, denn der Preis für alte wie neue VW-Busse ist schwindelerregend hoch und liegt weit über meinem Budget.

Dann entdeckte ich den Campster von Pössl. Vergleichbar groß, allerdings nicht so ‚cool‘ wie ein alter VW-Bus, aber dafür komplett ausgestattet und fix und fertig und fahrbereit. Womit ich nicht gerechnet habe: Viele Menschen haben gerade die gleiche Vorstellung von Urlaub im Campmobil, die Lieferzeit beträgt 12 Monate und mehr, gebrauchte Camper kosten unwesentlich weniger als neue, haben aber höchsten einen E5-Dieselmotor.

Es ist schon seltsam, wenn man plant, sich ein rotes Auto zu kaufen, sieht man plötzlich überall ganz viele rote Autos. So ging es mir auch mit der Idee ein Wohnmobil zu haben. Es gab auf einmal viele Gespräche und Diskussionen mit Freunden, Bekannten und Nachbarn, und tausend Anregungen, Ideen und kontroversen Diskussionen.

Daraufhin erschien mir der Campster doch ein wenig zu klein. Das Aufstelldach zum Schlafen könnte bei länger anhaltendem Regen schnell ungemütlich klamm werden. Dann ist entweder gemütliches Sitzen möglich, oder es steht Umbauen zum Schlafen an. Eine Waschgelegenheit und Toilette wäre auch nicht übel für künftige Abenteuer in der Wildnis, fernab der Zivilisation.

Da bietet sich ein Kastenwagen regelrecht an. In dem kann ich stehen, es ist eine komplette kleine Wohnung mit Schlaf- und Wohnzimmer, Küche und Bad, alles vorhanden, was man braucht, nur eben auf 8 bis 10 qm. Tage-, ja wochenlang habe ich Prospekte gewälzt und Ausstellungen und Händler besucht. Welches Basisfahrzeug, wieviel PS, welche Farbe, welche Polster, 5,40 oder 6,30 mtr lang, Pössl oder Hymer oder Weinsberg oder oder oder….

Juni 2018

Die Entscheidung fällt auf den 5,40 mtr langen Citroen Jumper Kastenwagen von Clever Van. Groß genug für alles was ich brauche und doch klein genug um damit bequem in der Stadt oder einem kleinen Dörfchen zu rangieren. Weiß und glänzend steht er nun vor meinen Haus, das Wohnmobil ist endlich da. Wenn ich die Schiebetür öffne, riecht es noch sehr nach neuem Auto. Ich habe nach langer Suche einen Händler gefunden, der tatsächlich bereits nach 5 Monaten liefern konnte. In der Zwischenzeit hat sich in meinem Zimmer ein kleines Warenlager gebildet: Töpfe, Teller, Gläser, Oberbetten und Kissen, Gartenstühle und ein Tisch, Chemie für Toilette und Wasser, Wasserschlauch, Kabeltrommel, ein mobiler WLAN-Router und etliches mehr.  Nach und nach räume ich Alles ein, bin mir aber sicher, es fehlt noch Einiges. Ganz egal, jetzt geht es los …

 

Dortmund – Depot – World Press Photo ****

23.06.2018

Nachdem Anfang des 20. Jahrhunderts die Dortmunder  Pferdebahnen elektrifiziert wurden, entstand hier 1915 eine Wagenhalle mit Zentralwerkstatt für die neuen elektrischen Straßenbahnen. Bis 1996 wurden hier Straßenbahnen gewartet und repariert.

Seit 2001 wird die Halle als Kulturort Depot genutzt und beherbergt unter anderem Ateliers und Designerstudios, sowie eine große Ausstellungs- und Veranstaltungshalle.

Der World Press Photo Award wird jährlich vergeben und zeichnet in unterschiedlichen Kategorien Pressefotografen für ihre Arbeiten aus. Die Siegerfotos werden im Depot ausgestellt.

Die Präsentation ist ein wenig lieblos, die Fotos jedoch sind absolut sehenswert und verbreiten eine sehr große Betroffenheit. Es sind Fotos von zerstörten Landschaften, leidenden Tieren, aus Krisengebieten, von Anschlägen und Katastrophen und dem Leid das den Menschen widerfährt.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Kulturort Depot
Immermannstr. 29
44147 Dortmund

Toskana Rundreise

Mai 2018

Florenz

Ich bin mit dem Auto nach Florenz gefahren und habe das Auto in der Nähe des Flughafens auf einem bewachten Parkplatz abgestellt, dann die Satteltaschen auf das Fahrrad geschnallt und mich durch das italienische Verkehrsgewirr zu meiner ersten Unterkunft in Florenz gewuselt. Da ich ein bisschen von Land und Leuten sehen wollte, habe ich mit von den großen Hotels ferngehalten und mich an „Agriturismo“-Unterkünften orientiert. Das sind Bauernhöfe oder Weingüter in einer tollen Lage, familiär geführt und häufig mit Produkten aus dem eigenen Betrieb. Man kommt schnell ins Gespräch mit den Inhabern und anderen, oftmals internationalen Gästen.

Sehr gemütlich und mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten an der Ponte Vecchio, der Brücke der Schmuckhändler

Was von weitem sehr malerisch aussieht, erweist ich aus der Nähe, es war nicht anders zu erwarten, als sehr touristisch und sehr voll.

Es muss nicht ausdrücklich erwähnt werden, Florenz ist eine wunderschöne Stadt, voller beeindruckender Paläste und Kathedralen und Museen aber leider auch mit stundenlangen Warteschlangen davor.

Pistoia

Über Prato geht es sehr entspannt weiter nach Pistoia.


 

Montecantini Terme

Durch verschlafene Dörfer, durch blühende Wiesen und über sanfte Hügel geht es weiter zu dem kleinen eleganten Termalbad Montecantini Terme.

Promenade

Kurhaus

Montecantini Alto

Während Montecantini Terme im Tal liegt, erstreckt sich Montecantini Alto über den nahegelegenen Hügel. Mit einer kleinen Standseilbahn kommt man bequem hinauf.

 
 
 

Lucca

Über teilweise recht abenteuerliche Radwege geht es weiter, immer wieder laden kleine Bars und Restaurants zu einer kleinen Pause ein.

Porta San Gervasio

 

Piazza Antifeatro

Pisa

Er ist wirklich schief und besonders lustig sind die vielen Menschen, die versuchen in irgendeiner Weise mit ihm zu Posen.

Calambrone

Nach so vielen Kirchen und Palästen habe ich mir ein paar Tage Ruhe am Meer verdient.

Friedhof

Marina di Pisa

Einsame Strände (es mag am Wetter gelegen haben) aber sehr schön für lange Spaziergänge.

oder auch zum Sonnenbaden

Die Fischer fahren nicht hinaus sondern werfen ihre Netze von kleinen Inseln aus in die Strömung.

Empoli

Auf dem Rückweg nach Florenz noch einmal Toskana von ihrer schönsten Seite.


Und dazu auch noch eine tolle Unterkunft mit einem vorzüglichem Restaurant.
 

Fast 400 wunderschöne Kilometer, tolle Landschaften, wunderschöne Restaurants, ein paar Kirchen und Paläste, Meer und keinen einzigen Regentag. Was will man mehr?

NL Kamperland ***

März 2018

Wer denkt, dass es im März an der Nordsee kalt ist und stürmisch und regnerisch und insgesamt ziemlich ungemütlich, hat absolut recht. Doch hält mich das davon ab, um diese Zeit hier Urlaub zu machen? Natürlich nicht!

Ich habe mich darauf eingelassen, trotz des ungemütlichen Wetters hatte ich einen sehr entspannten Urlaub. Das lag an der gemütlichen Ferienwohnung direkt am Meer, an den Wanderungen am Strand entlang und durch die Dünen – warm eingepackt mit Schal, Handschuhen und dicker Regenjacke, an Fahrradtouren, als die Sonne sich an einem Tag am wolkenlosen Himmel zeigte und nicht zuletzt an dem leckeren Fisch, den es überall zu essen gab.

 

Meine Wertung: ***** schön (wenn man die richtige Kleidung hat)
Kamperland
Südholland

Essen – Phänomania **

20.02.2018

… und plötzlich stand ich inmitten eines Gewusels von lärmenden und umeinander laufender Grundschüler. Da hätten vor ein paar Jahren auch meine Kinder dabei sein können. Amüsiert schaute ich mich um und sah eine  verwaiste kleine Theke; im Hintergrund standen zwei Mitarbeiter in roten T-Shirts mit einem Phänomania-Aufdruck und schauten unbeeindruckt auf die Kinderschar. So ein Durcheinander schien für sie ganz normal zu sein. Ich schob mich, in der Hoffnung nicht umgerannt zu werden, zur Theke und freute mich über die freundliche Begrüßung. Ich bekam mein Ticket, ging in den ersten Ausstellungsraum und schaute mich neugierig um. Ganz eindeutig war das einmal eine Zeche, denn vor mir stand eine riesige Turbine, um die herum einige  Ausstellungsstücke angeordnet waren. Ohne dass ich es bemerkt hatte, stand plötzlich ein Mitarbeiter der Pänomania in seinem roten T-Shirt neben mir und sprach mich an. Er wies mich auf ein besonderes  Ausstellungsstück, zwei gebogene Plastikteile hin. Ehe ich mich versah, waren wir in einer angeregten und amüsanten Diskussion über Wahrnehmung und Illusion, über Realität und Unwirklichkeit. Und während wir uns noch unterhielten, wurde es um mich herum merklich ruhiger, die Kinder hatten genug gesehen und waren mit ihren Lehrern wieder auf dem Heimweg. Jetzt konnte ich mich in Ruhe umsehen. Es gab viele Experimente, die man anfassen und ausprobieren konnte, optische, akustische, sensorische und mechanische. Die Zielgruppe der Ausstellung sind eindeutig Kinder, aber es machte Spaß, sich auf die vielen Spielereien einzulassen.

Dann wandte ich mich dem Hauptzweck meines Besuchs zu, ich wollte den kleinen Förderturm der ehemaligen Schachtanlage Zollverein 3/7/10 erklimmen.

Der Aufstieg über die luftige Stahltreppe

wird von einem schönen Ausblick über das Ruhrgebiet belohnt (leider etwas diesig).

Blick auf Gelsenkirchen mit dem Hamburg-Mannheimer-Hochhaus und dem Maritim-Hotel.

In die andere Richtung Essen mit der Zeche Zollverein und dem Sanaa-Kubus.

Meine Wertung: ***** nett
Phänomania Erfahrungsfeld
Am Handwerkerpark 8 – 10
45309 Essen

Thüringen

Once a year go someplace you’ve never been before.
– Dalai Lama –

 

Oktober 2017

„Ich war in Stadtlengsfeld“

„Stadtlengsfeld, ähm, ja, mhhh, noch nie gehört“

„früheres Zonenrandgebiet, aber von der anderen Seite“

„ach soooo, neee, ja, muss man da gewesen sein?“

So oder so ähnlich beginnen Gespräche, wenn ich erzähle, dass es ein paar gute Gründe gab, die mich über einige Wochen an den Wochenende immer mal wieder nach Stadtlengsfeld geführt haben. Stadtlengsfeld liegt übrigens in Thüringen, irgendwo zwischen Fulda (ca. 50 km) und Eisenach (ca. 40 km). Im Jahre 1125 wurde hier schon die Burg Lengsfeld errichtet und seit 1260 darf Lengsfeld sich Stadt nennen. Heute hat Stadtlengsfeld ca. 2500 Einwohner, einen Bäcker, zwei kleine Supermärkte, eine Pizzeria, einen Gasthof mit 4 Zimmern, ein Radio-Fernseh-Haushaltswaren-Schnickschnack-Geschäft und ganz viel Natur.

Direkt durch das kleine Städtchen führt der gut ausgebaute Rhönradweg und lädt zu ausgiebigen Radtouren ein. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings, man muss sich ein wenig Proviant mitnehmen, denn es gibt fast keine Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecke.
 

Es war eine große Freude im Herbst hier zu sein, denn die vielen Laubbäume lassen die Landschaft bunt erstrahlen.

Ein schöner Ausflug zum Schönsee.
 

Eines der wenigen, fußläufig zu erreichenden Ausflugsziele bei dem es auch etwas zu Essen gibt, ist der Hundskopf. Ein sehr einsamer und abwechslungsreicher Weg führt zu Wildschweingulasch und Thüringer Knödeln.
 

Der Fahrradausflug nach Bad Salzungen war schön, endete auf dem Rückweg jedoch im knietiefen Matsch (okay, okay es lag an mir, meinem Fahrradnavi und der Abkürzung)

Vor ca. 2500 Jahren gab es in Sünna eine keltische Siedlung zum Schutz der Handelsstraße und der Grenze. Von der ehemaligen Ansiedlung ist außer einem Gedenkkreuz nichts mehr übrig geblieben, alles was es hier an Mauern und Gebäuden gab ist abgetragen worden und an anderer Stelle als Baumaterial benutzt worden. Der Weg lohnt trotzdem, denn die Aussicht ist beeindruckend.
 

Ein Highlight meiner Ausflüge war ein Besuch im Nationalpark Hainich. Endlose herbstlich gefärbte Buchen-Urwälder die forstwirtschaftlich nicht bearbeitet werden. Da kann schon mal ein Baumstamm über dem Wanderweg liegen.
 
Wer keine Höhenangst hat kann den Aussichtsturm erklimmen

und von dort aus über den Baumwipfelpfad in 24 mtr Höhe durch die Baumkronen laufen und die Aussicht bis zum Horizont genießen.

An der Wartburg oberhalb von Eisenach mit dem berühmten Luther-Zimmer mit dem sagenumwobenen Tintenfleck an der Wand führt natürlich kein Weg vorbei, besonders nicht im 500. Luther-Jahr.

In der Nähe von Eisenach, unterhalb der Wartburg, liegt die Drachenschlucht, eine sehr sehenswert Klamm. Der Rundwege beginnt ganz harmlos durch einen lichten Wald, aber kurz darauf wird der Weg immer enger und schmaler,

bis er schließlich an seiner engsten Stelle gerade mal noch 68 cm misst.

Meine Wertung: ***** sehenswert, besonders im Herbst
Stadtlengsfeld
Sünna
Bad Salzungen

Eisenach mit Wartburg und Drachenschlucht

Feldberg im Schwarzwald ***

26.10.2017

Der Feldberg in der Nähe von Freiburg und ist mit 1493 mtr der höchste Berg im Schwarzwald. Wenn man keine Gelegenheit hat, in die Alpen zu fahren, kann man sie von hier aus (bei guter Sicht) zum Greifen nah sehen. Das letzte Mal war ich vor 40 Jahren hier, damals lebte ich in Freiburg. Der Feldberg war ein beliebtes Ausflugsziel, im Sommer gerne zum Wandern und im Winter gerne zum Skifahren.

Seid dem hat sich einiges geändert: Auf dem Gipfel wurden mehrere Hotels und ein großes Parkhaus gebaut, so hat man sich auf den wachsenden Tourismus eingestellt.
 

Auch nicht sportliche Touristen können die Besteigung ganz bequem angehen: die Seilbahn fährt sommers wie winters bis zum Turm auf 1448 mtr hinauf und die Turmbesteigung wird durch einen Fahrstuhl (immerhin sind es 11 Etagen) vereinfacht.

Knapp unterhalb des Gipfels liegt der Feldsee. 

Wer zum eigentlichen Feldberggipfel auf 1493 mtr Höhe möchte, muss jedoch noch ein paar Schritte laufen. Der Weg lohnt sich, dort gibt es noch urige Einkehrmöglichkeiten!

Die Belohnung für die Turmbesteigung ist eine uneingeschränkten Fernsicht in alle Himmelsrichtungen. In nordöstliche Richtung kann man den nahegelegenen Titisee und südöstlich den Schluchsee sehen.
 

In nordwestlicher Richtung reicht der Blick bis zum Schauinsland.

Aber das Schönste, und deswegen bin ich eigentlich hier, ist der Blick auf das Alpenpanorama von der Zugspitze bis zum Matterhorn.

Meine Wertung: ***** bei gutem Wetter und klarer Sicht ein schöner Ausflug
79868 Feldberg im Schwarzwald

Colmar ***

25.10.2017

Bisher bin ich auf dem Weg in den Süden über die A5 Richtung Freiburg immer achtlos an der Ausfahrt nach Colmar vorbei gefahren, aber dieses Mal bin ich Richtung Elsass abgebogen. Und ein Stadtbummel durch das historische Viertel, ein Blick in die alte Markthalle, ein Kaffee in einem der hübschen Cafés des „Klein-Venedig“ lohnen auf jeden Fall. Ich habe ein bisschen mehr Zeit mitgebracht und deshalb auch das Museum Unterlinden besucht. Eine Beschreibung findest du weiter unten. Museumsbesucher können auch in einigen weiteren Museen Zeit verbringen, z.B. im Frédéric-Auguste Bartholdi-Museum, es handelt sich um den Künstler, der die Freiheitsstatur geschaffen hat (1886 der Stadt New York von Frankreich geschenkt).

Der Weg durch das historische Viertel führt vorbei an wunderschönen Fachwerkhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, alle sehr liebevoll restauriert.
 
 

Auf fast jedem freien Platz findet man kleine Cafés, „Winstuben“ oder Restaurants.
 

Kleiner und beschaulicher ist es in „Klein-Venedig“, wo sich zwischen den Fachwerkhäusern Kanäle winden.
 

Auch die Markthalle von 1865 ist einen Besuch wert, zum Schauen und Riechen, zum Einkaufen und Probieren der vielen Köstlichkeiten, die es hier gibt.
 
 

Für meinen Besuch in Colmar habe ich den ganzen Tag vorgesehen, so führt mich mein Weg in das berühmte Museum Unterlinden, eine architektonisch sehr gelungene Symbiose aus einem Kloster mit Kapelle, dem Klosterbauernhof und dem ehemaligen Stadtbad. Das Museum zeigt ein sehr breites Spektrum, von archäologischen Sammlungen über Kunstwerke aus dem 11. bis ins 20. Jahrhundert bis hin zum berühmten Isenheimer Altar aus dem Jahre 1512 (ein Polyptichon, bei dem hier die einzelnen Seiten hintereinander aufgestellt sind). Allein die Architektur des Museums ist sehenswert.
 
 
 

Meine Wertung: ***** ein schöner Ausflug
Frankreich
Colmar

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