Mit dem Wohnmobil durch Italien – Toskana

Tag 43 San Gimigiano

Am Abend treffe ich in San Gimigliano ein und finde einen Stellplatz in Nähe des Ortes. Mit dem Rad fahre ich am nächsten Morgen über die alte Handelsstraße der Franken und sehe schon von Weitem die Silhouette der Stadt,

geprägt von den zahlreichen Geschlechtertürmen. Die durch den Handel reich gewordenen Kaufleute haben hier ab dem 12. Jhd. ihren Reichtum in um Höhe konkurrierende Türme zur Schau gestellt.

In der Stiftskirche Santa Maria Assunta finde ich wie ein mittelalterliches Comic, in wunderschönen Fresken, zum einen Szenen aus dem alten Testament auf der einen Seite und Jesu Leben von der Geburt bis zur Kreuzigung auf der anderen Seite.

Obwohl diese Kirche christlich ist, finden sich auch hier wie in vielen anderen Kirchen im Süden Italiens, Anklänge an maurischen Baustil und viele Themen aus der Antike.

Einen der Geschlechtertürme, den „Torre Grossa“, kann ich besteigen. Von hier oben habe ich einen fantastischen Rundumblick über Siena und die darum liegende Ebene.

 

Tag 42 Siena

Schweren Herzens verlasse ich den „Camping Trasimeno“, aber ich habe einen Termin zur Fahrradreparatur in Siena und außerdem ist mein Stellplatz am See ab heute bereits vermietet.

Vormittags will ich Siena erkunden. Die Stadt liegt, schon von der Autobahn sichtbar, mit imposanten, großen Gebäuden vor mir.

Durch die Porta Tufi in der teilweise erhaltenen Stadtmauer gelange ich in den Altstadtbereich der Stadt. Die Straße führt direkt zur Basilica De San Domnico. Beeindruckende Fresken zeugen von der Zeit der Erbauung im 13. Jhd., von den zahlreichen Herrschern, die sich hier durch großartige Künstler ein Denkmal gesetzt haben. Besonders beeindruckt hat mich die Bibliothek, in der riesige Folianten mit wunderbar ausgeschmückten Kirchenbüchern ausgestellt sind.

Weiter geht es zum berühmten „Il Campo“, auf dem auch in diesem Jahr der „Palio“, das berühmte Pferderennen, stattfindet. Aktuell ist der Platz schon in Vorbereitung, Holzabtrennungen sind aufgebaut, die ersten Sitzreihen dahinter stehen. Heute ruhen sich aber nur einige Touristen dort aus, von Pferden ist nichts zu sehen.

In einer Seitenstraße kehre ich in einen kleinen Wurst- und Käseladen wie es viele in Siena gibt, ein (in Deutschland wäre es sicherlich ein 1a Delikatessenladen), in dem der Inhaber hinter der Theke steht, sich seine Schürze umbindet, um mir das (nach seiner Aussage) beste Focaccia innerhalb der Stadtmauer zuzubereiten. Recht hat er, superköstlich!