Monthly Archives: August 2018

Scheveningen ***

August 2018

Ich hatte in Den Haag zu tun und da es sonnig und heiß war, hat es mich an den Strand gelockt. Ich wusste nicht genau wohin, doch dann habe ich mich erinnert, dass es in Scheveningen, einem Vorort von Den Haag, einen tollen Pier gibt. Ein bisschen in der Sonne liegen, ein bisschen auf dem Pier bummeln, das klang nach einer guten Idee.

Es hat sich seit meiner „Sturm- und Drang-Zeit“ sehr verändert, aber das ist natürlich auch schon mehr als 40 Jahre her. So bummle über den Pier, vorbei an vielen kleine Ständen, Geschäften und Cafés, aber so richtig gut gefällt es mir nicht. Um mich herum sind viele sind jedoch viele fröhliche und gut gelaunte Urlauber, die an den Andenkenläden, Eisständen, Fritten- und Kibbelingständen vorbeischlendern.
  
Direkt neben dem Pier, auf Holzpfählen ins Wasser gebaut, steht ein Riesenrad, von oben har man sicher eine tolle Aussicht.

Wer es mag, kann man sich auch an einem Bungy-Seil in die Tiefe stürzen

oder an einer Zipline aus 60 Metern Höhe hinunter zum Strand sausen.

Der breite Strand am Pier ist bei dem heißen Wetter leider auch ganz schön voll, es ist halt Sommerferienzeit.

Gegenüber des Piers sehe ich das altehrwürdigen Fünf-Sterne Grand Hotel, das, umringt von Spielcasino, Aquarium, Shopping Mall, Vergnügungszentrum und vielen anderen Hotels, seine exclusive Ausstrahlung verloren hat.

Der Rummel ist mir doch Zuviel, deshalb mache ich mich auf den Weg und laufe am Strand entlang Richtung Fischereihafen. Der Himmel ist strahlend blau, auf dem Meer sind kaum Wellen, hier sind am Strand mehr Möwen als Urlauber. Ich setzte mich in den Sand, schaue den Möwen zu, die laut kreischend über mir kreisen oder im seichten Wasser nach Beute suchen.
 
Langsam geht der Tag zur Neige und der Himmel färbt sich rosa und orange und rot. Weit draußen vor dem Strand liegen einige große Schiffe vor Anker. Sie warten wohl darauf, in Rotterdam be- oder entladen zu werden.

Ich laufe weiter, bis ich eine gemütliche Strandbar finde. Bei Fisch und kühlem Weißwein lasse ich den Tag ausklingen

und erlebe dabei einen traumhaften Sonnenuntergang.

Meine Wertung: ***** ein Stück entfernt vom Pier ist es schön

Den Haag
Scheveningen 

Xanten ****

August 2018

Hier, mitten in Xanten starte ich mit meiner kleinen Radtour.

Zuerst geht es über den kleinen Marktplatz, vorbei an Ständen mit den ersten Sonnenblumen des Jahres und blühenden Astern, an einem Stand mit herrlich duftenden frischem Bauernbrot, dort ein Stand aus dem nahen Holland mit vielen verschiedenen Käsesorten, die um die Wette ihren aromatischen Duft ausströmen. Ich kann nicht widerstehen und kaufe ein etwas Proviant für unterwegs ein.

Direkt neben dem Markt steht der Xantener Dom, der Grundstein wurde 1263 gelegt.

Mit einem malerischen Kreuzgang

Dann steige ich aufs Rad und fahre über die alte Bahntrasse in nördlicher Richtung nach Marienbaum.

Von dort aus geht es in östliche Richtung nach Obermörmter, durch schattige Alleen bis zum Rhein
 
Auf dem Rückweg Richtung Xanten fahre ich vorbei an der Xantener Nordsee und an der Südsee. Natürlich gönne ich mir hier eine kleine Pause und genieße das quirlige Treiben am Strand und auf dem Wasser.

Für einen Besuch des Archäologischen Parks auf dem Gelände der ehemaligen römischen Stadt Colonia Ulpia Traiana fehlt mir heute leider die Zeit, da werde ich noch einmal wiederkommen.

Zum Abschied passiere ich eines der alten Stadttore, das Klever Tor

mit der Kriemhild Mühle. Sie ist noch in Betrieb und kann besichtigt werden.

Eine schöner Tag mit vielen Erlebnissen. Ich komme sicher wieder, allein schon, um den Archäologischen Park zu besichtigen!

Mein Wertung: ***** erlebenswert
Tourist Information Xanten GmbH
Kurfürstenstraße 9
46509 Xanten
Tel.: 02801 772-200

Rursee / Monschau

Juli 2018

Auf geht´s zur 2. Tour. Da die erste ans Meer führte, soll es nun ein Ziel im Mittelgebirge sein. Da bietet sich ein Campingplatz am Rursee in der Eifel an, an dem ich die Selbstversorgung ausprobieren möchte. Eigener Strom, Gas, Wasser aus dem Tank, Toilettennutzung – alles zum ersten mal.

Mein Stellplatz ist schön beschattet und in idyllischer Lage an einem kleinen Bach, der nur ein paar Meter weiter in den Rursee mündet. Hier treffen sich viele Holländer, Belgier und Deutsche, besonders Familien mit Kindern, da der See zum Planschen, Standup-Paddeling und Kanufahren einlädt.

Ankommen, Stühle und Tisch auspacken, Markise ausfahren – fertig. Schon beginnt die Entspannung mit Lesen, Spielen, Essen und einer kalten Flasche Weißwein aus dem Kühlschrank. Ziemlich optimal alles.

Die wald- und wasserreiche Umgebung lädt ein zu ausgedehnten Wanderungen und Radtouren.
 

Zwanzig Kilometer entfernt liegt die mittelalterliche Stadt Monschau, die sich mit ihren vielen Fachwerkhäusern an der Rur entlang schlängelt. Enge Kopfsteinpflastergassen, kleine Läden und einige hübsche Restaurants laden zum bummeln und verweilen ein.

Auch als Nichtkirchengänger kann ich es nicht lassen ab und zu einmal in eine Kirche hineinzuschauen. Ich habe in zwei Kirchen hineingeschaut und ich wurde beide Male positiv überrascht.
Hier durch die ungewöhnliche Anordnung der Sitzbänke, die im Halbkreis um den Altar angeordnet sind

und hier durch eine lesenswerte Texttafel im Eingangsbereich (ich hoffe die Stadtkirche Monschau ist mit der Publikation dieses Textes einverstanden).


Rufsee-Touristik GmbH
Seeufer 3
52152 Simmerath-Rurberg
Telefon: 02473 – 93770

NL Elkersee

Juli 2018

Jetzt geht es endlich los, die erste kleine Tour mit dem neuen Wohnmobil.

Die Grundeinrichtung, Töpfe, Teller, Gläser, Bettwäsche und noch Vieles mehr ist bereits verstaut, die letzten Vorbereitungen sind schnell erledigt. Ein bisschen Wäsche, ein paar T-Shirts und vielleicht etwas Warmes für abends sind flott aus dem einen Schrank (in der Wohnung) in den anderen Schrank (im Wohnmobil) geräumt. Ein paar Lebensmittel noch und innerhalb einer Stunde bin ich abfahrbereit. Genau so habe ich es mir vorgestellt.

An das Fahren mit dem großen Auto habe ich mich schnell gewöhnt, ich sitze sehr komfortabel in meinem Cockpit-Sitz und schaue von oben auf den Verkehr herab. Kurze Zeit später bin ich auf der Autobahn Richtung Holland. Südholland, die Scheldemündung, Scharendijke, Elkersee ist mein Ziel. Freunde haben mir einen kleinen und sehr schönen Campingplatz bei einem „Kartoffelbauern hinterm Haus“ empfohlen.

In der Nähe des alten Hühnerstall gibt es einen ruhigen Stellplatz.
Ab ins süße Nichtstun …
 
Zeit für lange Strandspaziergänge, für faul im Sand liegen, für Matjes und Kippeling und Frikandel Spezial; und Abends vorm Wohnmobil sitzen und während die Sonne untergeht und der Abend kühler wird, den Tag ausklingen lassen.