Mit dem Wohnmobil durch Italien

Tag 11 Sferracavallo

Ein kleiner Fischerort, an dem der Tourismus bisher scheinbar vorbeigefahren ist. Ein kleiner Stellplatz unter uralten Olivenbäumen für maximal 20 Wohnmobile. Zu Fuß erreiche ich den kleinen Fischereihafen, nur wenige Kilometer vom Strand entfernt erheben sich imposante steile Berge.

 

Die Menschen sind freundlich und entspannt und sehr hilfsbereit. Als ich morgens den Bäcker suchte, hatte einer der Männer die vor einem Stand mit frischem Fisch standen, genügend Zeit mit mir um die Ecke zu gehen und mich zum Bäcker zu bringen. Einem Fischer schaute ich neugierig dabei zu wie er auf einem kleinen Tisch am Straßenrand ein Netz mit frischen Seeigeln bearbeitete. Er schnitt sie mit einem Messer auf, eine Hälfte wurde weggeworfen und aus der anderen Hälfte wird mit einem Löffel der rohe Seeigel gegessen. Natürlich durfte/musste ich auch probieren – es schmeckte richtig gut.

 

Tag 10 Fähre

Die Fähre entpuppt sich als riesiges Hotelschiff und so habe ich eine schöne Kabine mit einem großen Fenster und Blick aufs Meer. Die Fahrt ist ein wenig eintönig, rechts Meer, links Meer und hinten und vorne auch. Die Mahlzeiten und das Ambiente der Restaurants erinnert mich ein wenig an die Uni-Mensa. Leider gibt es auf Deck keine Sitzgelegenheiten oder gar Liegestühle, was bei dem überwiegend sonnigen Wetter besonders schade ist.

Dann endlich taucht Sizilien am Horizont auf.

Leider gibt es unter Deck bei der Ausfahrt noch einen Autounfall, die Auffahrt wird gesperrt und die Polizei wird gerufen um die Situation zu klären. Also noch ein bisschen länger warten. Nur gut, das ich mir ausnahmsweise einen Stellplatz vorgebucht habe, denn es ist inzwischen dunkel geworden und auf suchen hätte ich jetzt keine Lust mehr.

 

Tag 9 Genua

Eine große Stadt, eine Hafenstadt, chaotisch, hupend, laut. Aber auch eine Altstadt mit vielen verwinkelten engen Gassen, Wäsche die aus den Fenstern hängt, kleinen Bars und Restaurants, bunt, gemütlich, romantisch, morbid.

Am späten Nachmittag fahre ich dann in den Fährhafen

und musste einige Stunden warten bis es dann endlich los ging.

 

Tag 8 Genua

Nur noch wenige Kilometer und ich bin in Italien. Während es gestern auf der nördlichen Seite des Gotthard noch einstellige Temperaturen hatte, lacht heute die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel. Genua reizt mich jetzt nicht wirklich sehr, eine große laute Hafenstadt. Ich fahre an der Küste entlang ein paar Kilometer in westliche Richtung bis Vesima und suche mir einen Stellplatz direkt am Meer, lege mich in die Sonne und lasse mich von der Brandung einlullen.

 

Tag 7 Gotthard-Tunnel

Es wird Zeit, das ich mich von den Freunden und von Freiburg und dem Schwarzwald verabschiede. Am späten Nachmittag fahre ich los, die Autobahn durch Basel ist wirklich nicht sehr schön und ich vermeide auf jeden Fall auch nur einen Kilometer zu schnell zu fahren, denn in der Schweiz wird viel geblitzt und es ist sehr teuer. Kurz hinter dem Gotthard-Tunnel wird es dunkel und ich suche mir einen ruhigen Schlafplatz und genieße noch ein wenig die Aussicht auf die schneebedeckten Berggipfel.

 

Tag 6 Freiburg – Kander

Im südlichen Schwarzwald, nahe der schweizer und der französischen Grenze liegt das kleine Städtchen Kandern. Ein Attraktion, die sowohl Einheimische als auch Touristen aus der näheren und ferneren Umgebung anlockt ist die Kandertalbahn, ein liebevoll restaurierter Museumszug mit dem ich einen Ausflug in das ein paar Kilometer entfernte Nachbarstädtchen mache.

Ganz in der Nähe liegt etwas versteckt das kleines Bauerncafe Café Inka.

Es gibt nicht nur leckere Schwarzwäler-Kirsch-Torte, sondern auch eine Überraschung.
Als das Gebäude 1988 renoviert wurde fand man unter der Wandverkleidung eine Tapete aus dem Jahre 1819 einer Pariser Tapeten-Manufaktur, die Szenen aus dem Leben der Inkas zeigt.

 

 

Tag 5 Freiburg

Fauler Tag ohne Program.

 

Tag 4 Freiburg – Belchen

Die Sonne schein, die Vögel zwitschern, ideales Wetter für eine Wanderung auf den Belchen. Er ist der vierthöchste Berg des Schwarzwald und liegt am sehr schönen Münstertal. Vom Gipfel aus habe ich einen tollen Rundumblick über einen Großteil des Schwarzwald, die Vogesen und den Jura in Frankreich und bei dem tollen Wetter das ich heute habe, kann ich auch weit in der Ferne die Zugspitze und den Mont Blanc erkennen.

 

Tag 3 Freiburg – Breisach

Heute mache ich einen Ausflug nach Breisach, einem kleinem Städtchen am Oberrhein, geprägt durch das Stephansmünster aus dem 12. Jahrhundert, der Brücke über den Rhein als Zugang zum Elsass, ein großes Freilichttheater und sehr vielen Kunstobjekten die mir überall begegnen.

 

Tag 2 Freiburg

Nach Freiburg ist es von Darmstadt aus dann nicht weit. Vor 40 Jahren habe ich hier gelebt und ich liebe diese Stadt immer noch sehr. Um das Freiburger Münster herum drängeln sich die Touristen, in der Innenstadt sind einige alteingesessene Geschäfte Ketten gewichen, aber abseits der Touristenströme, während ich gemütlich an den Bächle entlang durch die kleinen Gässchen bummele, genieße ich hier und da die badische Küche und den badischen Wein.

Kein Geheimtipp mehr, aber von der Straße nicht zu erkennen und daher fast touristenfrei, ein neues Restaurant über den Dächern von Freiburg, das SKAJO. Ich finde sofort einen Platz und genieße die Aussicht über den Marktplatz mit dem Münster und die alten Stadttore bis weit in den Schwarzwald hinein.

 

Ich besuche Freunde aus alten Tagen und es gibt abends in der Straußenwirtschaft bei Schäufele und Spätburgunder viel zu erzählen. Hier bleibe ich ein paar Tage.

 

Tag 1 Darmstadt

Endlich ist es soweit, mein Abenteuer kann beginnen. Das Wohnmobil ist bepackt und betankt. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen, aber notfalls habe ich ja eine Kreditkarte und ich fahre ja auch nicht ans Ende der Welt.

Mein erstes Ziel ist gar nicht so weit weg. Meine Tochter lebt in Darmstadt, hat dort ihre erste Wohnung und den ersten Job. Das möchte ich mir natürlich alles anschauen.

Das Stadtbild wird durch die vielen Studenten geprägt, jung und bunt. Rund um das Schloss gibt es viele gemütliche Kneipen. Natürlich musste ich auch Handkäs mit Musik probieren – sehr lecker!

 

Planung

Bald geht es los, ich feile noch an der Planung. Mein Ziel ist der südlichste und nördlichste Ort Italiens und dazwischen viele nette Menschen kennenzulernen, schöne Orte und Strände und Berggipfel zu finden, typisch italienische Köstlichkeiten zu genießen und ganz viel mehr. Ich freue mich schon sehr.