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Über die Alpen ans Meer und mehr

September/Oktober 2018

heute geht es los …

Heute startet die erste größere Tour mit dem neuen Wohnmobil.
Frühmorgens soll es losgehen … ha ha ha, das war mein Wunsch … bis die letzten Sachen im Auto verstaut waren, war es auch schon neun Uhr. Aber dann ging es endlich los, ab auf die Autobahn. Wohnmobil fahren ist sehr gemütlich, man sitzt sehr angenehm, hat von oben herab einen guten Überblick und cruist entspannt mit 120 über die Autobahn. Kurz vor Salzburg tauchen die ersten Berge auf, immer wieder ein beeindruckendes Schauspiel.

 

Salzburg

Nach einem gemütlichen Frühstück setze ich mich auf mein Fahrrad und radele in die Altstadt von Salzburg. Fünf Kilometer geht es entlang der Salzach, bis es immer voller wird und ich mein Fahrrad stehen lasse und mich zu Fuß auf Entdeckertour begebe. Zuerst gehe ich in die Getreidegasse und plötzlich bin ich von endlos vielen Touristen und Reisegruppen umringt, die sich in allen möglichen Sprachen dieser Welt auf Fotomotive hinweisen und mit ihren Smartohones die Erinnerungen mit nach Hause nehmen. Dann schlendere ich über den Marktplatz und schaue mir den Dom an.

Von weitem schon sieht man über der Stadt die gewaltige Festung Hohensalzburg, ein Muss für alle Salzburg-Besucher. Wer mag, kann den Anstieg mit der Standseilbahn bewältigen, aber ich laufe lieber. Der Anstieg wird nicht nur durch die sehr gut gepflegte Burganlage belohnt, sonder auch durch einen grandiosen Ausblick über die gesamte Stadt mit Marktplatz und Dom und Salzach.

 

Auf dem Rückweg mache ich noch einen kleinen Abstecher zum Schloss Mirabel mit seinen schönen Gärten.

 

Golling an der Salzach – Bluntursee – Wasserfall

Heute verabschiede ich mich von Salzburg und fahre weiter Richtung Süden. Die Berge, die sich rechts und links der Straße erheben sind schon toll anzuschauen und so bleibe ich nach einer knappen Stunde in Golling hängen. Vorbei an kleinen Cafés und großen Hotels finde ich letztlich einen kleinen sehr familiären Stellplatz direkt an der Salzach. Das schöne Wetter lässt mich sofort das Fahrrad nehmen und die Umgebung erkunden. So komme ich zum Bluntursee ganz in der Nähe. Kristallklares Wasser lässt Schwärme von Forellen erkennen, die Berggipfel spiegeln sich in der unberührten Oberfläche und ein paar kleine Wolken ziehen vorbei. Hinsetzen, schauen und genießen.

Nachdem ich mich stattgesehen hatte, fuhr ich um den See herum und dann weiter zum Gollinger Wasserfall. Vom Eingang waren es nur ein paar Schritte und ich stand am Fuße des 25 Meter hohen Wasserfall.

Schon ein bisschen beeindruckend, aber wenn man sich die Mühe macht zum oberen Teil des Wasserfall zu steigen, dann gibt es noch die Quelle zu bestaunen, die aus einer dunklen Höhle heraus das Wasser ins Tal schießen lässt. Auf dem Weg zum Wasserfall stürzt das Wasser durch einen 30 Meter hohen Trichter um dann über den Wasserfall ins Tal zu donnern. Sehr beeindruckend.

 

Golling an der Salzach – Lammerklamm

Über den Lammertal-Radweg fahre ich entspannte 10 km an der Lammer entlang. Nur auf dem letzten Kilometer geht es den Berg hinauf, aber diese Anstrengung lohnt sich. Hier wartet die Lammerklamm auf meinen Besuch. Hinter dem Eingang geht es rechts über Treppen und enge Steige in einen Trichter, durch den sich vor Millionen Jahren das Wasser gegraben hat. Der Weg endet in einer Sackgasse, die Aussicht ist spektakulär. Zurück geht es am Kassahäuschen vorbei immer der Lämmer entlang, der ich nun über enge Stiegen und steile Wege durch die Schlucht folge.

 

was für eine Nacht ….

Es mag zwei Uhr in der Nacht gewesen sein, als ich vom Summen einer riesigen Mücke, zumindest dem Geräusch nach war sie so groß wie eine Biene, geweckt wurde. Vorsichtig befühlte ich meinen Kopf, auf der Stirn, unter den Ohren spürte ich bereits fünf juckende Stiche. Voller Zorn stellte ich mich dem Kampf, erschlug vier von ihnen und hinterließ hässliche rote Flecken an den Wänden. Mit dem guten Gefühl, die Schlacht gewonnen zu haben, schlief ich wieder ein.

Aber ach, wie sehr hatte ich mich getäuscht! Gegen vier Uhr hat der Gegner, woher auch immer, Nachschub erhalten und mir voller Vergnügen in die Arme gestochen, jetzt begann er, mich auszusaugen. Das war zu viel! Licht an und zum Gegenschlag ausgeholt. Fünf von Ihnen blieben auf der Strecke und ich kuschelte mich, voller Siegerstolz, wieder in mein Kissen.

Wieder kam alles anders als gedacht. Ich hatte nicht mit der Kirche und dem Schützenverein gerechnet, die wahrscheinlich mit den Mücken kooperierten. Punkt sechs begannen die Glocken zu läuten und der Schützenverein knallte den ersten Böllerschuss. Es war nicht nur sehr laut, nein das ganze Wohnmobil vibrierte, wahrscheinlich standen sie mit ihrer Kanone direkt neben mir. Bumm bumm bumm ein Kanonenschuss nach dem anderen donnerte durch den frühen, noch jungfräulichen Morgen. Jetzt eine Pause, doch nein, da geht es schon weiter. Um sieben wurde auch die Feuerwehr munter und ließ alle vorhandenen Sirenen dazu erklingen. Ein beeindruckend schönes Krachkonzert. Gegen acht gab ich dann endgültig auf und versuchte vergeblich, unter der heißen Dusche gute Laune zu bekommen.

On the Road again.

Auch das Wetter hat sich entschlossen, regnerisch, kalt und nebelig zu werden, so bin ich unter dicken Wolken über die Tauern gefahren – sehr unspektakulär. Dann auf den Katschberg, und da es bereits begann zu dämmern, reichte es mir für den heutigen Tag!

 

Kranjska Gora

Die Wettervorhersage für den Sonntag im Osten Österreichs sagt Regen und Kälte voraus, mein Campingplatz in dem Ort „Rennweg“ scheint ein versteckter Hinweis zu sein – „renn weg“, also nichts wie weg, auf in Richtung Slowenien.

Kurz hinter Spittal blinzelte die Sonne doch wieder durch den wolkenverhangen Himmel, da möchte ich nicht die ganze Zeit im Auto sitzen. Spontan suche ich mir einen Waldweg, um doch noch eine kleine Wanderung zu machen.

Sehr schön, aber dieses Hinweisschild lässt mich ein schon nachdenklich werden.

be lunch or have lunch … ich habe es aber überlebt.

Kranjski Gora ich komme …

 

Triglav Nationalpark

Die Nacht war stürmisch und es regnete sehr heftig, aber der Morgen begrüßte mich mit einem klaren und strahlendblauen Himmel. Herrlich, da schmeckt das Frühstück mit Blick auf den 2472 mtr hohen Spik doppelt so gut.

Und los geht es, zuerst mit dem Rad nach Mojstrana und dann biege ich ab in das Vrata-Tal. Als das Hinweisschild „25 Grad Steigerung“ am Wegrand erscheint, gebe ich auf, das ist zu viel. Die letzten Kilometer bis zur Hütte am Aljazev Dom gehe ich zu Fuß weiter. Die Aussicht auf den 2864 mtr hohen Triglav ist einfach atemberaubend.

 

Irgendwo im Nirgendwo

Eigentlich war der Plan für heute, bis nach Udine in Italien zu kommen. Aber da es unterwegs so viel zu sehen gab, bin ich irgendwo in Slowenien an der Soca gelandet und übernachte hier.

Unterwegs schaue ich mir den malerischen Jasna-See an. Türkisblaues und kristallklares Wasser, Forellen die sanft hindurchgleiten, Enten die am Ufer gründeln, Kinder die im seichten Wasser plantschen und am Ufer herumtoben, Erwachsene die am Kiosk sitzen und angeregt miteinander plaudern und Bier trinken. Ich setze mich auf eine der Bänke und genieße den Ausblick auf die Berge und das sorglose Treiben um mich herum.

Dann fahre ich weiter Richtung Passhöhe, die Straße ist in den Kehren immer noch mit Kopfstein gepflastert, das russische Kriegsgefangene nach dem ersten Weltkrieg verlegen mussten. Zum Gedenken an die gestorbenen Soldaten wurde die russische Kapelle erbaut.

Über 27 Kehren windet sich die Straße auf 1611 mtr hoch

und bietet einen grandiosen Ausblick.

 

Cividale del Friuli

Es war kurz nach vier in der Nacht als ich, gemütlich in mein warmes Bett gekuschelt, von etwas geweckt wurde. Nein, gefroren habe ich nicht, obwohl es draußen -1 Grad kalt war, denn mein Wohnmobil hat eine gute Heizung. Ich lausche wieder in die schwarze Nacht, nichts Ungewöhnliches, kein Licht, kein Geräusch. Vielleicht habe ich auch nur geträumt. Ich drehe mich um und will weiterschlafen, da höre ich es wieder. Kein vertrautes Geräusch, kein Tier, das ich kenne, gibt solche Geräusche von sich, voller Kraft und brachialer Gewalt – das kann nur ein Bär sein. Ich lausche aufmerksam weiter, aber nichts ist mehr zu hören. Es klang auch nicht so nahe, dass ich mir Gedanken darum machen müsste, aber spannend war es schon. Ich schlief wieder ein.

Der Morgen war kalt, aber die Sonne, die von einem blauen Himmel strahlte, wärmte den neuen Tag schnell auf. Weiter geht es, heute lasse ich Slowenien hinter mir und fahre nach Italien.

Gegen elf Uhr sitze ich bereits auf der Piazza Paola Diacono und genieße Capuccino und frische Croissants. Cividale del Friuli lädt zum Bummeln und Erkunden ein. Hier ein Aperol mit etwas Fingerfood, dort etwas Käse und Schinken, hier eine historische Kirche, dort ein interessantes Museum, eine tolle Stadt. Besonder gefällt mir die Ponte del Diavolo.

 

 

Grado

Ich habe die Alpen hinter mir gelassen und freue mich, am Meer angekommen zu sein. Die Sonne lacht, der Sand ist warm, nur das Meer fehlt gerade. Da die Adria hier sehr flach ist, ist das Wasser bei Ebbe so weit weg, dass man es nur noch erahnen kann. Aber in einigen Stunden ist es ja wieder und dann kann ich durchs Wasser laufen – zum Schwimmen ist es mir zu kalt.

Grado hat eine schöne Altstadt mit einer berühmten Basilika,

 

vielen kleinen engen Gassen und gemütlichen Restaurants und Bars.

Der Hafen zieht sich wie eine breite Straße durch die Stadt.

In der Hauptsaison ist es hier sicherlich total überlaufen, jetzt in der Nachsaison ist es wunderbar friedlich.

Der Tag endet mit diesem romantischen Sonnenuntergang.

Soooo ein tolles Wetter, warm aber nicht zu heiß, strahlender Sonnenschein, aber ich habe einen Sonnenschirm und das Meer ist immer noch warm genug, um mal einzutauchen. Einfach nur ein traumhaft schöner Tag am Strand.

 

Rovinj

Angekommen! Ich wollte gerne nach Kroatien und Empfehlungen von Campern, denen ich unterwegs begegnet bin, hießen Rovinj. Die Stadt ist wunderschön.

Die Wurzeln reichen zurück bis hin zu den Römern ins 2. Jahrhundert nach Christi. Rovinj blickt auf eine sehr bewegte Vergangenheit zurück, der man beim Bummel durch die engen Gassen der Altstadt überall begegnet.

 

Über Allem thront die Kirche der heiligen Euphemia, die Anfang des 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer älteren Kirche errichtet wurde.

Wer mutig und vor allem schwindelfrei ist, kann den Glockenturm über eine sehr fragile Holztreppenkonstruktion erklimmen. Es lohnt sich! Von hier oben habe ich eine fantastischen Ausblick über die Stadt und den Hafen

und das strahlend blau blitzende Meer und die vielen kleinen, vorgelagerten Inseln.

 

Gardasee

Der Morgen ist trübe und kalt und auf dem Meer treiben nebelige Wolken. Schon bald wird es windig, zuerst nieselt es nur, aber kurz darauf regnet es heftig. Und in den nächsten Tagen soll es auch so bleiben, sagt die Wettervorhersage. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Da studiere ich lieber die Wetterbericht für die nächsten Tage, dabei bietet sich der Gardasee an. Dort soll es noch warm und sonnig sein. Also schwinge ich mich ins Auto und mache mich auf den Weg. Sehr optimistisch bin ich nicht, denn es regnet die ganze Fahrt über und am Gardasee noch viel mehr. Hoffentlich war das eine kluge Entscheidung.

 

Bardolino

Es gibt einen vorzüglichen Rotwein aus der Region, aber bei diesem schönen Sommerwetter bevorzuge ich einen Rosé, den Bardolino Chiaretto.

Es macht Spaß, durch das kleine Örtchen zu bummeln, vorbei an den vielen alten Gebäuden und Kirchen, und Restaurants und kleinen Bars, oder am Hafen zu sitzen und dem bunten Treiben zuzuschauen.

Das Wetter und der See sind noch warm genug, um ein bisschen schwimmen zu gehen.

Sonnenuntergang

 

Malcesine

Langsam nähert sich mein erster längerer Urlaub mit Ilse, diesen Namen hat mein Wohnmobil inzwischen bekommen, leider dem Ende. Ilse und ich haben uns gut vertragen und sie ist mir sehr ans Herz gewachsen. Mein letztes Ziel ist Malcesine mit seiner imposanten Burg aus dem 12. Jahrhundert, die das ganze Örtchen überragt.

 

Füssen

Auf den Bergen liegt der erste frische Schnee, der Sommer geht zu Ende, Zeit nach Hause zu fahren.

Lanzarote ***

November 2015

Einfach mal eine Woche ausspannen und dem ollen Wetter im November im Ruhrgebiet entfliehen. Am Pool liegen, am Strand spazieren gehen, Landschaften erkunden, auf Vulkane klettern, in Vulkankratern wandern, Lavahöhlen erforschen, und, und, und.

Costa Teguise
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Teguise
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Vulkankrater mit Piratenfestung – Castillo de Santa Barbara
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Arrieta – Jameos del Agua
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Parque Nationl de Timanfaya
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Lavahöhlen – Cueva de los Verdes
im unterirdischen See spiegelt sich die Höhlendecke
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Haria
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Verfahren, aber dafür diesen tollen Sonnenuntergang mit Blick auf ein Observatorium erlebt
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Ich habe den Wein nicht probiert, aber so sehen die Weinstöcke aus
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Steinformationen bilden eine Geisterstadt
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Der einsame Akkordeon-Spieler spät Abends am Strand
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