Monthly Archives: September 2020

Münstertal ****

September 2020

Eines der schönsten Täler im Schwarzwald ist für mich das Münstertal.

Meine erste Wanderung führt mich über den kleinen Rundweg ‚Ritterpfad Scharfenstein‘, ca. 4 km. Die 266 Höhenmeter zu überwinden ist nicht allzu schwer. ich bin über die L123 in Richtung Wiedener Eck bis zum Parkplatz Scharfenstein gefahren. Anschließend gibt es in Ritas Café Bergfreude (Lochmatte 1) lecker Kaffee und Kuchen.

Auf 914 mtr Höhe wurde bereits im 12. Jahrhundert die Burg Scharfenstein gebaut, heute ist nicht einmal mehr eine Ruine übrig.

Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf die Umgebung und den Felsen Scharfenstein.

Auf dem Rückweg komme ich an schönen, alten Bauernhöfen vorbei

Anschlißend habe ich noch einen Abstecher zum Kloster St. Trudpert gemacht. Die Ansicht ist schön, aber man kann es leider nicht besichtigen.

Die Kapelle ist allerdings für Besucher geöffnet.

Wer jetzt noch einen kleinen oder großen Hunger verspürt, kann im Hotel-Restaurant Spielweg Sterne-Küche genießen.

GMS: 47°51’59.1″N  7°51’24.4″E
Parkplatz Scharfenstein L123

Bad Kissingen **

August 2020

so habe ich mir eine Kurstadt vorgestellt, der schöne Kurpark entlang der Saale, mit vielen Blumenbeeten und einem Rosengarten, einigen Kurhäusern und vielen Hotels. Das bayerische Staatsbad kann auf eine 500jährige Historie zurückschauen und gilt lt. UNESCO-Welterbe als einer der bedeutenden Kurorte Europas. Neben den ca. 100.000 Einwohnern war ich einer der jährlichen ca. 250.000 Gäste der Stadt.

Am südlichen Rand der Rhön zwischen so wohlklingenden Hügeln wie dem Feuerberg und dem Totnansberg liegt Bad Kissingen in einem weiten Tal

Das Stadtbild ist geprägt von der historischen Altstadt mit schönen Fachwerkhäusern.

Viele Fassaden zeugen aber auch von der Historie der Stadt als Staatsbad.

Wer Ruhe sucht findet sie in den großen Parks.

Mitten durch die Stadt fließt die Saale, In Stadtnähe kanalisiert, aber außerhalb lässt man der Natur freien Lauf.

Oberhalb der Stadt thront das älteste Wahrzeichen, die Burgruine Botenlauben aus dem Jahr 1180. Im Sommer finden hier Festspiele statt, mit Minnesang und Schwerterklang.

Das Kurhaus ist von einem blühenden, mediteran anmutenden Garten umgeben.

Die Wandelhalle aus dem Jahre 1910 ist wirklich sehr sehenswert

Die Bühne ist drehbar, so können die Darbietungen je nach Wetterlage innen oder außen genossen werden. Für Publikum ist bereits gesorgt, auch wenn es eherauch schweigsam ist. Auch, wenn es die gesamte Wandelhalle bevölkert und im Zuhörerraum Sitz, klatschen kann es nicht! (Ausstellung „Der Mensch“ von Hilde Wertheim)

Sieben mineralstoffreiche Heilquellen sprudeln in und um Bad Kissingen. Man kann es trinken, inhalieren oder darinbaden.

Der Innenhof des Kurhauses gefällt mir besonders gut.

Im Kurpark gibt es neben den obligatorischen Cafés auch Wasserspiele und einen Rosengarten, und die Saale fließt mittendurch.

Was in einer Kurstadt natürlich nicht fehlen darf, ist das Spielkasino. Hier gibt es öfter Live-Musik.

Eines der markantesten Baudenkmäler ist die Saline oder richtiger das Gradierwerk. Ab 1562 wurde mit Gradierwerken aus unterirdischen salzhaltigen Quellen Salz gewonnen. Zu Fuß oder mit dem Rad sind es an der Saale entlang nur 2,5 km zur Saline, die auch heute noch in Betrieb ist. Es ist feucht und rieselt und tropft unentwegt und soll für die Atemwege sehr gut sein.

Knapp 7 km entfernt liegt Schloss Aschach. Es wurde bereits im 12. Jahrhundert erbaut, im 16. Jahrhundert mehrfach zerstört und im 18. Jahrhundert zu einem Jagdschloss umgebaut.


Heute befinden sich hier drei verschiedene Museen.

 

Rhön ***

August 2020

Es ist Sommer, die Sonne scheint von einem blauen Himmel. Auf dem Weg zu einem Termin in Bad Kissingen bietet es sich an, ein paar Tage in der Rhön zu verbringen. Dort war ich noch nie, aber zur Wasserkuppe, dem mit 950 mtr Höhe höchsten Berg in der Rhön, wollte ich schon gerne einmal.

Gersfeld

Ich habe mich für Gersfeld entschieden, weil es am Fuße der Wasserkuppe liegt und ich von hier aus gut Ausflüge machen kann.


Der Abend überrascht mich mit einem dramatischen Sonnenuntergang.

Aber sowie es richtig dunkel war, leuchteten endlos viele Sterne am Himmel! Ich habe mich auf eine Liege gelegt, in den Himmel geschaut und konnte mich gar nicht sattsehen. Je länger ich hinsah, umso mehr Sterne tauchten auf. Ich konnte die langsamen Bahnen der Satelliten erkennen und ab und zu sogar eine Sternschnuppe.

 

Wasserkuppe

Die Fahrt zur Wasserkuppe dauert eine halbe Stunde und führt mich durch eine sehr schöne Mittelgebirgslandschaft mit sanften Hügeln, verschlafene Dörfern und viel Natur. Die Wasserkuppe ist von Weitem schon am Radom (eine Radar-/Antennen-Kuppel) auf dem Gipfel zu erkennen. Touristisch ist die Wasserkuppe sehr erschlossen, riesige Parkplätze, Restaurant und Andenkenläden.


Das Radom ist ein Relikt aus der Zeit des „Kalten Krieges“. Es gab bis zu 5 Radome, in denen sich je nach Bedrohungslage deutsche, englische, amerikanische Radar-Antennen drehten, um den Luftraum Richtung Osten zu überwachen. Auf diesen Monitoren konnte man bis zu 400 km weit entfernte Flugzeuge erkennen.

Heute gibt es keine Antennen mehr im Radom, sondern ein kleines Museum. Da, wo sich einst die Antennen drehten, finden heute Hochzeiten und Konzerte statt.

Der Blick ins Tal ist sehr entspannend.

Bei gutem Wetter und geeignetem Wind ist hier ein beliebter Startplatz für Segelflieger und Drachenflieger und Hängegleiter. Bereits 1924 wurde auf der Wasserkuppe die erste Flugschule der Welt für Segelflieger eröffnet.

Schwarzes Moor

Das Schwarze Moor liegt im Dreiländereck Hessen, Thüringen und Bayern und gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Es ist ein Komplex aus weitgehend unberührtem Nieder- und Regenmoor.

Es gibt viele Wanderwege und einen 2,5 km langen Naturlehrpfad, der mitten durch das Moor führt. Zuerst gilt es jedoch, einen Aussichtsturm zu erklimmen

und den weiten Blick über das Moor zu genießen. In der Ferne kann man die Wasserkuppe erkennen.

Der Naturlehrpfad führt über Holzstege durch das Moor.

Viele Hinweistafeln entlang des Weges informieren über das Moor, seine Entstehung, seine ökologische und wirtschaftliche Bedeutung und über Fauna und Flora.

Die kleinen Seen nennt man Moorauge.

Steinernes Haus

Die Rhön hat auf Grund ihrer vulkanischen Vergangenheit einige Basaltvorkommen. Ganze „Basaltmeere“ und viele Basaltsäulen soll es am Gangolfsberg zu sehen geben. Ich hatte mich entschieden, mir das Steinerne Haus anzusehen.

Mitten im Wald liegt ein kleiner Parkplatz. Nach ein paar hundert Metern kommt man auf eine kleine Lichtung. Hier gibt es eine kleine Hütte Mit Biertischen und Bänken. Der Inhaber steht hinter dem Holzkohlengrill und brät Steaks und Würstchen, dazu gibt es sehr leckeres, selbst gemachtes Sauerkraut. Frisch gestärkt lässt sich der kleine See, der nur ein paar Meter entfernt ist, leicht umrunden.

Die Granitsteinformation „Steinernes Haus“ lässt sich leider nicht mehr erkennen, es gibt nur noch ein paar überwucherte Basaltsäulen. Der Legende nach hatte ein junges Paar weder Geld noch Land noch Hoffnung, jemals zusammen zu kommen. Der junge Mann hat sich mit dem Teufel eingelassen und sich ein steinernes Haus bauen lassen. Als Bedingung dürfe er in seinem Haus nach belieben Fluchen, aber nicht den Namen Gottes aussprechen. Das hat natürlich nicht geklappt und vor Wut hat der Teufel das Haus wieder zerschlagen. Das junge Paar hat überlebt und glücklich, aber arm zusammen gelebt.


Es gibt schöne Wanderwege, die durch einen verwunschenen Wald führen.