Hattingen – Henrichshütte – Lumagica **

Dezember 2021

 

Im Hattingen Industriemuseum, der Henrichshütte, war ich schon einige Male. Aber jetzt wird sie magisch illuminiert, das möchte ich mir gerne ansehen.

Unter dem Motto „Das Land des Feuers in neuem Licht“ verspricht der Veranstalter, aus dem ehemaligen Stahlwerk mit seinem Hochofen, einen magischen Lichterpark zu machen.

Der Eintritt in Höhe von 15 Euro plus 2 Euro Vorverkaufsgebühr scheint mir schon sehr ambitioniert, aber in dieser dunklen Jahreszeit ist eine Lichtinstallation sicher ansehenswert.

Die chinesische Pagode am Eingang, bei der in einer Endlosschleife ununterbrochen die gleiche chinesische Musik abgespielt wird, ist allerdings weniger ˋmagisch´ als kitschig. Vorbei an einigen kleineren und größeren Objekten aus Lichterketten erreiche ich ein Feld mit bunt strahlenden Kugeln, die im Takt der Musik aufleuchten. Das hat mir am Besten gefallen.

Der Fahrstuhl auf den Hochofen war defekt, so dass man nur über schmale Treppen den Hochofen besteigen kann. Die Aussicht lohnt sich, aber der Aufstieg über schmale Metallstiegen ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache, besonders im Dunkeln.

In Summe fand ich den Besuch eher enttäuschend.

Da ich mir nicht sicher bin ob ich die die Lichtobjekte hier darstellen darf, beschränke ich mich auf ein Bilder vom Hochofen.

 

Hattingen

Meine Wertung: ***** kann man, muss man aber nicht
Werksstraße 31-33
45527 Hattingen

Müngstener Brücke *****

Oktober 2021

 

Wir wollten das schöne Wetter und den goldenen Oktober nutzen und noch ein bisschen Entspannung und Abenteuer finden. Unser Ziel war gar nicht so weit entfernt, die Müngstener Brücke in der Nähe von Solingen. Und da drängt sich schon die Frage auf, was ist an der Müngstener Brücke so besonders. Zum einen ist sie die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands und zum anderen kann man sie seit ein paar Wochen besteigen. Das hört sich spannend an.

Wir sind mit dem Wohnmobil gefahren und haben einen schönen Stellplatz in Solingen – Glüder gefunden. Sehr schön an der Wupper gelegen, leider waren die Stellplätze direkt am Fluß, ob des Hochwassers von ein paar Wochen, noch nicht nutzbar.

So haben wir es uns gewünscht, ein schöner Stellplatz, Sonnenschein und Morgennebel über der Wupper.

 

Schloss Burg

Einen schönen Tag muss man einfach mit einer schönen Radtour krönen. Wir fahren einfach los, soweit es geht, direkt an der Wupper entlang. Es gestaltet sich teilweise ein wenig schwierig, da einige Uferweg noch unter den Folgen des Hochwassers leiden und nicht befahrbar sind. Wir fahren ohne bestimmtes Ziel los, der Weg führt durch den herbstlichen Wald und plötzlich sind wir in Unterburg. Ein kleines verschlafenes Örtchen mit einer Besonderheit, eine alte kleine Seilbahn führt über die Wupper hinauf nach Schloss Burg.

Schloss Burg ist ein sehr beliebtes Ausflugsziel, man kann die Burg besichtigen, Kunsthandwerk und für die Kinder Holzschwerter kaufen. Es gibt ein paar Restaurants, die die berühmte Westfälische Kaffeetafel“ anbieten, eine Kombination aus Pumpernickel und butterweichem Stuten mit Schinken und Käse und Marmelade, aber auch Kuchen Torte und jede Menge Kaffee gehören dazu. Das war mit entschieden zu viel und so begnügte ich mich mit einer Waffeln mit Kirschen, Sahne und Milchreis.

 

Müngstener Brücke

Mit 107 mtr ist sie die höchste Eisenbahnbrücke Deutschlands, überspannt mit einer Länge von 465 das Tal der Wupper und verbindet die beiden Städte Solingen und Remscheid. Die Müngstener Brücke wurde 1897 fertiggestellt und ist ähnlich wie der Pariser Eifelturm eine reine Stahlkonstruktion. Über 5.000 Tonnen Stahl wurden verbaut und zusammengehalten wird sie durch über 950.000 Nieten. Die letzte Niete die eingeschlagen wurde war angeblich eine goldene. Bis heute hat sie niemand gefunden.

Eigentlich wollten die deutschen Ingenieure ja nur beweisen, das sie es besser können als die Franzosen, die 1889 den Eifelturm mit 324 mtr Höhe gebaut haben. Einfach nur höher war ihnen jedoch zu einfach, deshalb entstand die Idee zu dieser beeindruckenden Brücke.

Seit einigen Wochen gibt es den Brückensteig über den man die Brücke besteigen kann, angeseilt, über Leitern und Treppen und immer gut gesichert.

Nach dem Check In und einigen Sicherheitshinweisen gingen wir zum „Einkleiden“, jeder bekam einen professionellen Klettergurt mit Klettersteigausrüstung und einem besonderen Sicherheitskarabiner.

So ausgerüstet und einem Sturzhelm auf dem Kopf ging es noch 10 Minuten durch den Wald, begleitet von neugierigen Blicken der entgegenkommenden Wanderer.

Am Fuß des Brückenbogens mussten wir noch über eine paar Leitern klettern und dann hatten wir den Startpunkt erreicht. Mit dem Spezialkarabiner klinkten wir uns in das Sicherheitsseil ein, und dann ging’s los!

Über extrem steile Stiegen und Treppen ging es Stufe für Stufe den Brückenbogen hinauf. Bei dem tollen Wetter und der herbstlichen Färbung der Wälder, war die Aussicht über das weite Tal sehr spektakulär. Ab und zu brauste eine S-Bahn über die Brücke, man hörte es laut rumpeln und spürte eine leichte Vibration.

Am obersten Punkt des Brückenbogens in über 100 mtr Höhe war es beim Blick nach Unten schon ein beruhigendes Gefühl angeseilt zu sein.

Hier kam der spektakulärste Punkt der Tour, denn zum Abstieg musste man auf die andere Seite der Brücke wechseln. Es gab eine kleinen Übergang und man musste über ein nach unten durchsichtiges Gitterrost „entspannt“ auf die andere Seite gehen. Für die ganz mutigen gab es einen 15 cm breiten Stahlträger über den man die Seite wechseln konnte. Solange man nach vorne schaut, sieht es gar nicht so schlimm aus, aber wenn man den Blick nach unten wendet, ist es schon atemberaubend.

Und dann ging es leider auch schon wieder Bergab oder treffender Brückab.

Ein tolles spannendes Erlebnis und nach dem Ablegen der Kletterausrüstung gab es im Restaurant nebenan eine wohlverdiente Stärkung.

 

Meine Wertung: ***** top … wenn man keine Höhenangst hat
Müngstener Brückenweg 71
42659 Solingen
Parkplätze sind aus allen Richtungen ausgeschildert
Ein Fußweg von gut 8 Minuten führt von den Parkplätzen bis zum Haus Müngsten.

Harz – Zipline *****

September 2021

Früher hatte ich, das muss ich zugeben, das Vorurteil, dass der Harz langweilig, staubig und spießig sei und eher eine Urlaubsregion für Rentner. Dieses Vorurteil habe ich inzwischen abgelegt, Vielleicht liegt es ja daran, dass ich zwischenzeitlich auch Rentner geworden bin, wahrscheinlich aber eher daran, dass ich viele Wanderungen, romantische Ort, nette Gasthöfe und freundliche Menschen gefunden habe.

Dieses mal werde ich meine guten Erfahrung noch durch ein spannendes Abenteuer erweitern.

 

Zipline

Eine Zipline findet man auf vielen Kinderspielplätzen, zwischen zwei Pfosten, der eine etwas höher als der andere, wird ein Seil gespannt, auf dem Seil läuft eine Rolle, daran kann man sich festhalten und rutscht so, durch den Höhenunterschied bedingt, von einem Ende des Seils zum anderen und wird dort mehr oder weniger abrupt gebremst.

In der verrückten Variante nimmt man ein 1 km langes Stahlseil und spannt es von einem Hügel über einen Stausee hinunter ins Tal. Dann professionalisiert man das ganze noch ein wenig und fertig ist der Adrenalinstoß für große Kinder. Verrückt aber megatoll!!!

Auf der einen Seite der Megazipline, am Westufer der Rappbodetalsperre, direkt neben der Staumauer hat man auf einem Hügel einen Turm erreichtet, das ist der Startpunkt.

Von dort aus hat man über die Rappbodetalsperre Talsperre ein Stahlseil gespannt, das nach mehr als einem Kilometer am gegenüberliegenden Ufer befestigt ist.

Zwischen Start und Ziel gibt es einen Höhenunterschied von 120 Meter. Die Geschwindigkeit die man auf dieser Strecke erreicht, beträgt bis zu 85 km/h. Das ist lang und viel und hoch und schnell.

Während man den Startturm erklettert

erhält man neben Informationen und Verhaltenshinweisen, auch die notwendige Ausrüstung, einen speziellen Sicherheitsgut mit jeder Menge Bändern und Karabiner mit denen man später in das Seil eingeklinkt wird. Dazu gibt es einen Helm, auf dem entweder eine eigene oder eine vor Ort gemietete GoPro installiert werden kann (es passt ausschließlich eine GoPro, ich hatte leide keine Chance meine Insta360 zu nutzen).

Wie man im Hintergrund sehen kann, genießt man die Fahrt liegend.

Und dann geht es auch schon los, man wird ins Seil eingehängt, legt sich in den Gurt, bekommt noch ein paar aufmunternde lockere Sprüche und einen Schubs und schon hängt man 20 mtr über dem Boden und wird von Sekunde zu Sekunde schneller.

Den Rückweg, muss man dann zu Fuß antreten, es dauert ungefähr 20 Minuten, aber es ist ein schöner Waldweg und führt zuletzt über die Staumauer zurück zum Startpunkt. Auf dem Weg gibt es auch eine Gelegenheit zur Einkehr.

 

Meine Wertung: ***** top 
Harzdrenalin Outdoorevents
Rappbodetalsperre (An der L96)
38889 Stadt Oberharz am Brocken (OT Rübeland)

Bremen – Metalhenge ****

August 2021

Was den Engländern ihr Stonehenge ist den Bemern ihr Metalhenge.

In der Nähe des Stadtwaldsees, mit dem Rad auf dem Weg ins Blockland, sieht und riecht man einige große Müllhalden. Eine der Müllhalden wurde mit Erde bedeckt und begrünt. Nun wächst dort eine sehr schöne, duftende Wildwiese. Ein gepflegter Weg führt auf die 40 Meter hohe Halde. Wer sich die Mühe des Aufstiegs macht, wird durch Metalhenge und eine tollen Rundumblick über Bremen und das Blockland belohnt.

 

In die eine Richtung sieht man Bremen

in die andere das Blockland

Meine Wertung: ***** nicht so mystisch wie Stonehenge aber erlebenswert
Bremen
Fahrwiesendamm
kurz vor der Auffahrt zur Autobahn links

Bremen – Weserburg Museum

August 2021

Wenn der Sommer mal nicht so ist, wie man es von ihm erwartet, es gewittert und stürmt und regnet, ist ein Museumsbesuch eine willkommene Abwechslung!

Das Weserburg Museum für moderne Kunst zeigt in wechselnden Einzel- und thematischen Gruppenausstellungen internationale Kunst ab den 1960er Jahren bis in die Gegenwart.

Als Kunstbanause kann ich Kunst nicht bewerten, sondern nur für mich persönlich toll, beeindruckend, langweilig, unverständlich oder auch blöde finden. All das hat mir das Weserburg Museum geboten.

 

Akustische Kunst im Raum der Stille

Ist das Kunst oder Selbsterkenntnis?

Die Bremer Stadtmusikanten mal aus einer anderen Sicht (Exkremente von Esel, Hund, Katze und Hahn).

Für mich als Kind des Ruhrgebiets endlich die Wahrheit, wie von Herbert Grönemeyer in seiner Hymne auf das Ruhrgebiet und speziell auf Bochum besungen: „Dein Grubengold hat uns wieder hochgeholt …“. Goldene Briketts

Kunst mit aktuellem Bezug, aber ich fürchte wir sollten uns nicht darauf verlassen, sondern es lieber selbst in die Hand nehmen.

 

Meine Wertung: Kunst muss jeder für sich selbst bewerten

Weserburg Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
28199 Bremen

Gardasee ***

Juni 2021

Immer noch Corona, immer noch Maske und Vorsichtsmaßnahmen, und das ist auch gut so.

Aber die Inzidenz-Werte sind inzwischen so niedrig, das wir es wagen, wieder in Urlaub zu fahren. Nicht so weit und auch nicht so lange, aber 10 Tage am Gardasee erlauben wir uns, zumal wir mit dem Wohnmobil fahren und damit relativ autark sind. Wir haben uns für das steilere Westufer entschieden. Ein paar Kilometer südlich von Limone haben wir einen kleinen, ruhigen Campingplatz gefunden. Er liegt direkt am Strand, einen der beliebten Stellplätze in der ersten Reihe haben wir nicht mehr ergattern können, aber auf dem erhöhten, terrassierten Platz haben wir einen wunderschönen Blick über den See, das gegenüberliegende Ufer und die hohen Berge dahinter. Wir stehen im Schatten von uralten Olivenbäumen, unter denen wir es trotz der Sommerhitze gut aushalten können, denn es weht fast immer ein frischer Wind vom See herauf. Überall sind blühende Büsche, Jasmin und Oleander, und der sanfte Wind bringt einen verführerischen Duft nach Sommer mit sich.

Dolce far niente (süßes Nichtstun)

Mit dem Fahrrad machen wir heute einen kleinen Ausflug nach Limone, mal schauen, wie viele Menschen dort unterwegs sind. Da das Radwegenetz am Gardasee ständig ausgebaut wird, kommen wir nach kurzer Zeit schon in Limone an, ohne über die vielbefahrene Gardesana zwischen ungeduldigen PKW und wagemutigen Kleinlastwagen fahren zu müssen. Das ist wirklich schön, der Radweg schlängelt sich vorbei an Hotels und alten Häusern direkt zum Hafen. Die vielen Restaurants und Eisdielen sind nur mäßig gefüllt, es gibt überall genügend Abstand und die Kellner tragen alle Masken. Viele Touristen ebenfalls, einige aber auch nicht, aber von denen halten wir uns fern. Auf den Plätzen und am Hafen fühlen wir uns wohl, lediglich in den engen kleinen Gassen der Altstadt ist es voller.

 

Heute geht es in die Berge

Zuerst ein paar Kilometer mit dem Rad

Dann einen schönen Weg am Fluß entlang

… und da der spektakuläre Wasserfall

tosend und wild schäumend stürzten sich die Wassermassen aus 10 Metern Höhe in die Tiefe … vielleicht ist ja gerade Trockenzeit, jedenfalls eher ein gemütliches Plätschern.

Zuguterletzt gab es in der Nähe aber noch ein nettes kleines Restaurant mit einem tollen Blick über den See.

 

Auf der westlichen Seite des Gardasees verläuft ein besonders enger, kurvenreicher Abschnitt der berühmten „Gardesana“ mit vielen roh behauenen und unbeleuchteten Tunneln und endlosen Kurven. Die Fahrt ist abenteuerlich, aber vor der nächsten Kurve oder nach einem Tunnel kann man einen schnellen Blick auf den in der Sonne flirrenden See und die gegenüberliegenden Berge erhaschen.

Deshalb waren wir besonders auf den neuen, wie ein Balkon an den Fels gebauten Radweg gespannt, der den Weg von Limone nach Riva zu einem entspannten Vergnügen machen soll. Auf nach Riva, knapp 13 km sind es von Limone aus, bummeln gehen, etwas Leckeres im Hafen essen und dann wieder zurück.

In Limone mussten wir den Einstieg in den Radweg erste einmal finden, Markierungen fehlen noch und auch das Fahrradnavi tat sich schwer. Erst über die Hauptstraße, dann durch die engen Gassen der Altstadt, ein wenig bergab und viel bergauf. Aber endlich fanden wir den neuen Radweg. Und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt, wie in einer Klamm schlängelt sich der Weg dicht gedrängt an den Fels hoch über dem See entlang und bietet traumhaft schöne Aussichten.

So fuhren wir und freuten uns über die schöne Strecke, doch plötzlich, nach vielleicht einem drittel der Strecke, Gitter, Absperrungen, Gedrängel von Radfahrern, verunsicherte Gesichter, verärgerte Stimmen. Der Weg war einfach zu Ende und der Zugang zur Straße durch ein Gitter versperrt, schlichtweg eine Sackgasse.

Man half sich gegenseitig und gemeinsam wurden die Räder über die Absperrung auf die Straße gehoben. Und dann ging es auf der alten Gardesana weiter nach Riva, hupende Autos in dunklen Tunneln, Todesangst jedesmal, wenn man von einem Laster überholt wurde und den Gegenverkehr kommen sah.

Wir sind heil in Riva angekommen und haben dann unser geplantes Programm fortgesetzt, bummeln, essen, gucken und sich freuen.

Für den Rückweg haben wir uns dann doch lieber für das Schiff entschieden und waren nach einer knappen Stunde wieder wohlbehalten in Limone.

 

Wer lesen kann ist im Vorteil …

Heute stehet eine längere Fahrradtour auf unserem Programm. Wir wollen mit der Fähre über den See nach Malcesine, dann auf der Ostseite, weil dort ein schöner Radweg direkt am Seeufer entlang führt, bis nach Bardolino, dort nett etwas Essen und dann mit der Fähre zurück.

Hier ist unser ersten Ziel, mit der Fähre fahren wir nach Malcesine

 

Von Malcesine nach Bardolino führt ein schöner Radweg direkt am Ufer entlang. Es gibt nur ein paar wenige Stellen, an denen man auf die Straße ausweichen muss. Teilweise im Schatten blühender Sträucher und Bäume, dann wieder in der prallen Sonne. Viele Restaurants und Bars laden unterwegs ein, mal eine Pause zu machen. Etwas über 30 km und jetzt in der Vorsaison auch noch angenehm leer.

 

Aber es war auch sehr heiß und als wir dann kurz vor Bardolino ein hübsches Restaurant fanden, kehrten wir auch sofort ein und gönnten uns frischen Fisch aus dem Gardasee. Sehr lecker.

Als wir dann gegen 17:00 an der Fähre ankamen, wartete jedoch zwei Überraschungen auf uns. Zum einen hatte es angefangen zu regnen, das war nicht so schlimm, es war ja warm, aber um diese Zeit fuhr keine Fähre mehr! Auf dem Fahrplan war zwei kleine Anmerkungen. Zum einen nur in der Hauptsaison und die hatten wir nicht, zum anderen nur am Wochenende und das hatten wir auch nicht. Dumm gelaufen! Und nun? Mein erster Gedanke war, überhaupt kein Problem, ich habe meine Kreditkarte in der Tasche, wir suchen uns ein Hotel und nehmen die Fähre morgen.

Meine Frau hatte die alternative Idee, wir nehmen den Bus nach Riva und radeln von dort nach Limone. Schade, aber die Busse dürfen keine Räder mitnehmen. Aber wir hatten Glück, eine nette Busfahrerin hatte Mitleid und nahm uns samt Rädern mit nach Riva.

Der Regen war zwischenzeitlich zu einem heftigen Sturm geworden und so sehr wie ich mich über den Bus freute, so sehr graute es mir vor den 10 km von Riva nach Limone. Aber das Glück war uns hold, als wir nach eineinhalb Stunden endlich in Riva ankamen, hatte sich die Regenwolken verzogen und die Sonne schickte ein paar letzte Strahlen über die Bergkuppen. Wir traten kräftig in die Pedale und waren froh, nach 40 Minuten wieder an unserem Wohnmobil zu sein.

Schillig *

Mai 2021

Urlaub in Corona-Zeiten – wegen der hohen Ansteckungsgefahr waren alle Pläne für dieses Jahr gestrichen. Aber nun gehen die Ansteckungswerte zurück und deshalb wollen wir wenigstens an die deutsche Nordsee fahren. Meer und Sonne, am Strand liegen und Radfahren, Fischbrötchen und Krabben, all das stand auf unserer „to do Liste“. Die Idee hatten natürlich Viele, nachdem das Beherbergungsverbot ausgehoben und die Außengastronomie wieder geöffnet hat. Aber in Schillig in Ostfriesland hatten wir Glück und bekamen noch einen Stellplatz für unser Wohnmobil.

Steinmännchen – Wegmarkierung, damit man sich am Strand nicht verläuft, oder um böse Geister abzuhalten?

Früh morgens, vor dem Frühstück, war das Meer noch da. Aber nach dem Frühstück – weg war es! Dafür Watt und Schlamm und Schlick. Brandung, Wellen, Spaziergang durch das Wasser gab es leider nicht!

Hinter dem Deich, der sich die ganze Küste entlang zieht, sind saftige Wiesen und natürlich auch die dazugehörigen Deichschafe. Hier kann man wirklich schöne Radtouren in die benachbarten Örtchen machen.

Abends verabschiedete sich der Tag mit atemberaubend schönen Sonnenuntergängen.

 

Meine Wertung: ***** mit fehlte das rauhe Klima der holländischen Nordsee und auf´s Watt zu schauen hat mich fast depressiv gemacht.

Bremen – Bürgerpark *****

07.05.2021

Nach langer Zeit waren wir mal wieder in Bremen und konnten den Frühling im Bürgerpark genießen.

 

16.08.2014

Mitten in der Stadt liegt eines der beliebtesten Ausflugsziele der Bremer, der Bürgerpark. Ein wunderschöner Park mit alten Bäumen, Wäldern und großen Wiesen.

Bereits 1159 wurde den Bremer Bürgern durch Erzbischof Hartwig eine Bürgerweide zugesprochen. Dort durften die Einwohner Bremens ihr Vieh weiden lassen. Als im 19. Jahrhundert die Nutzung der Weidefläche immer geringer wurde, wurde 1865 auf Begehren der Bremer Bürgerschaft auf diesem baumlosen Areal ein Volksgarten als Erholungsgebiet angelegt.
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Der Park ist von vielen kleinen Seen und Wasserläufen durchzogen
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Besucher sonnen sich auf Wiesen, gehen spazieren oder fahren mit dem Rad über die breiten Wege. Es herrscht eine ausgelassene, entspannte Stimmung. Es gibt einen kleinen Zoo, man kann Ruderboote mieten oder in einem Biergarten essen und trinken.
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Meine Wertung: ***** unbedingt spazieren gehen

 

 

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