Mit dem Wohnmobil durch Italien – Apulien

Tag 28 Vieste

Tja, Mücken gibt´s hier natürlich auch. Aber heute Nacht habe ich ruhig geschlafen und wurde nicht zerstochen. Die Stimmung heute Morgen ist friedlich, einsame Jogger, einige mit Hunden, sind am Strand unterwegs, die Strandbudenbesitzer säubern ihren Strandabschnitt und ich fahre mit dem Rad zum Alimentari an der nächsten Kreuzung, vorbei an den Strand Cafés, um frische Brötchen zu kaufen. Heute pflege ich mich und meine gute Laune, ich lege mich an den Strand, beobachte die wenigen Touristen und halte meinen Bauch in die Sonne.

Nachmittags radele ich in den Ort, den ich schon vom Strand aus auf dem Felsen gesehen habe, und bummele durch die Gassen, die ich nur über eine Unzahl von Treppen erreiche.

Ist das ein schöner Ort! Gekrönt von einem Kastell, das allerdings nicht zugängig ist (militärisches Sperrgebiet) liegen die Straßen entlang einer kleinen Zunge steil am Meer entlang. Kleine Geschäfte, gemütliche Restaurants auf jedem Platz, der sich auftut, alles sehr gepflegt, italienisches Leben, wie ich es mir vorgestellt habe!

Tag 27 Vieste

Soviel Autan, um die 1000 Mücken direkt um meine Ilse herum abzuwehren, kann ich gar nicht versprühen. Deshalb duschen, packen und los. Ich freue mich jedes Mal, wie unkompliziert das Ankommen und Abfahren ist. Tisch und Stühle eingepackt, Markise eingefahren, Fahrrad auf den Ständer – fertig zur Abfahrt. Weiter geht es durch den Nationalpark „Parco Nationale del Gargano“ nach Vieste, einem Ort an der Küste.

Der Campingplatz liegt direkt am Meer, durch das kleine Restaurant komme ich an den Privatstrand, an dem der Wirt auch Liegestühle stehen hat.

 

 

Tag 26 Alberobello

Diese Übernachtung war nicht sehr erholsam! Ganz in der Nähe hat eine Party stattgefunden, die gegen 4 Uhr in der Frühe endete. Da spare ich mir auch einen weiteren Besuch in Matera, ich hätte gerne noch einen Ausflug in die Schlucht neben der Altstadt gemacht.

Stattdessen nehme ich Kurs auf Alberobello, dort möchte ich die ganz besonderen Gebäude finden, die bereits ab dem 16. Jhd. dort gebaut wurden, die Trulli.
Die Fahrt und die Aussicht auf die karge, felsige und von tiefen Schluchten durchzogene Landschaft ist wieder spektakulär. Nach und nach wird es flacher, Felder und Olivenhaine sind von Natursteinmauern eingefasst und da sehe ich auch den ersten Trullo.

Der damalige Fürst ließ von seinen Bauern diese Häuser ohne Mörtel bauen, weil er für jedes feste Gebäude Steuern zahlen musste. Sobald sich ein Steuereintreiber ankündigte, wurden die „Häuser“ wieder zu Steinhaufen.
In Alberobello gibt es einen ganzen Stadtteil, in dem im 18. Jhd. die Häuser, nun mit einer rechteckigen unteren Etage versehen, in diesem Stil gebaut wurden.

Ich war von der angenehm kühlen Temperatur, die in den Häusern herrscht, ganz angetan.
Da draußen aber immer noch ca. 34 Grad herrschte, fahre ich weiter

nach Monopoli (kenne ich doch aus endlos langen Spieleabenden), wo ich einen Campingplatz direkt am Meer mit Pool finde. So kann ich´s aushalten…


Nur ans Meer komme ich nicht direkt heran, wenn ich die Straße überquere, stehe ich vor steilen Klippen. Die Aussicht ist schön, aber baden im Meer geht wegen der vielen steilen Felsen leider nicht.