Monthly Archives: Februar 2022

Dortmund U / Düsseldorf K20 – Kunst aus Ghana

Februar 2020

 

Ghana haben wir vor einigen Jahren bereist, wir haben unsere Tochter besucht, (Besuche bei unserer Tochter), die dort gearbeitet hat. Während dieser Aufenthalte haben wir das Land bereist. Ghana ist kein typisches Urlaubsland, Pauschaltouristen haben wir gar keine gesehen. Unsere Reiseroute und Unterkünfte haben wir direkt vor Ort geplant und gefunden. Wir haben immer wieder wir Guides gefunden, die uns zu den Stätten der kolonialen Vergangenheit geführt haben, aber auch eine abwechslungsreiche, wundervolle Landschaft und Menschen, die uns sehr freundlich gesonnen waren. Nach wie vor sind wir sehr interessiert an Themen, die mit dem Land zu tun haben.

 

EFIE. The Museum as home

Dortmunder U

10. Dezember 2021 – 6. März 2022

Identität, Kolonialismus, Raubkunst – aktuelle Themen, denen sich auch Künstler aus Ghana stellen. Nana Oforiatta Ayim möchte die Exponate aus den ehemals kolonialisierten Staaten zurück in ihre Ursprungsländer bringen. Heraus aus den Völkerkundemuseen, wo die Objekte häufig in ethnologischen Sammlungen landeten, in die Kunstmuseen als Kunstobjekte.

 

In Accra, Ghana, hat Nana Oforiatta Ayim ein „mobiles Museum“ aufgebaut, in dem zeitgenössische ghanaische Kunst ausgestellt wird.

Im Dortmunder U habe ich mir die von Nana Oforiatta Ayim kuratierte Ausstellung „EFIE. The Museum as home. Kunst aus Ghana“ angesehen. Hier werden zeitgenössische Arbeiten und historische Artefakte aus deutschen Museen gezeigt.

Für Königin und König der jeweiligen ghanaischen Region wurden vor ihren Palästen diese Schirme aufgespannt

 

Zeitgenössische Künstler*innen verwenden in ihren Kunstwerken Farben, Materialien und Symbole ihrer ghanaischen Heimat

Meine Wertung: unbedingt mit der Wertung afrikanischer Kunst beschäftigen. Holt die Exponate aus den Völkerkundemuseen!
Dortmunder U,
Zentrum für Kunst und Kreativität
Leonie-Reygers-Terrasse
44137 Dortmund

 

 

Nkyinkyim Museum, Ada, Ghana

Kwame Akoto Bamfo

Vor Kurzem bin ich dann auf den ghanaischen Künstler Kwame Akoto Bamfo gestoßen, der seine Skulpturen im Nkyinkyim Freilichtmuseum in Ada, Ghana, ausstellt. Die teils aus Terrakotta gefertigten Skulpturen erzählen die Geschichte der afrikanischen Sklaven, ihre Angst, ihren Schmerz, ihre Furcht.

 

Meine Wertung: Bei der nächsten Reise nach Ghana direkt vom Flughafen Accra nach Ada reisen. Eine Eco-Lodge aussuchen, paradiesische Tage verbringen und das Freilichtmuseum unbedingt besuchen!
Nuhalenyim
Ada
Ghana

 

 

Fliegen im Verbund mit der Nacht

Lynette Yiadom-Boakye

16.10.2021 – 13.2.2022

Museum K20

Die junge Künstlerin lebt in England, hat jedoch ghanaische Wurzeln. Für ihre Portraits hat niemand Modell gesessen, sie entstanden aus Fotografien, Sammlungen gefundener Bilder, oder schlicht aus dem Leben.

Meine Wertung: fantastische Portraits! Unbedingt die nächste Ausstellung der Künstlerin besuchen, da im K20 die Zeit leider abgelaufen ist.
K20
Grabbeplatz 5
40213 Düsseldorf

Bochum – Planetarium ****

Februar 2022

 

Es sieht ja fast aus wie ein UFO und eigentlich ist es das ja auch. Man steigt in das „Raumschiff“ ein, setzt sich in einen bequemen Sitz und fliegt durch die unendlichen Weiten des Weltalls. Und das alles gerade um die Ecke herum im Planetarium in Bochum.

Unter dem Zeltdach aus Metall befindet sich die riesige Kuppel für die 360 Grad Projektion.

In der Mitte steht der modernste Sternenprojektor der Welt. Mit ihm können genauso viele Sterne projiziert werden, wie das menschliche Auge unter optimalen Bedingungen sehen kann, 3000 bis 5000. Dafür müsste man allerdings fernab der „Umweltverschmutzung“ durch das Licht unserer Städte sein. An abgelegenen Orten wie den Sternenparks ist das bei guter Sicht möglich. Besonders fantastisch ist der Blick im Outback Australiens, wo ich vor Jahren die Möglichkeit hatte, den Sternenhimmel zu bewundern. Hier ist Ähnliches wohl nur im Planetarium möglich.

Es gibt unterschiedliche Programme, aber alle haben Bezug zum Weltall. Die verschiedenen Programme dauern ca. eine Stunde und sind nicht nur fantastisch anzusehen, sondern auch sehr informativ.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Zeiss Planetarium Bochum

Castroper Str. 67
44791 Bochum
parken kann man direkt hinter dem Planetarium 

Wuppertal – Visiodrom ****

Januar 2022

 

Es regnet, nein, es schüttet aus Kübeln, es ist ungemütlich und kalt. Das ist doch eine gute Gelegenheit für einen Museums- oder Ausstellungsbesuch. Aber Achtung, es gibt Ausstellungen, in denen ist es zwar trocken, aber drinnen genauso kalt wie draußen. Also dicke Socken und eine warme gemütliche Jacke nicht vergessen und dann geht es nach Wuppertal ins Visiodrom.

Das Visiodrom ist in einem ehemaligen Gasspeicher der MAN-Werke untergebracht. Von 1952 bis 1997 wurde von hier aus Wuppertal mit Erdgas versorgt. Mit einer Höhe von 47 mtr und einem Durchmesser von 38 mtr konnten hier 60.000 Kubikmeter Gas gespeichert werden.

Heute findet man im Inneren die mit 6.100 qm größte 360 Grad Projektionsfläche in Europa. 29 Projektoren mit einer Gesamtleistung von 60 Mio Pixel sorgen für ein beeindruckendes Erlebnis. Der Kubus in der Mitte mit der Projektorbühne obenauf, sieht auf den ersten Blick störend aus, wird aber sehr gut in die Show mit einbezogen. Rundherum sind an den Wänden, wie in einem Amphitheater, ein paar Reihen großer Stufen gebaut. Dort gibt es gemütliche Sitz-/Liegesäcke, von denen aus man eine entspannte Sicht über einen Großteil des Innenraums hat. Die besten Plätze sind meines Erachtens links, mittig gegenüber des Kubus´ (auf der rechten Seite stört die beleuchtete Tür zur Toilette) und vergesst nicht, eine der am Eingang ausgelegten Decken mitzunehmen.

 

Die aktuelle Show bis Mitte Mai ist

HUMANS –  Im Einklang mit der Natur – seit Jahrtausenden“

Die Show zeigt die letzten indigenen Völker, die oft ganz bewusst fernab von unserer Zivilisation und Industriegesellschaft auf diesem Planeten leben, versteckt im Regenwald oder auf einsamen Steppen. Es werden ihre Bräuche und Riten und ihr Lebensumfeld gezeigt.

 

Der Countdown läuft, gleich geht es los …

Die Show startet mit einem glühenden Sonnenball und einer Reise  durch das Sonnensystem.

Dann folgen in schneller Reihenfolge beeindruckender Bildern und Videos von Landschaften und Menschen, riesengroß rundherum an die Kesselwände projiziert.


   

Das Dach des Kessels schaut wie ein riesiges Auge herab.

Wir haben uns die Show gleich zwei mal angesehen, so schnell konnten wir die vielen Bilder gar nicht verarbeiten! Die Fotoausstellung auf der unteren Ebene machte die Ausstellung vollständig. Die großformatigen Fotos sind ähnlich brillant wie die Videos und mit vielen Informationen über die Fotografen und die von ihnen besuchten Menschen.

Nach der Show haben wir uns im Restaurant Asposto, im Gasometer, aber abgeteilt vom wirklich kalten Inneren und wunderbar geheizt, aufgewärmt bei leckerer Pizza und Pasta.

Draußen stürmt und regnet es immer noch, aber der Ausflug hat sich gelohnt.

Meine Wertung: ***** sehenswert
Mohrenstraße 3
42289 Wuppertal