Mit dem Wohnmobil durch Italien – Umbrien

Tag 41 Lago Trasimeno

Die Temperatur steigt auf weit über 30 Grad, Assisi war sehr heiß. Da lege ich eine kleine Ruhepause ein und fahre an den Lago Trasimeno. Hier habe ich mir den Campingplatz „Camping Trasimeno“ ausgesucht, den ich ganz dringend weiterempfehlen möchte! Es gibt Stellplätze direkt am tiefblauen Wasser des Sees, die sanitären Anlagen sind supergepflegt, morgens um 7.00 Uhr wurde ich gerne in den Pool gebeten, während der Bademeister mit Reinigen und Wasserproben beschäftigt war, die Waschmaschine und den Wäschetrockner konnte ich ohne zusätzliche Kosten nutzen. Ein Superservice und eine schöne, ruhige Stimmung auf dem gesamten Platz.

 

 

Tag 40 Assisi

Vom Campingplatz gibt es einen Shuttlebus nach Assisi. Morgens um 9.30 Uhr finden ich mich mit einigen Anderen ein. Es ist jetzt schon sehr warm, aber ein Städtebummel reizt!

Mein erster Weg führt mich zur „Basilica di San Francesco“. Ich bin von der Pracht, dem wunderschönen blauen Sternenhimmel in der Basilica und den prachtvollen Gemälden, Skulpturen, dem Gold und dem Prunk überwältigt. Das Ganze mal zwei, denn es gibt die Kirche in 2 Etagen und außerdem kann man auch noch die Krypta besichtigen. Franz von Assisi hat Armut und ein Leben nach den Vorgaben der Bibel gepredigt. Ich komme beim Anblick dieser so prunkvoll ausgestatteten Basilica schon ins Grübeln, wie sich diese weltlichen Güter mit seiner Einstellung vereinbaren lassen. Wie in fast allen Kirchen, werden auch hier etliche Gruppen durch die Basilica geführt, häufig von Franziskaner-Mönchen, die mittels Headsets mit ihren Gruppen kommunizieren. Lustig ist, dass die Ordner immer wieder über Lautsprecher ein „Pschhh“ durch die Basilica schicken. Das ist lauter, als sich Gruppen unterhalten!

Ich schlendere durch den Ort und möchte zum „Rocca Maggiore“, eine Festung hoch über Assisi. Mönche und Nonnen aus der ganzen Welt gehören hier einfach zum Stadtbild.

Unterwegs komme ich an der Kirche „Maria del Rose“ vorbei. Hier finde ich eine kleine  Ausstellung von einem Künstler, der ganz besondere Marienskulpturen ausgestellt hat. Diese Figuren liegen als „Handschmeichler“ in der Hand und heben sich in ihrer Schlichtheit und Modernität wohltuend von den anderen religiösen Exponaten in den Andenkengeschäften ab.

„Die Erde, die Fruchtbarkeit. Das Glas, das Licht. 33 Hölzer, das Alter ihres Sohnes auf Erden. Maria zwischen Alpha und Omega.“

„Die Hände sind ein Ruhepunkt, durch den ich lerne, dich anzusehen.“

Unterwegs immer wieder Bars und Gelaterias mit leckerem Granite und Riesenbaisern in allen Farben.

Dann habe ich die Rocca Maggiore erreicht. Der Ausblick über Assisi ist beeindruckend.

Der Abstieg vorbei an vielen schönen alten Gebäuden weckt bei mir den kleinen Hunger. In einem Ristorante auf dem Weg kehre ich ein und setze mich auf die schöne Terrasse mit dem fantastischen Ausblick über Assisi. Da muss ich die Pappschüssel mit Plastikgabel, in der das Essen serviert wird, einfach in Kauf nehmen!

 

Tag 39 Assisi

Genug Berge, Landschaft, Natur, ich möchte zurück in das städtische Leben und mache mich auf den Weg nach Assisi. Unterwegs fahre ich durch den Nationalpark Monti Sibillini, ich möchte mir den Lago di Fiastra ansehen, der mir als besonders schön beschrieben wurde. Aus dem Nationalpark Gran Sasso heraus, werden die Berge  flacher, die Ebenen wieder kultiviert. Getreidefelder wechseln sich mit Weinreben und Olivenbäumen ab. Aber schon bald erheben sich die ebenfalls mit Schneeresten bedeckten Gipfel im Monti Sibillini. Die Region ist von dem Erdbeben 2016 stark betroffen. Bei einem Einkaufsstopp in der Nähe des Lago di Fiestra finde ich noch alle Geschäfte in Containern untergebracht. Die Häuser sind nicht bewohnbar, mit Holz- oder Metallstützen vor dem endgültigen Zusammenbrechen bewahrt. Nur vereinzelt sind einige Gebäude wieder sehr schön hergerichtet. Alle anderen warten wohl auf die von der Regierung zugesagte Unterstützung.

Schon von Weitem erkenne ich Assisi, die schönen großen Gebäude und Kirchtürme liegen am Berg in Sichtweite von der Straße aus. Hier habe ich mir den Campingplatz Green Village ausgesucht, weil er nicht nur einen Pool hat, sondern auch Waschmaschine und Wäschetrockner – ich muss endlich einmal wieder einen Waschtag einlegen! Von meinem Stellplatz aus habe ich einen schönen Blick auf Assisi – und dabei belasse ich für heute meinen „Kulturausflug